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Verteidigungsfähigkeit Deutschlands – Leitthema der Informationsveranstaltung des „blauer Bund e.V.“

Wie steht es um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands unter neuen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen? Dieser Leitfrage widmete sich die Informationsveranstaltung des blauen Bundes (bB) in der Lucius-D.-Clay-Kaserne in Osterholz-Scharmbeck.

Der Präsident des bB, GenMaj Jochen Deuer, begrüßte die Anwesenden der Veranstaltung zu einem außergewöhnlichen Zeitpunkt, findet die Veranstaltung doch traditionell im November eines Jahres statt. Der Ruf des Herrn Ministers Boris Pistorius im Herbst 2025 hatte die Verschiebung verursacht, erklärte der Präsident. Und trotz Verschiebung ließen sich rund 170 Besucher aller TSK/OrgBer aus Logistik und Rüstung sowie Vertreter der zivilen Logistik und Wehrindustrie, diese Gelegenheit nicht entgehen.

Der Präsident des Blauer Bund e.V., GenMaj Jochen Deuer, begrüßt die Teilnehmenden der Informationsveranstaltung in Garlstedt. ©Bundeswehr/Jana Grünberg
Rund 170 Besucher nutzten die Informationsveranstaltung des blauer Bund e.V. um sich weiterzubilden und zu informieren. ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Mitgliederversammlung bB

Zuvor wurde jedoch in der Mitgliederversammlung des bB ein Blick auf die zurückliegende Zeit im Verein seit November 2024 geworfen und über die Pläne für die Zukunft berichtet.

Der Präsident: „Mit rund 1.100 Mitgliedern stagniert unsere Mitgliederzahl auf hohem Niveau.“

GenMaj Deuer führte die Attraktivität des bB auf die ansprechenden Vereinspublikationen, den attraktiven Webauftritt und die Informationsveranstaltung – als Zugpferd – zurück. Besonders das ansprechende Corporate Design und das MAGAZIN bB seien hervorzuheben. Auch die Mitarbeit des bB innerhalb des „Beirat für Reservistenangelegenheiten“ sehe er als wichtig an, um im Sinne der Reservisten im Verein mitgestalten zu können.

Während die Suche nach einem Redakteur/Redakteurin erfolgreich war, und Frau Dr. Melanie Rohe vom Vorstand bereits mit dieser Aufgabe betraut wurde und nun von der Versammlung bestätigt wurde, gilt es, den unerwarteten Wegfall des Schatzmeisters noch zu kompensieren.

Hier sendet der Vorstand den Appell an jedes einzelne Mitglied: „Ein Verein lebt davon, sich einzubringen!“

 Die Informationsveranstaltung

Die folgenden sieben Einzelvorträge mit der Leitfrage „Wie steht es um die Verteidigungsfähigkeit Deutschlands unter neuen sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen?“ waren geprägt von erfreulicher Offenheit und höchst aktuell. An der Vielzahl der gestellten Fragen konnte man das große Interesse des Publikums an den Inhalten gut ablesen.

Den Aufschlag machte Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Rüstungsdirektor und AL Rü im BMVg, zu einer strategischen Standortbestimmung zur Nationalen Sicherheit und Verteidigung.

Vizeadmiral Carsten Stawitzki, Rüstungsdirektor und AL Rü im BMVg zu einer strategischen Standortbestimmung zur Nationalen Sicherheit und Verteidigung. ©Bundeswehr/Jana Grünberg

„Rüsten (wir uns) in einer Welt des Umbruchs. Nur wer glaubhaft kriegstüchtig ist, kann auch abschrecken.“ Dies überschrieb den ersten Teil seiner Ausführungen, in denen er den ungewohnten Blick von der Arktis auf den Globus warf. Dort träfen Interessengebiete Russlands und der NATO überlappend aufeinander. Wer seinen Blick auf die nationale eigene Scholle beschränke, mache sich angreifbar, orderte er ein. Mit dem Blick auf Europa, als Sammlung von Mittelmächten, forderte er mehr Einigkeit. Auch zeitlich ordnete er das Geschehen ein, von den IKM Einsätzen, wie aus seinem eigenen Erleben in Afghanistan, bis zum heutigen Krieg in der Ukraine.

Als Rüstungsdirektor frage ich mich: „Rüsten wir das Richtige richtig?“

Mit dem Schwerpunkt auf der Bündnisverteidigung müssten – vom Einsatz her gedacht – die Pläne zur Verteidigung die erforderlichen Kräfte bestimmen und die Streitkräfteplanung und Strukturen folgen. Dabei gelte es keine Zeit zu verlieren und die bereitgestellten Finanzen in Kriegstüchtigkeit zu verwandeln.

„So gelingt glaubhafte Abschreckung. Wir sind da auf einem guten Weg!“ endete er.

Im Anschluss erläuterte Oberst i.G. Dirk Harder, Branch Head Logistics and Medical im International Military Staff NATO, Logistics and Resources Division, die aktuelle Entwicklung bei der NATO.

Oberst i.G. Dirk Harder, International Military Staff NATO, ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Er zeigte auf, dass Logistik ein gewichtiges Thema in der NATO sei, über das aktuell auch der Generalsekretär mit den Regierungschefs spreche. Dies sei nicht verwunderlich, da logistische Fähigkeiten einen entscheidenden Teil zur Abschreckung beitrügen. Der „Logistics Aktions Plan“ der NATO zu Reinforcement and Sustainment (RSN) sei erstellt.

„Das Tempo der Logistik ist entscheidend. Für die Länder ist Host Nation Support für einen Aufmarsch keine Frage des ob, sondern des wie?“ machte Oberst Harder klar. 

Die Vorbereitung auf dem Sektor der Gesundheitsversorgung würden in ähnlicher Weise folgen, gab er bekannt.

Danach trug Oberstleutnant Christian Pingel, von der NSPA, zu den Möglichkeiten der logistischen Unterstützung durch die Rüstungsagentur der NATO vor.

Oberstleutnant Christian Pingel, von der NSPA, ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Er stellte dar, dass die NSPA mit bis zu 70.000 Vertragspartnern die Lücken in der militärischen Logistik schließen könne und dies in vielen Ländern Europas aktuell so sattfinde. Die Leistungen orientierten sich stark nach den Anforderungen der Kunden und umfassten eine große Bandbreite.

Das Spektrum des zeitlichen Vorlaufs reiche von: „Start nächste Woche bis, dafür brauchen wir dann schon ein Jahr, zum Beispiel für ein komplettes Feldlager“.

Die „Contractors“ der NSPA würden zur notwendigen Unterstützung der Logistik jedoch eher in der 3. und 4. Ebene eingesetzt, also nicht am „scharfen Ende“.

Gesellschaftsabend

Netzwerke festigen und erweitern ist ein wichtiges Ziel des bB, welches während des Gesellschaftsabends mühelos erreichbar war. Die traditionelle Sammlung für das Soldatenhilfswerk ergab die Summe von 1.290 Euro, die vom bB auf 1.500 Euro aufgestockt wurde. Zehn Mitglieder wurden für ihre 25-jährige Treue zum bB vor Ort geehrt. Weitere Jubilare werden die Urkunde von den Vorsitzenden ihrer Kameradschaft erhalten.

    Die Ehrung für 25jährige Treue zum bB durch den Präsidenten, (oben v.l.n.r.) Oberst i.G. Mario Karnstedt, Oberst i.G. Boris Junk, Oberst d.R. Ulrich Otto, Oberstleutnant Michael Rudolf Koch, Oberst Christoph Hermann Schladt, (unten v.l.n.r.) Oberstleutnant Thomas Altmann, Oberstleutnant Hendrik Hilgendorff, Oberstleutnant Daniel Ridderbusch, Oberstleutnant Ralf Kauthe, Oberstleutnant a.D. Matthias Weigmann, ©Bundeswehr/Roman Schlosser

Die Informationsveranstaltung Tag 2

Den Start in den zweiten Tag vollzog Oberst i.G. Boris Junk, Referatsleitern im BMVg SK V 2, zum militärischen Anteil der Gesamtverteidigung, also dem Operationsplan (OPLAN) Deutschland.

Den OPLAN Deutschland stellte Oberst i.G. Boris Junk, Referatsleiter SK V 2 im BMVg, vor, ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Der Experte aus dem Ministerium machte deutlich, dass eine Bedrohung für die NATO gegeben sei, selbst wenn keine Indikatoren für konkrete Vorbereitungen vorlägen. Das Potential sei vorhanden. Der Nationale Sicherheitsrat sei eine Stärkung der Verteidigung gegen die existierende hybride Bedrohung. Der Kernauftrag der Bundeswehr zur Landes- und Bündnisverteidigung sei nur gesamtstaatlich (gesamtgesellschaftlich) umsetzbar.

Der vorgestellte OPLAN Deutschland dürfe nicht als allumfassender Plan zur Gesamtverteidigung verstanden werden, sondern umfasse den militärischen Anteil in Deutschland und die Unterstützung der Streitkräfte von ziviler Seite. Beispielsweise wäre der Schutz kritischer Infrastruktur durch militärische Kräfte nur dann berücksichtigt, wenn diese militärisch bedeutsam sein.
Die komplementäre Planung der zivilen Seite zur Gesamtverteidigung wachse gerade auf.

„Rechnen sie mit verstärkter Übungstätigkeit im Land, besonders für den Aufmarsch in der Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe!“

Darauffolgend führte Oberst i.G. Stefan Frankenberger, Chef des Stabes der HSchDiv, zur Lage der Heimatschutzdivision aus.

Oberst i.G. Stefan Frankenberger, Chef des Stabes der HSchDiv, zur Heimatschutzdivision, ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Die Heimatschutzdivision mit ihren 6 Regimentern, in denen jeweils eine Kompanie als Ausbildungskompanie aktiv ist, leiste einen wichtigen Beitrag für den OPLAN Deutschland, erklärte Oberst Frankenberger.

Dieser Beitrag gliedere sich in Schutz und Sicherung, Unterstützung des Aufmarschs durch Deutschland und Amts-/Katastrophenhilfe.

Im Fokus der Division bei Ausbildung und Ausstattung stünden derzeit die Fähigkeit zur Wahrnehmung von Wach- und Sicherungsaufgaben, Drohnenaufklärung und -abwehr (C-sUAS) und die Führungsfähigkeit.

Es sei vorgesehen, die Ausbildung von Wehrpflichtigen durchzuführen und verbunden damit auch die Ausbildung zum Offizier der Reserve als ROA SaZ02 mit Qualifikation Sicherungszugführer zu ermöglichen.

Weiterhin sei ein schnelles Reaktionselement (SRE C-sUAS) zur Drohnenabwehr aktuell in Vorbereitung. Der Wirkbetrieb solle noch in diesem Jahr liegen.

BrigGen Stephan Kurjahn, Kommandeur der TSH, erläuterte die Ideen für Logistische Ausbildungseinrichtungen in Krise und Krieg.

BrigGen Stephan Kurjahn, Kommandeur der TSH, zur Schule in Krise und Krieg, ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Der Kommandeur aus Aachen zeigte zunächst die vorherrschenden Rahmenbedingungen an der TSH auf. Zum einen bestimmten die Zuläufe neuer Systeme – beim gleichzeitigen Verbleib des bereits eingeführten Geräts – zum anderen der höhere Bedarf an Ausbildung durch den Aufwuchs der Streitkräfte – und damit auch der Instandhaltungskräfte – die künftige Auftragslage.

Auch sei das Lehrgangsgebäude in seiner Vielfalt und die Diversität der fachlich zuständigen Stellen außergewöhnlich.

Die Überprüfung des aktuellen Auftrags und dessen Durchführung, an den Bedarfen von LV/BV böten jedoch Möglichkeiten der Verbesserung.

„Wir haben rund 270 Lehrgänge untersucht. Davon bleiben in Krise und Krieg noch weniger als 170 relevant. Die Pläne haben wir im Schreibtisch!“

Durch das Reduzieren auf das Nötigste sowie der Bündelung von Kräften könne aus eigenen Ressourcen die Kapazität dafür um den Faktor 4 gesteigert werden, erklärte der Kommandeur.

Logistische Ausbildungseinrichtungen in Krise und Krieg, darüber berichtete BrigGen Holger Draber, Kommandeur der Logistikschule der Bundeswehr.

BrigGen Holger Draber, Kommandeur der Logistikschule der Bundeswehr zur Schule in Krise und Krieg, ©Bundeswehr/Jana Grünberg

Der Gastgeber ordnete die möglichen Umstellungen an seiner Schule zunächst im allgemein militärischen Kontext ein.

„Eine Anpassung, die wir bereits angestoßen haben, ist es ein War Gaming Logistics aufzusetzen.“, gab er bekannt.

Bei der stärkeren Digitalisierung in der Ausbildung seien der Einsatz von Drohnen, die Anwendung von KI und der 3D-Druck voranzutreiben. Mit moderner Ausbildungstechnologie sei ein ortsunabhängiges Ausbilden in virtuellen Trainingsumgebungen möglich, so General Draber.

Die Teilhabe an und das Auswerten von Übungen – beispielsweise Steadfast Dart 2026 – habe großen Wert, um die richtigen Schlüsse zu ziehen. Trotz multinationaler Einbindung im Rahmen des Bündnisses habe ein Nationales Element zur Unterstützung (NSE) seine Berechtigung. Die Ausbildung des Personals eines solchen NSE HQ (Hauptquartier) sei am Anteil JSTC der LogSchBw sinnvoll durchzuführen.

Am Ende der Veranstaltung bedankte sich der Präsident im bB GenMaj Jochen Deuer bei allen Mitwirkenden und warb bereits jetzt für die Informationsveranstaltung im Herbst 2026 in Aachen, die am 19./20.11.26 stattfinden soll.

Impressionen von der Informationsveranstaltung im Februar 2026 (©Bundeswehr/Jana Grünberg)

   

Autor: Oberstleutnant Roman Schlosser

 

Heimatschützer trainieren Sicherung der Infrastruktur

Die Heimatschutzkompanie Sachsen trainiert ein Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung. Über einen Bahnhof verlegt die Bundeswehr eigene und alliierte Truppen in Richtung Ostflanke. Die Kompanie erhält den Auftrag, eine Verladerampe für Panzer zu sichern.

Um auf diesen Ernstfall vorbereitet zu sein, üben die Soldatinnen und Soldaten des Heimatschutzregiments 5 regelmäßig, dieses Mal auf dem Truppenübungsplatz Lehnin.

Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzkompanie Sachsen trainieren auf einem Gelände in Lehnin den Gebäudekampf

„Klare Kommunikation“, ruft Oberstleutnant Bernd B. bei der Befehlsausgabe in die Formation. Der Kompaniechef zeigt mit einem Stock auf den Geländesandkasten. Das ist ein Modell des Geländes, nachgebaut aus natürlichen Materialien. Die Truppe ist fokussiert, ihre Motivation ist hoch. Mithilfe des Sandkastens gibt der Chef die Übungslage und den Auftrag durch. Der hat es in sich: Das Gelände ist weitläufig und umfasst mehrere Gebäude, Waggons, eine Verladerampe und ein angrenzendes Waldstück. „Unser Ziel ist es, das Objekt zu sichern und die Sabotage der Verladung zu verhindern“, erläutert der Kompaniechef die Anforderung an seine Einheit. Dabei übt die Kompanie vielseitige Fähigkeiten, etwa Wach- und Sicherungsaufgaben. Zur Ausbildung gehören auch Aufträge im Zusammenhang mit der Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe, über die sich die NATO Bündnistruppen von West nach Ost bewegen. Darüber hinaus soll den Soldaten vermittelt werden, feindbesetzte Gebäude zu nehmen, um sie anschließend zu sichern. Das erfordert intensives Training und Erfahrung.

Hohe Ausbildungsstandards

Zur Heimatschutzkompanie Sachsen gehören Reservistinnen und Reservisten aller Dienstgrade bis zum Oberstleutnant. Die meisten von ihnen wohnen in Sachsen und sind mit Land und Leuten vertraut. Ihr Hauptauftrag ist es, die aktive Truppe im Wach- und Sicherungsdienst für militärische Anlagen und Infrastruktur zu unterstützen und zu stärken. „Wir adaptieren bei den Aufgaben im Heimatschutz die
Ausbildungsstandards des Heeres“, sagt Oberstleutnant B. Die Heimatschützer müssten sich auf Zivilisten, auf Störer, aber auch auf subversive Kräfte, einen militärischen Gegner einstellen. Denkbar seien Agenten, die militärische Objekte ausspähen oder Brandsätze legen. Es könnten aber auch professionelle Sabotagetrupps sein, die mit Handwaffen und Sprengmitteln ausgestattet sind. Um auf solche unterschiedlichen Akteure eingestellt zu sein, sind die Ausbildungsstandards entsprechend hoch. Wie wird das erreicht?

In Sachen Ausbildung hat sich im Heimatschutz seit der Unterstellung unter das Heer viel getan. „Wir haben einen klaren Ausbildungsauftrag“, sagt der Chef. Das sei vorher nicht der Fall gewesen. Personell, materiell und was die Ausrüstung betreffe, sei jetzt eine ganz andere Dynamik im Heimatschutz zu verzeichnen. „Ich habe nun die Ausbilder, um mit drei Zügen ausbilden zu können. Wir können vom Einzelschützen bis zum Offizier weiterbilden. Durch den Neuen Wehrdienst wird Personal hinzukommen. Und wir haben einen Ausbilder, der die Drohnenbedienung unterrichtet. So können wir auch Reservisten aus anderen Kompanien ausbilden“, zählt der Kompaniechef auf.

Im Auge des Sturms

Zurück in der Lage. Nach den Vorbereitungsmaßnahmen beziehen die Kräfte die Ausgangsstellung, um ein feindbesetztes Gebäude zu nehmen. Ein Trupp mit vier Männern positioniert sich hinter einem Waggon. Ein kurzes Signal an ihre Kameraden, die sich wenige Meter hinter ihnen befinden, und sie stürmen mit dem Gewehr G36 aus der Deckung. Mit schnellen Schritten geht es in Richtung Gebäudewand. Ein Soldat sichert nach oben ab, einer richtet sein G36 nach links, ein anderer nach rechts. Der vierte Kamerad konzentriert sich auf das Gebäude  geradeaus. An einem Fenster, der möglichen Einbruchstelle, positioniert sich der Trupp und dringt in das Gebäude ein.

Der erfolgreiche Kampf in und um Gebäude verlangt höchste Konzentration und praktisches Können. In Lehnin lernen die Reservistendienstleistenden auch die Annäherung an ein Gebäude.

Im Haus riegelt ein Soldat einen Flur ab, ein anderer arbeitet sich eine Treppe hoch. Während die Soldaten ins erste Geschoss vordringen, rücken weitere Trupps in das Gebäude nach. An dieser Stelle unterbricht der Leitende die Übung und versammelt die Soldaten um sich. Die unverzügliche
Manöverkritik der Ausbilder ist wertvoll: Sie verdeutlicht den Wert klarer Kommunikation und vermittelt Grundsätze wie die Aufstellung und Bewegung des Trupps im Raum. So gelingt es, Schritt für Schritt die Mängel abzustellen.

Gefährliches Nadelöhr

Schnell wird deutlich: Das richtige Nehmen eines Gebäudes ist die Königsdisziplin – selbst unter anfänglich einfachen Bedingungen. Man merkt: Je besser die Soldatinnen und Soldaten einzeln und in ihrem Zusammenwirken werden, desto komplexer wird das Szenario gestaltet: Wie ist die Lage im Gebäude? Sind unbeteiligte Personen oder ausschließlich Feindkräfte im Haus? Überall könnten Sprengfallen lauern.

An diesem Tag setzen die Soldatinnen und Soldaten nun zum vierten Mal an, um das Gebäude zu nehmen. Aus den Fenstern blitzen die Läufe von Sturmgewehren, das Gebäude ist definitiv feindbesetzt. Ein Trupp nähert sich. Die Reservisten, die sich im Haus gegenüber verschanzt haben, müssen den Feind am Fenster niederhalten, also mit Feuer in die Deckung zwingen. „Handgranate!“, ertönt es. Auf der freien Fläche zwischen Bahnwaggon und Hauswand gibt es keine Deckung. Das Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS)  eines Soldaten blinkt. Mit dem System lassen
sich, ähnlich wie beim Spiel Laser Tag, Treffer simulieren. Beintreffer. Die Nebenleute reagieren sofort.

Einer packt den Verwundeten und zieht ihn hinter den Eisenbahnwaggon. Ein anderer feuert auf den Feind am Fenster im ersten Stockwerk. Während ein dritter Kamerad die Erstversorgung vornimmt, rücken weitere Kräfte des Alpha-Zugs nach. Im Haus müssen sie die Treppe überwinden. Dazu riegeln sie zunächst die Gänge ab. Der Treppenaufstieg ist ein gefährliches Nadelöhr. Hier sind gute Kommunikation,  Koordination, schnelles Handeln und vor allem Mut gefragt. Das Gefecht ist kurz, intensiv und erfolgreich für den Alpha-Zug.

Im Gebäude können die Soldatinnen und Soldaten praktisch nachvollziehen, wie anstrengend es ist, sich Raum für Raum und Etage für Etage im feindbesetzten Gebäude vorzuarbeiten

Mit Beharrlichkeit und Motivation

Oberstleutnant B. lässt anschließend am Sandkasten zur Auswertung antreten. „Die Treppe war nicht abgeriegelt. Vorher habt ihr das Erdgeschoss nicht genommen und der Feind muss entwaffnet sein“, lauten die Kritikpunkte. Auch die Gruppen- und Zugführer bekommen ein Feedback. Denn während der Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz übt auch das Führungspersonal in seinen Funktionen.

Oberstleutnant B. erinnert an den Dreiklang Kräfte, Raum und Zeit: „Wir sind ein verstärkter Zug, wir kennen unsere Gebäude, haben Raumkenntnis, und sind in einem Verhältnis zum Feind, wo wir angreifen können. Das Gebäude zu nehmen, geht daher schneller. Wenn wir länger brauchen, verzögert sich auch die Verladung. Das darf nicht passieren.“ Die Kritik zeigt, dass die Aufgabe sehr komplex ist. Das Zusammenspiel der Trupps muss funktionieren. Der Zugführer ist wie ein Dirigent, der in einem Orchester die einzelnen Instrumente zum Einsatz bringt. Alle müssen ihr Instrument beherrschen und ihre Rollen kennen.

Ein letzter Durchgang. Der Kompaniechef lässt den Sturm des Gebäudes wiederholen. Dieses Mal leisten die Feinddarsteller größeren Widerstand. Mehr AGDUS-Geräte piepen. „Wenn ich den Schwierigkeitsgrad erhöhe, ist es ein Stück besser als vorher“, freut sich der Kompaniechef abschließend. Tatsächlich brauchen die Reservistinnen und Reservisten diesmal deutlich weniger Zeit, um das Gebäude zu sichern, werden insgesamt flüssiger in ihren Bewegungen.

Das Resümee: Der Ausbildungstag war für alle intensiv und hat deutliche Fortschritte und wertvolle Erkenntnisse mit sich gebracht.

Erstveröffentlichung auf der Webseite der Bundeswehr, www.bundeswehr.de

Datum: 21.01.2026

Bilder: © Bundeswehr/Benjamin Vorhölter

Privilegierte Partnerschaft vereinbart

Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. (JUH), Malteser Hilfsdienst e.V. (MHD) und Zentraler Sanitätsdienst der Bundeswehr beabsichtigen Verträge zur Regelung mitwirkender Unterstützung

Mit der Unterzeichnung und Feststellung der Privilegierten Partnerschaft am 6. März 2026 in Berlin im Rahmen der Sanitätsübung MEDIC QUADRIGA 2026 vereinbaren der Zentrale Sanitätsdient der Bundeswehr, die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V. und der Malteser Hilfsdienst e.V., im Rahmen ihrer Möglichkeiten die Grundlagen zur Vertiefung einer wechselseitigen Unterstützung auszugestalten.

Zwar ermächtigt das „Gesetz über das Deutsche Rote Kreuz und andere Hilfsgemeinschaften“ (DRK-Gesetz) von 2008 sowohl die JUH als auch den MHD zur Unterstützung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr. Jedoch wurde die Organisation dieser mitwirkenden Unterstützung der JUH und des MHD für den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr bisher weder hinreichend konkret ausformuliert, noch in Art und Umfang benannt. Ein erster Schritt in diese Richtung ist nun getan.

Die Entwicklung der sicherheitspolitischen Lage der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Ressourcen des Sanitätsdienstes der Bundeswehr im Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung nicht ausreichen werden. Damit ist eine langfristige unterstützende Mitwirkung durch JUH und MHD notwendig und besonders wertvoll.

Mit der Privilegierten Partnerschaft ist zugleich die Absicht verbunden, öffentlich-rechtliche Verträge zwischen dem BMVg, der JUH und dem MHD abzuschließen. Darin sollen die Grundzüge der mitwirkenden Unterstützung vereinbart werden. So werden beispielsweise Verwendungsauftrag und Verhaltensregeln, die für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der JUH und des MHD zur Unterstützung des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr gelten, vorab festgelegt und bilden so eine verlässliche Grundlage.

„Die aktuellen sicherheitspolitischen Entwicklungen machen deutlich: Landes- und Bündnisverteidigung sind eine gesamtstaatliche Aufgabe“, sagt Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr. „Deswegen ist eine funktionierende und belastbare zivil-militärische Zusammenarbeit mit den Johannitern und den Maltesern als Deutschlands größten zivilen Hilfsorganisationen notwendiger denn je. Die Verlässlichkeit ziviler Unterstützung ist in einem militärischen Verteidigungsszenario ein entscheidender Erfolgsfaktor.“

Die Einsatzkräfte von JUH und MHD werden keine militärischen Uniformen tragen und keine Berechtigung zum Führen einer Waffe besitzen. Zusätzlich zu ihrer Einsatzkleidung werden sie aber zum Tragen des Schutzabzeichens (Rotes Kreuz) und eines Ausweises gemäß Genfer Konvention berechtigt sein. Die Entwürfe für den Verwendungsauftrag und die Verhaltensregeln befinden sich derzeit bereits in Abstimmung.

Oliver Meermann, Mitglied des Bundesvorstandes der Johanniter-Unfall-Hilfe sagt: „Wir begrüßen, dass mit der Privilegierten Partnerschaft nun die Grundlage dafür geschaffen wurde, unsere Unterstützung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr konkret auszugestalten. In unsicheren Zeiten benötigen wir als Hilfsorganisation sowie für unsere Einsatzkräfte verlässliche rechtliche Rahmenbedingungen und klare Regelungen zu Ausbildung, Ausstattung und Haftung. Nur so können wir unsere Unterstützung der Bundeswehr schnellstmöglich auf den Weg bringen und im Ernstfall schnell handeln.“

Albrecht Prinz von Croy, Vizepräsident des Malteser Hilfsdienstes, lobt das gemeinsame Engagement, hat aber auch klare Forderungen: „Die sanitätsdienstliche Zusammenarbeit und Unterstützung der Bundeswehr ist wichtig. Wir nehmen die Verantwortung, die damit verbunden ist, gerne wahr. Wir freuen uns, dass sich auch die Johanniter-Unfall-Hilfe mit uns gemeinsam engagiert. Es ist ganz wichtig, dass ein möglicher Einsatz für unsere Einsatzkräfte grundsätzlich freiwillig erfolgt! Deshalb muss schon jetzt die Freistellung durch die Arbeitgeber analog zu THW und FW durch den Gesetzgeber zügig geregelt werden. Ein Einsatz der Malteser für und mit der Bundeswehr – egal ob im In- oder Ausland – erfordert noch abschließende Regelungen im Hinblick auf disziplinarrechtliche Unterstellungsverhältnisse und auch im Hinblick auf die Fürsorge unserer eingesetzten Helferinnen und Helfer. Diese dürfen nicht schlechter gestellt sein als unsere Soldatinnen und Soldaten“.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe e.V.

Die Johanniter-Unfall-Hilfe ist mit mehr als 33.000 Beschäftigten, rund 44.000 ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern und 1,2 Millionen Fördermitgliedern eine der großen Hilfsorganisationen in Deutschland und zugleich ein bedeutendes Unternehmen der Sozialwirtschaft. Die Johanniter engagieren sich in den Bereichen Rettungs- und Sanitätsdienst, Katastrophenschutz, Betreuung und Pflege von alten und kranken Menschen, Fahrdienst für Menschen mit eingeschränkter Mobilität, Arbeit mit Kindern und Jugendlichen, Hospizarbeit und anderen Hilfeleistungen im karitativen Bereich sowie in der humanitären Hilfe im Ausland.

Der Malteser Hilfsdienst e.V.

Der Malteser Hilfsdienst e.V. hat seine Wurzeln im katholischen geistlichen Ritterorden der Malteser. Der MHD beschäftigt zur Aufgabenerfüllung 55.000 ehrenamtliche und 40.000 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Seine Satzungszwecke sind die Ausbildung und der Einsatz in Erster Hilfe, im Sanitäts- und Rettungsdienst, im Zivil- und Katastrophenschutz sowie in der Notfall- und Katastrophenhilfe.

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr

Der Sanitätsdienst der Bundeswehr ist ein militärischer Fachdienst, der grundlegend und in jedem Handeln zuerst der Menschlichkeit verpflichtet ist. Mit rund 25.000 Frauen und Männern sichert der Sanitätsdienst der Bundeswehr die medizinische Versorgung aller Soldatinnen und Soldaten. Im Inland wie im weltweiten Einsatz haben die Sanitätskräfte den Auftrag, die Gesundheit der Bundeswehrangehörigen zu schützen, zu erhalten und wiederherzustellen.

Quelle/Bildrechte: Unterstützungskommando der Bundeswehr Presse- und Informationszentrum

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Auswahl und Preisverleihung „Partner der Reserve“ 2026

Die Auszeichnung „Partner der Reserve“ wird seit dem Jahr 2016 öffentlichkeitswirksam verliehen und soll beispielgebend für Arbeitgeberinnen und Arbeitgeber wirken, dass sich ein Engagement für die Reserve der Bundeswehr auszahlt. Damit wird auch der enge Schulterschluss zwischen Bundeswehr, Arbeitgeberseite sowie Reservistinnen und Reservisten symbolisiert. Die Verleihung des Preises „Partner der Reserve“ fördert eine überregionale Wahrnehmung und ist geeignet, die Kooperation mit Arbeitgeberinnen und Arbeitgebern in Bezug auf die Reserve kontinuierlich und nachhaltig positiv zu beeinflussen. Es handelt sich um eine gemeinschaftliche Auszeichnung durch das Bundesministerium der Verteidigung und den Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e. V. (VdRBw).

Absicht dabei ist es,  jährlich ein im Bereich der Reservistenarbeit besonders engagiertes Unternehmen auszuzeichnen und damit in der Öffentlichkeit hervorzuheben. Vorschläge für Auszuzeichnende können durch den (VdRBw), den Beirat Reservistenarbeit beim VdRBw, die Organisationsbereiche (OrgBer), die dem BMVg unmittelbar unterstellten Dienststellen sowie durch Reservistinnen und Reservisten über Streitkräfteamt Kompetenzzentrum Reservistenangelegenheiten der Bundeswehr (SKA KompZResAngelBw) eingereicht werden. Zudem haben die teilnehmenden Arbeitgeberverbände und seit 2024 Unternehmen selbst die Möglichkeit, Vorschläge einzubringen. Ziel ist es, ein möglichst großes Multiplikatorpublikum zu erreichen, um im Ergebnis die Jury mit adäquaten und begründeten Vorschlägen befassen zu können. Um eine Vergleichbarkeit in der gesamtheitlichen Betrachtung herbeizuführen, wird
eine Kategorisierung in folgende Bereiche vorgenommen:

o Großunternehmen
o Mittelstand und Handwerk,
o Öffentlicher Dienst,
o Start-up-Unternehmen,
o Sonderkategorie (z. B. Verbände, Organisationen) (optional)

Vorschläge sind bis spätestens Mitte Mai an SKA KompZResAngelBw zu übersenden.

Grafik: BMVg SK I 4

Verteidigungswirtschaft – Potenziale für den Mittelstand

Rückblick auf eine Veranstaltung der IHK zu Leipzig am 20. Januar 2026, auf welcher aus der Kameradschaft NORDWEST ein Mitglied der Logistik- und Fabrikplanung der LOGSOL GmbH teilnahm.

   

Die IHK zu Leipzig lud zu der Veranstaltung „Verteidigungswirtschaft – Potenziale für den Mittelstand!“ ein. Angesprochen waren vor allem kleine und mittlere Unternehmen sowie technologieorientierte Betriebe, die bislang wenig oder keine Berührungspunkte mit der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie hatten.

Im Mittelpunkt des Programms standen aktuelle Marktentwicklungen, geopolitische Rahmenbedingungen und konkrete Anforderungen von öffentlichen Auftraggebern und Industrieunternehmen. Beiträge aus Wissenschaft, Wirtschaftsförderung, Finanzierung und Praxis gaben Einblicke in Beschaffungswege, Zertifizierungen und Voraussetzungen für einen Marktzugang. Die Vorträge zeichneten ein Bild einer Branche im Wandel, in der neue Akteure zunehmend gefragt sind.

Ergänzt wurde das Programm durch einen „Markt der Möglichkeiten“, der Raum für direkten Austausch bot. Vertreter aus Industrie, Verbänden, Bundeswehr, Zertifizierung und Wirtschaftsförderung nutzten die Gelegenheit für Gespräche jenseits des Podiums. Der Fokus lag dabei auf praktischen Fragen der Zusammenarbeit und der Umsetzung.

Auch der Blauer Bund e.V. war bei der Veranstaltung vertreten. In den Gesprächen zeigte sich, dass Logistik im Umfeld der Sicherheits- und Verteidigungsindustrie sowie der Bundeswehr sehr unterschiedlich verstanden wird und häufig mehrere Akteure zusammenführen muss. Deutlich wurde zudem das Interesse an einer stärkeren bundesweiten Vernetzung logistischer Kompetenzen.

Im Austausch mit dem Vertreter des Blauen Bundes e.V. der Kameradschaft NORDWEST, der zugleich aus der Logistik- und Fabrikplanung der LOGSOL GmbH kommt, standen weniger einzelne Leistungen als vielmehr Strukturen und Schnittstellen im Vordergrund. Themen wie Verfügbarkeit, Systemauslegung und die Organisation komplexer logistischer Zusammenhänge wurden dabei wiederholt angesprochen.

Insgesamt bot die Veranstaltung einen sachlichen Überblick über Chancen und Herausforderungen der Verteidigungswirtschaft und machte deutlich, wie groß der Bedarf an Orientierung und Austausch in diesem Themenfeld derzeit ist.

Autor: © Herr Sandro Claus LOGSOL GmbH und Oberstlt a.D. Michael Janczyk

Fotos: © Herr Sandro Claus LOGSOL GmbH