HAUS RISSEN – Themenabend „Transatlantischen Beziehungen“

Die transatlantischen Beziehungen beschäftigen uns nach wie vor sehr. Denn seit dem Amtsantritt von US-Präsident Trump scheint nichts mehr, wie es war: vermeintlich sichere Grundannahmen  haben keine uneingeschränkte Gültigkeit mehr, die Zusammenarbeit mit den USA auf der Grundlage gemeinsamer Normen und Werte wird immer häufiger infrage gestellt.

Handelt es sich bei dieser transatlantischen Krise um eine Übergangserscheinung oder doch eher um einen unumkehrbaren Bruch in der internationalen liberalen Weltordnung? Wie sollte die EU auf diese Entwicklungen reagieren? Kann und sollte die EU ihre strategische Autonomie ausbauen? Welche Rolle kommt hierbei Deutschland als einflussreichstem EU-Mitglied zu? Diese und viele weitere Fragen möchten wir im Rahmen eines Themenabends mit Ihnen diskutieren. Den Impulsvortrag hält Frau Dr. Constanze Stelzenmüller, Robert Bosch Senior Fellow am Center on the United States and Europe, Brookings Institution, Washington DC.

Dieser Themenabend zu den transatlantischen Beziehungen findet statt im HAUS RISSEN am Mittwoch, den 26. Juni 2019, um 19:30 Uhr. Näheres hierzu, incl. der Anmeldung finden sie hier.

 

BrigGen Matz mit Gastgeber

Stellvertretender Divisionskommandeur der 1. Panzerdivision zu Gast auf dem Donnerberg

Donnerberger Gesprächskreis – VJTF (L) 2019

Stellvertretender Divisionskommandeur der 1. Panzerdivision zu Gast auf dem Donnerberg

Der Kommandeur Land/Luft und Kontingentführer des deutschen Anteils der VJTF, Brigadegeneral Michael Matz, Stellvertretender Divisionskommandeur und Kommandeur der Divisionstruppen der 1. Panzerdivision, war am 07.02.2019 zu Gast beim Donnerberger Gesprächskreis und referierte über die VJTF (L) 2019 und die aktuelle Lage der Bundeswehr. Durch den hochkarätigen Referenten und das ausgewählte Thema kamen zahlreiche Zuhörer, die Veranstaltung mit ca. 200 Teilnehmern musste daher kurzfristig in das Kino der Kaserne verlegt werden. Brigadegeneral Michael Matz fand klare Worte, zeigte positive Entwicklungen auf, scheute sich aber nicht davor, auch Negatives anzusprechen.

BrigGen Michael Matz (Stv DivKdr der 1. PzDiv), im Gespräch mit den zahlreichen Zuhörern

Brigadegeneral Matz stellte heraus, dass die Verantwortlichen der Bundeswehr zwar einerseits gezwungen sind, den Mangel zu verwalten, andererseits allerdings immer mehr fordernde Aufgaben und Einsätze weltweit gestellt werden. Im Vergleich zu früheren Zeiten hätten sich die Rahmenbedingungen aus nationaler Sicht verschlechtert, obwohl die Aufträge steigen und die Einsätze herausfordernder werden. Nach der Bestandsaufnahme von Brigadegeneral Matz sei es dringend notwendig, Geld zu investieren, damit die deutschen Streitkräfte diese Aufgaben zukünftig weiterhin meistern können. Aktuelle Signale aus Berlin ließen zwar hoffen, die finanzielle Ausstattung müsse sich aber vor allem langfristig bessern.

Vor diesem Hintergrund sei die Aufstellung der VJTF (L) 2019, der „Speerspitze“ mit dem Auftrag der NATO, innerhalb von 48-72 Stunden an jedem Ort einsatzbereit zu sein, eine große Herausforderung gewesen. Der Auftrag, diese Kräfte personell und materiell aufzustellen, auszubilden sowie zu zertifizieren, verlangte in den zurückliegenden Jahren viel von den Streitkräften.

Im November 2018 fand in Norwegen mit 50.000 Soldatinnen und Soldaten das größte NATO-Manöver seit 20 Jahren statt und galt für die VJTF als Art „Stresstest“. Ein großer Anteil seines Vortrags fiel auf den Bericht und die Auswertung der Übung „Trident Juncture“, bei der die Bundeswehr mit der VJTF 2019 das zweitgrößte Kontingent der teilnehmenden Nationen stellte. Dieser Stresstest sei insgesamt gut bestanden worden. Als Grund dafür sieht er die hervorragende Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten und passende Rahmenbedingungen.

Die Teilalarmierung der VJTF (L) 2019 vor wenigen Tagen hätte bewiesen, dass die Verantwortlichen der Bundeswehr den Auftrag sehr ernst nehmen. Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, machte sich vor Ort ein Bild über den Ablauf und das Ergebnis der Alarmierung. Nach nur 48 Stunden standen 96% der alarmierten Soldaten für eine Verlegung bereit.

Doch Brigadegeneral Matz betonte in diesem Zusammenhang auch, dass nicht nur die finanzielle Ausstattung notwendig sei, um Aufträge erfüllen zu können, von größter Bedeutung dabei sei vor allem die Einsatzbereitschaft des einzelnen Soldaten. „Frauen und Männer der Bundeswehr machen diesen Unterschied aus“, so der General.

Am Ende seines Vortrages ging Brigadegeneral Matz auf die Fragen der Zuhörer ein, welche zahlreich und zu vielfältigen Themen gestellt wurden. Bei der Frage zu dem Thema der Wiedereinführung der Wehrpflicht äußerte er sich dahingehend, dass er diese nicht sinnvoll fände, da er es kaum für möglich hält, einen Wehrpflichtigen innerhalb weniger Monate so auszubilden, dass er den Aufgaben gewachsen wäre, die heute an einen Soldaten gestellt werden. Er ist zwar der Meinung, dass es jedem Menschen gut zu Gesicht stünde, ein Jahr für sein Land Dienst abzuleisten, dies müsste allerdings nicht unbedingt mit dem Tragen einer Uniform einhergehen, sondern dies sei in vielerlei Bereichen möglich, wie z.B. im sozialen.

( v. l. n. r. Oberst Klaus-Dieter Cohrs (Kdr AusbZTLS), BrigGen Michael Matz (Stv DivKdr der 1. PzDiv), Gastgeber Oberstlt Andreas Bock (Kdr LehrGrp A)

Im Anschluss an den Vortrag des Generals spiegelte sich das Interesse an diesem aktuellen Thema in der abschließenden Diskussionsrunde im Barraum der Betreuungsgesellschaft wider. Zahlreiche Teilnehmer nahmen diese Chance wahr, mit Brigadegeneral Matz direkt zu diskutieren. Dies rundete die überaus gelungene Veranstaltung ab.

 

Text:   Hptm Peil, Christian
Fotos: Frau Sensen, Sarah

Haus Rissen – Themenabend „Die Macht der Moschee“

Der bekannte TV-Journalist Dr. Joachim Wagner kommt in seinem Buch „Die Macht der Moschee“ zu dem Ergebnis, dass die kulturelle Integration in die deutsche Staats- und Gesellschaftsordnung bei der Mehrheit der Muslime gescheitert ist. Die Politik hat die tiefe Verwurzelung vieler Muslime im Islam und der von ihm geprägten Kultur unterschätzt. Angst  vor islamistischem Terrorismus und der Fremdheit des Islam mindern die Integrationsbereitschaft der deutschen Zivilgesellschaft. Die Schule, die wichtigste Integrationsagentur, ist mit dem Mehr-Fronten-Kampf Integration, EU- Binnenwanderung und Inklusion überfordert. Ohne eine radikale Umsteuerung der Zuwanderungspolitik wird sich die Kluft zwischen Muslimen und Nichtmuslimen vertiefen und die Gefahr sozialer und kultureller Konflikte steigen.

HAUS RISSEN wird am Montag, dem 29. April 2019, um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) mit Joachim Wagner über seine Thesen und sein brisantes Buch „Die Macht der Moschee“ diskutieren.

Weitere Information sowie die Anmeldemodalitäten entnehmen Sie bitte dem Download.

Seminar: Braucht Europa eine gemeinsame Außen-und Sicherheitspolitik?

Aus historischer Perspektive ist die europäische Integration eine beispiellose politische Erfolgsge­schichte. Doch die Akzeptanz und das Vertrauen in die europäische Idee scheint in vielen Mitglieds­staaten durch die Folgen der anhaltenden (weltweiten) Wirtschafts- und Finanzkrise getrübt: Pro­testparteien und Populisten konnten sich inzwischen in Europa als relevante politische Kräfte etab­lieren, obwohl eine Mehrheit der EU-Bürger eine Verbundenheit mit der EU empfindet und die Mit­gliedschaft in der EU positiv bewertet. Fakt ist: Die Zukunftsperspektiven, insbesondere die der jungen Menschen in der EU, könnten nicht unterschiedlicher sein. Wie denken die Menschen in NRW über Europa?

Europa ist zwar wirtschaftlich inzwischen auf Augenhöhe mit den USA, aber außenpolitisch oder gar militärisch wird die Europäische Union weltweit immer noch nicht entsprechend wahrgenommen. Sie ist dabei, ihren Weg der weltweiten Einflussnahme zu finden. Europa muss eine echte Außenpolitik und eine Verteidigungs- und Sicherheitspolitik entwickeln. Wir wollen in dem Seminar die Chancen und Herausforderungen der gemeinsamen Außen-und Sicherheitspolitik in Europa weiter denken.

Das Seminar: Braucht Europa eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik findet vom 03.Mai, 16:00 Uhr bis 05.Mai 2019, 16:00 Uhr im DJK, Bildungs-und Sportzentrum in Münster statt.

Wir bitten um Anmeldung bis zum 24.03.2019 mit dem entsprechenden Anmeldebogen.

Weitere Informationen:

Quelle:

Friedrich-Ebert-Stiftung e.V.
Landesbüro Nordrhein-Westfalen
Godesberger Allee 149
53175 Bonn

 

Neue Impulse für die Innere Führung, das Traditionsverständnis und die politische Bildung der Bundeswehr

Das FES-Landesbüro NRW lädt am 25. März herzlich zum nächsten Sicherheitspolitischen Forum NRW nach Bonn ein.

Die Innere Führung mit ihrem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ ist ein Markenzeichen der Bundeswehr und hat zentrale Bedeutung für die Verankerung der Truppe in der Gesellschaft. In der Bundeswehr, wie in der deutschen Öffentlichkeit, ist seit 2017 eine kontroverse Debatte über das soldatische Selbstverständnis, über Fragen der Traditionspflege sowie über grundsätzliche Führungsfragen entbrannt.
Dokumentierte Fälle von Mobbing und Erniedrigung von Soldat_innen während der Ausbildung, die Entdeckung von Wehrmachtsdevotionalien in einzelnen Kasernen, der Skandal um einen rechtsextrem eingestellten Offizier mit Terrorplänen sowie Medienberichte über ein mögliches rechtes Netzwerk in der Bundeswehr haben strukturelle Defizite in der Führungs- und Organisationskultur in den Blickpunkt der gesellschaftspolitischen Debatte gerückt.
In Folge dieser Debatte wurde zur Stärkung der Inneren Führung das Programm „Innere Führung Heute“ gestartet, ein neuer Traditionserlass herausgegeben und beschlossen, die Politische Bildung für Angehörige der Streitkräfte zu stärken.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wollen wir im Rahmen des Sicherheitspolitischen Forums NRW im Dialog von Politik, Bundeswehr und Wissenschaft folgende Fragen diskutieren:

  • In welcher Form besteht Handlungsbedarf, das Konzept der Innere Führung mit dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ weiter zu entwickeln?
  • Welche aktuellen Herausforderungen beeinträchtigen die praktische Umsetzung der Inneren Führung als Führungsphilosophie der Bundeswehr?
  • Was sind die zentralen Ziele des Programms „Innere Führung Heute“ und des neuen Traditionserlasses?
  • Welchen Beitrag können Maßnahmen der Politischen Bildung leisten und wie soll die Politische Bildung für Angehörige der Bundeswehr konkret gestärkt werden?

Wir laden herzlich ein, diese und Ihre Fragen gemeinsam mit unseren Podiumsgästen zu diskutieren!

Wir bitten Interessierte um Anmeldung über diesen Link.


Geplanter Ablauf:

  • 17.30 Uhr Begrüßung
    Arne Cremer, Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 17.45 Uhr Vortrag
    Generalmajor Reinhardt Zudrop, Kommandeur des Zentrums für Innere Führung
  • 18.15 Uhr Diskussionsimpulse
    Wolfgang Hellmich MdB, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des deutschen Bundestags
    Dr. Sabine Mannitz, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • 18.45 Uhr Anschließende Podiumsdiskussion
    Moderation: Hans-Joachim Schaprian, Oberst a.D.
  • 19.45 Uhr Veranstaltungsausklang bei abschließendem Imbiss

Haus Rissen – Themenabend „Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems“

Die vergangenen 30 Jahre haben ein altes Problem der Geopolitik Europas wieder neu aufleben lassen: Was ist die Rolle der Zentralmacht Deutschlands auf dem Kontinent? Führen seine Mittellage sowie seine wirtschaftliche und militärische Stärke nicht zwangsläufig zu einem neuerlichen Griff nach einer hegemonialen Position gegenüber anderen Staaten?

Deutschland steckt daher in einem Dilemma. Allenthalben wird erwartet, dass es politische Führung übernimmt. Doch wenn es dies tut, ist der Vorwurf der Dominanz sofort bei der Hand. Der bekannte Historiker und Intellektuelle Prof. Dr. Andreas Rödder erzählt in seinem jüngsten Buch die Geschichte, die dahinter steht: die Geschichte der deutschen Stärke in Europa sowie der Diskrepanz zwischen Selbstbildern und Außenwahrnehmung. Und er entwickelt konkrete Vorschläge, wie Deutschland in der aktuellen politischen Lage das Dilemma aufbrechen und seine Stärke für Europa einsetzen kann.

HAUS RISSEN hat Herrn Prof. Dr. Andreas Rödder, Lehrstuhlinhaber für Neueste Geschichte an der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, eingeladen, seine historischen Analysen und politischen Folgerungen einmal ausführlich vorzustellen und mit Ihnen die deutsche Außen- und Sicherheitspolitik zu diskutieren.

Zu unserem Themenabend „Wer hat Angst vor Deutschland? Geschichte eines europäischen Problems“ am Mittwoch, den 20. Februar 2019, um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) laden wir Sie herzlich zu uns in das HAUS RISSEN, Rissener Landstraße 193, 22559 Hamburg, ein.

Die Teilnahmegebühr für Vortrag mit anschließender Diskussion und einem kleinen Imbiss beträgt € 25,- (Förderkreismitglieder € 15,- / junge Menschen in der Ausbildung und Arbeitslosengeldbezieher € 5,-) und ist an der Abendkasse zu entrichten. Unsere externen Gäste haben die Möglichkeit, in unserem neuen Hotel VILLA RISSEN hier auf dem Campus zu übernachten (Zimmerpreise EZ ab 89 €, DZ ab 99 € zzgl. Frühstück).

Bitte lassen Sie uns mit dem anhängenden Antwortfax bis zum 14. Februar 2019 wissen, ob wir mit Ihnen rechnen dürfen.

 

Quelle:

Dr. Philipp-Christian Wachs
Geschäftsführender Vorstand
Haus Rissen