Pressemitteilung – Dänemark und Deutschland erhalten modernste Versionen des LEOPARD 2

Krauss-Maffei Wegmann (KMW) hat die modernsten Leopard 2 Versionen an Dänemark und Deutschland übergeben. Frank Haun, Vorsitzender der Geschäftsführung von KMW, überreichte dem Botschafter des Königreichs Dänemark, Friis Arne Petersen, und dem Parlamentarischen Staatssekretär bei der Bundesministerin der Verteidigung, Dr. Peter Tauber, die symbolischen Schlüssel der beiden ersten Fahrzeugsysteme.

Beide Nationen erhalten vergleichbare Varianten des Leopard 2 A7 Kampfpanzers. Schutz, Mobilität, Feuerkraft und Führbarkeit wurden signifikant erhöht. Zu den wesentlichen Merkmalen gehören ein noch höheres Schutzniveau, eine leistungsstarke Stromversorgung, neue ABC- und Klimaanlagen sowie die Integration von C4 I Systemen, um den Anforderungen einer modernen vernetzten Operation gerecht zu werden. Die Modernisierung des Antriebstranges und eine weitere Optimierung der Waffenstabilisierung bei Fahrt verstärken Agilität und Kampfkraft der Fahrzeuge.

Die Dänische Armee wird bis 2022 insgesamt 44 Leopard 2 A7 erhalten. Der deutschen Bundeswehr werden 104 Leopard 2 A7V bis 2023 zulaufen.

Unser neuer korporativer Partner – WIMCOM GmbH

WIMCOM ist eine Unternehmensberatung, die ausschließlich im Military Business berät und unterstützt.

WIMCOM ist der Spezialist für Geschäftsanbahnungen im Military Business für kleine bis große Unternehmen aus NATO/EU-Staaten, die ihre Produkte und Dienstleistungen in diesem Markt (Domain B2M – Business to Military) anbieten möchten.

Darüber hinaus entwickelt WIMCOM für die Streitkräfte Optimierungskonzepte im Bereich der Logistik und unterstützen bei Bedarf bis zur Umsetzung.

Wir verfügen über ein Expertenteam von „hands on“ Spezialisten im Military Business (ehemalige Offiziere/Beamte etc.), die einerseits für BMVg / Bundeswehr / NATO und andererseits in der Wirtschaft in Führungsfunktionen gearbeitet haben.

WIMCOM entwickelt als B2M-Competence Center einerseits Lösungskonzepte für Unternehmen oder Streitkräfte und unterstützt andererseits bei der zeitgerechten und wirkungsvollen Umsetzung.

Ansprechpartner: Ulrich Krompaß (u.krompass@wimcom.de)

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Newsletter Verteidigung 43/2019

Ein besonderes Angebot für unsere Mitglieder ist der Newsletter Verteidigung.

Der Newsletter Verteidigung (NV) wird vom Verlag Deutsche Spezialmedien veröffentlicht und präsentiert sich im neuen, zeitgemäßen Design. Diesen Newsletter bieten wir als Lizenznehmer 1-mal pro Woche (Dienstag) unseren Mitgliedern kostenfrei  in diesem Portal an.

 

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Die aktuelle Ausgabe stellen wir unseren Mitgliedern jeden Dienstag als Download zum Herunterladen bereit.

 

Themen dieser Ausgabe :

  • Vorwort von Rainer Schuwirth
  • Deutsche Natürliche Intelligenz vs. Globale Künstliche Intelligenz
  • Anforderungen an den Sicherheitsapparat der Zukunft
  • Vertrauenswürdige IT in der Bundeswehr
  • Cybersecurity und -defence mit KI-Unterstützung?!
  • Risiken verstehen, Chancen nutzen

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Deutscher Logistik-Kongress 2019 vom 23.10. bis 25.10.2019 in Berlin

Der 1. Vorsitzende Kameradschaft NORDWEST Oberst Arnd Frie und der Geschäftsführer NORDWEST Oberstleutnant a.D. Michael Janczyk besuchten auf Einladung der BVL und des Vorsitzenden der Geschäftsführung Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer den diesjährigen Kongress.

Mutig machen

„Mutig machen“ war das Motto des Deutschen Logistik-Kongresses 2019. Politisch-gesellschaftliche Veränderungen sowie technologische Dynamiken erfordern beherztes Anpacken, Courage, gegenseitige Ermutigung. All das steckt in diesem Leitgedanken.

Er fordert in doppeltem Wortsinne zum Tun auf: Nicht in „German Angst“ verharren, sondern den Herausforderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unverzagt und tatkräftig begegnen. Mutig machen, zum Beispiel in Bereichen wie Digitalisierung, neue Technologien, Mensch-Maschine-Interaktion, neue Arbeitszeitmodelle. Ideen tatsächlich umsetzen und nicht immer wieder darüber diskutieren oder Gründe finden, warum alles so schwierig ist. In der Lean-Production-Zeit gab es einen Schlachtruf und der hieß „Machen statt Planen“, also ausprobieren, prüfen, weiter verbessern, prüfen, usw. Im übertragenen Sinne gilt dies heute wieder, weil Technologie/IT so schnell fortschreitet, dass abwarten, zuschauen oder lange planen die falschen Strategien sind.

Gleichzeitig gilt es, Menschen zu ermutigen, Themen aufzugreifen, sich zu engagieren, unbekanntes oder neues Terrain zu vermessen, Risiken kalkuliert einzugehen, weiterzumachen und anzupacken. Es gilt, uns gegenseitig zu ermuntern, den Wirtschaftsbereich Logistik selbstbewusst in seiner Vielfalt der Aufgaben darzustellen und nach außen zu vertreten.

Wie brachte der große Unternehmer und Innovator Henry Ford es so griffig auf den Punkt: „Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken.“ Logistiker sind Macher – Wirtschaftsmacher. Sie packen an und Sie wissen um die Notwendigkeit schneller zu werden, kundenorientiert und in Zukunft noch kollaborativer zu arbeiten als auch technische Herausforderungen anzunehmen.

Robert Blackburn Vorsitzender des Vorstands Bundesvereinigung Logistik (BVL), Vorstand Global Supply Management, Stanley Black & Decker, New Britain, Connecticut, USA

eröffnete den Deutschen Logistik – Kongress 2019 in Berlin vor 3500 Teilnehmern.

Robert Blackburn Vorsitzender des Vorstands Bundesvereinigung Logistik

Mutig machen – Inspire • Encourage • Act

Beherztes Anpacken, Courage zum Beschreiten neuer Wege und fröhliche gegen-seitige Ermunterung: Unser Kongress und die BVL selbst dürfen und sollen sich mutig immer wieder neu erfinden und couragiert wichtige Themen und Projekte anpacken, um Menschen zu Innovationen anzuspornen. Auf dem Kongress finden Sie Zahlen, Daten, Fakten, Know-how und Erfahrung, um Trends erkennen und Strategien entwickeln zu können.

 

Am ersten Tag zählte zu den Höhepunkten der Besuch und Vortrag des Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Herr MdB Andreas Scheuer.

Digital, vernetzt, klimafreundlich – Verkehrspolitik für eine erfolgreiche Zukunft „Mutig machen“

dieser Konferenztitel passt perfekt zur Politik des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Unsere Schienen-, Straßen-, Wasser- und Luftwege sind die Basis für unsere Erfolge als Logistikweltmeister. Wenn wir jetzt mutig und konsequent die Chancen der Digitalisierung und des technischen Fortschritts nutzen, können wir Abläufe, Transporte und Prozesse ganz neu organisieren: digital, vernetzt und klimafreundlich. Dafür setzen wir umfangreiche Maßnahmen um – vom „Innovationsprogramm Logistik 2030“ bis zum „Aktionsbündnis Kombinierter Verkehr“.

Der Abend des ersten Tages wurde mit einem Galaabend beendet. Zu Beginn des Bühnenprogramms hieß Michael Müller als Regierender Bürgermeister die Gäste des Logistik-Kongresses in Berlin herzlich willkommen. Im darauf folgenden Programmteil stand die chinesische Belt-and-Road-Initiative im Fokus. Es wurde dabei den Fragen nachgegangen, welche Chancen diesem viel beach-teten Projekt innewohnen und wo sich neue Möglichkeiten für Unternehmen ergeben könnten. Ein wegweisendes Beispiel für den deutsch-chinesischen Brückenschlag ist der Duisburger Hafen – als Hub im Westen der neuen Seidenstraße, die viele Länder verbinden wird. S. E. Wu Ken, Botschafter der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland, und Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, traten mit Prof. Thomas Wimmer über die Bedeutung globaler Warenströme als Brückenbauer zwischen Volkswirtschaften in den Dialog.

Die Verleihung des Deutschen Logistik-Preises 2019 war dann ein weiterer besonderer Höhepunkt des Galaabends. Aus dem starken Bewerberfeld hat die Jury mit ihrem neuen Vorsitzenden Matthias Wissmann drei Finalisten nominiert. Dies waren AIRBUS, LOXXESS und die BMW Group. Der zweite und dritte Platz lagen in der Bewertung ganz eng beisammen, sodass gleichzeitig AIRBUS und LOXXESS auf der Bühne gewürdigt wurden.

Der diesjährige Logistik Preis 2019 ging damit dann an die BMW Group.

Am zweiten Tag gilt es den Vortrag von Generalleutnant, Michael Vetter BMVg und dem Autor und Publizisten Sascha Lobo hervorzuheben. Die Moderation übernahm der Journalist Moritz Döbler, vom Weser-Kurier Mediengruppe Bremen.

v.l. Michael Vetter Generalleutnant, Abteilungsleiter Cyber/Informationstechnik und Chief Information Officer, Bundesministerium der Verteidigung, Berlin, Beirat, BVL, MODERATION Moritz Döbler Journalist, Weser-Kurier Mediengruppe, Bremen und Sascha Lobo Autor und Publizist, Berlin

Bundeswehr 4.0 – zur digitalen Transformation der Bundeswehr

Die digitale Transformation ist für die Bundeswehr als einen der größten Arbeitgeber Deutschlands genauso wie für andere Großorganisationen eine der bedeutendsten Herausforderungen dieser Dekade. Der mit der digitalen Transformation verbundene Wandel hat Auswirkungen auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Digitalisierung eröffnet der Bundeswehr neue Möglichkeiten und Chancen – sowohl physisch als auch virtuell. Der Cyber- und Informationsraum erzeugt aber auch neue Risiken, Gefahren und Herausforderungen, die die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland betreffen. Wie begegnet die Bundeswehr diesen Risiken und Gefährdungen? Welchen Beitrag leistet sie zur gesamtstaatlichen Cybersicherheit, und wie gestaltet sie aktiv den digitalen Wandel? Dazu referierte Generalleutnant Vetter in seinem Vortrag.

 

Von der Sicherheit im Kopf

Die meisten Laien halten Sicherheit für eine Frage der Technologie. Das ist zwar nicht falsch, aber unvollständig. Denn wer – wie für die Logistik notwendig – auf der gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Ebene von Sicherheit spricht, muss zugleich über digitale Bildung und ein Grundverständnis des Internets sprechen. Und das hat weniger mit Programmierfragen zu tun als vielmehr mit einem Gespür für die digitale Welt und deren Zukunft. Der Vortrag von Sascha Lobo betrachtete das Thema Sicherheit nicht aus technologischer Sicht, sondern aus der des gesellschaftlichen Wandels.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL

Am dritten Tag verabschiedete Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer die zahlreichen Logistiker und gab den Ausblick für das Jahr 2020.

+ am 16. April 2020 Tag der Logistik und

+ vom 21. – 23. Oktober 2020 der Deutsche Logistik – Kongress in Berlin

(Autor/Quelle/Fotos Pressestelle BVL, Oberstlt a.D. Michael Janczyk)

 

Strategie der Reserve

Die Bundesministerin der Verteidigung Annegret Kramp-Karrenbauer hat auf der Jahrestagung der Reserve am 18. Oktober 2019 in Berlin die neue Strategie der Reserve als Folgepapier der Konzeption der Reserve von 2012 in Kraft gesetzt.

Die internationale Ordnung bewegt sich. Die veränderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen in Europa führen Deutschland zur Rückbesinnung auf die Landes- und Bündnisverteidigung. Im Hinblick auf die stetig steigende Bedeutung der Reserve für die Bundeswehr und auch für die Gesellschaft ist die Herausgabe der Strategie der Reserve ein wichtiger Schritt.

Die Reserve gewährleistet den Aufwuchs der Streitkräfte, verstärkt die Einsatzbereitschaft und erhöht die Durchhaltefähigkeit im gesamten Aufgabenspektrum der Bundeswehr, insbesondere für den Auftrag der Landes- und Bündnisverteidigung. Weiterhin ist die Reserve ein Mittler und Multiplikator für die Bundeswehr in der Gesellschaft.

Schrittweise Umsetzung
Die Ziele und Vorgaben der Strategie der Reserve werden schrittweise und im Einklang mit der Entwicklung des Fähigkeitsprofils der Bundeswehr mit Ausrichtung auf das Jahr 2032+ umgesetzt. Dafür bildet ein Implementierungsplan die Grundlage der weiteren Arbeit.

Die wichtigsten Kernelemente der Strategie der Reserve sind im folgenden Schaubild schlagwortartig dargestellt.

 

Systematik und Schwerpunkt

Das Aufgabenspektrum der Reserve leitet sich aus den im Fähigkeitsprofil geforderten Fähigkeiten der Bundeswehr ab. Der Schwerpunkt der künftigen Reserve ist auf die strukturgebundene Verstärkungsreserve gerichtet und damit insbesondere auf die Ergänzungstruppenteile, die Kräfte der regionalen Sicherung und Unterstützung (RSU) und auf Kräfte des Feldersatzes.

Grundbeorderung und Freiwilligkeit

Zukünftig werden die Soldatinnen und Soldaten unmittelbar nach Abschluss ihrer aktiven Dienstzeit im Rahmen einer Grundbeorderung für die Dauer von sechs Jahre auf Dienstposten in der Reserve eingeplant – entsprechend ihrer während der aktiven Dienstzeit erworbenen Qualifikation. So wird sichergestellt, dass im Konfliktfall auf gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten zurückgegriffen werden kann. Das Freiwilligkeitsprinzip für den Reservistendienst im Frieden bleibt bestehen.

Verlässliche Verfügbarkeit

Ziel ist es, möglichst viele Reservistinnen und Reservisten für Ausbildung und In Übung halten im Frieden verlässlich verfügbar zu haben. Hierzu bedarf es dauerhafter Anstrengungen und vielfältiger, differenzierter und gezielter Attraktivitätsfaktoren, um Anreize zu schaffen. Im Dialog mit den Arbeitgebern soll deren Bereitschaft gefördert werden, bei ihnen beschäftigte Reservistinnen und Reservisten verlässlich für Reservistendienste freizustellen.

Ausstattung und Ausbildung

Die Kräfte der Territorialen Reserve sowie die Ergänzungs- und Feldersatztruppenteile werden gemäß ihrem Auftrag ausgestattet. Die materielle und infrastrukturelle Ausstattung soll die Reserve in die Lage versetzten, die Ihr zugewiesenen Aufträge erfolgreich zu erfüllen. Regelmäßiges In Übung halten und Ausbildung leisten einen nachhaltigen Beitrag, um die Einsatzbereitschaft zu erreichen. Zudem werden so die Abholpunkte für eine Krisenausbildung erreicht.

Aufwuchs und Verankerung

Ein zügiger und umfänglicher Aufwuchs der Bundeswehr wird durch beorderte Reservistinnen und Reservisten gewährleistet. Die Reserve fördert die Verankerung der Bundeswehr in der Gesellschaft und trägt nicht zuletzt auch zu einem besseren Gemeinschaftsverständnis von Aktiven und Reservisten bei.

Weitere Informationen:

 

Quelle:

https://www.reservisten.bundeswehr.de
Autor: KompZResAngelBw

Newsletter Verteidigung 42/2019

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Themen dieser Ausgabe :

  • 40 Jahre Leopard 2
  • Übung Common Effort in Berlin
  • Sanitätsübung Toxic Trip
  • 60. Ausbildungsjahrgang in Wunstorf
  • Military World Games eröffnet
  • Deutsch- Amerikanische Reunion

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Newsletter Verteidigung 41/2019

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Themen dieser Ausgabe :

  • ILÜ Munster 2019
  • Operation Borkenkäfer
  • Indienststellung MMK Wilhelmshafen
  • BGM als Erfolgsgeschichte
  • Vorbereitungen für 7. Military World Games laufen
  • Bürokratieabbau bei Werbeartikeln

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Kameradschaft AACHEN/ESCHWEILER beim Autoscheibenhersteller Saint-Gobain Sekurit GmbH zu Besuch

Jeder kennt sie noch, die Oldtimer aus der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts, als rundum offene Automobile ohne Scheiben die Regel waren. Die meist männlichen, seltener weiblichen Fahrer trugen Lederhauben und Brillen zum Schutz gegen Fahrtwind und Staub. Erst im Jahre 1904 wurde die Windschutzscheibe erfunden. Sie übernahm eine wichtige Funktion zum Schutz der Passagiere vor frontal auftretenden äußeren Einflüssen. Ab Mitte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts begann dann der Siegeszug des Verbund-Sicherheitsglases. Ein als Verbund-Sicherheitsglas bezeichnetes Material besteht aus drei Schichten, einer inneren Schicht aus Polyvinylbutyral und zwei Deckschichten aus gehärtetem Klarglas. Der große Vorteil von Verbund-Sicherheitsglas ist, dass es sich leicht bei Belastung verformt und insgesamt einen sicheren Schutz gegen Splitter bietet und somit dem gesetzlich vorgeschriebenen Standard entspricht.

Dies alles und noch viel mehr erfuhren 28 Teilnehmer der Kameradschaft AACHEN/ESCHWEILER in einem Einführungsvortrag bei Saint-Gobain Sekurit GmbH in HERZOGENRATH, nachdem sie durch die Assistentin der Geschäftsführung in Empfang genommen, mit den entsprechenden Zugangsberechtigungen (Besucherausweis, Sicherheitsausrüstung) ausgestattet und zur theoretischen Einweisung durch den Produktionsleiter in den Vortragsraum geführt wurden.

Der Sicherheitsbeutel (Schuhe, Warnweste,Schutzbrille, Gehörschutz)

In Deutschland ist Sekurit an vier Standorten vertreten. Jedoch der größte Produktionsstandort und zugleich Firmensitz ist in HERZOGENRATH bei AACHEN. Hier arbeiten ca. 450 Mitarbeiter in den Bereichen Verwaltung, Fertigung, in der eigenen Ausbildungseinrichtung, genannt Saint-Gobain Academy 4.0, sowie im F&E-Zentrum Saint-Gobain Research Germany. Jährlich verlassen ca. 12.000.000 Autoscheiben unterschiedlicher Größen und Funktionalitäten für fast alle europäischen Automobilmarken das Werk in HERZOGENRATH.

Saint-Gobain Sekurit versteht sich als der Technologievorreiter, Innovator und Produktionsentwickler eines weltweiten führenden Konzernes im Bereich der Fahrzeugverglasung.

Bereits in den 1920-er Jahren präsentierte Saint-Gobain das Sicherheitsglas Securit. 1929/1930 wurde das Einscheiben-Sicherheitsglas, das bis in die heutige Zeit als Standard-Sicherheitsglas im Automobilbau verwendet wird, von Saint-Gobain auf den Markt gebracht.

Heute gehören zu deren Portfolio Entwicklungen von Windschutzscheiben über Türscharniere bis hin zur Dämmung von Fahrzeugkabinen. Saint-Gobain Sekurit entwickelt weiterhin eine Vielzahl innovativer Lösungen für führende Automobilhersteller. Das sind unter anderem Lösungen zur Verringerung des Kraftstoffverbrauchs, für Sensoren für Scheibenwischer und Licht, integrierte LED und Antennen, Spiegelung von Armaturen, Navigationsdaten sowie weitere für Sicherheitsaspekte, akustischen und thermischen Komfort sowie Konnektivität.

Wie werden Autoscheiben hergestellt?

Da Autoscheiben verschiedene wichtige Eigenschaften besitzen, so müssen sie

  • über einen langen Zeitraum hinweg klar und durchsichtig bleiben,
  • aus widerstandsfähigen Materialien hergestellt sein,
  • Autodächer bei Unfällen mit Überschlägen als tragendes Element unterstützen können,
  • stark genug sein, um kleineren Kollisionen zu widerstehen und, besonders wichtig,
  • durch Splittersicherheit verhindern, dass bei größeren Unfällen Glassplitter durch die Luft fliegen,

wurde zuerst in der Theorie die Glasbiegeverfahren erklärt.

Der überwiegende Teil der Scheiben, die in Fahrzeuge eingebaut werden, ist gebogen. Als zwei wesentliche Biegeverfahren kommen entweder das Schwerkraftbiegeverfahren oder das Pressbiegeverfahren mit ihren Abweichungen in Frage.

Beim Schwerkraftbiegeverfahren im “Horizontalverfahren“ werden beide Scheiben eines Verbundglases, das sogenannte Glaspaar, auf das Biegewerkzeug, die Biegeform, gelegt und werden anschließend in einem Biegeofen erwärmt. Durch die Viskositätsänderung des Glases, die Schwerkraft und die Kinematik des Biegewerkzeuges, schmiegt sich die Scheibe in die Biegeform und erhält somit die gewünschte Form und Geometrie.

Das Pressbiegen erfolgt ebenfalls im Horizontalverfahren. Nachdem die Scheibe auf Rollgängen durch einen Ofenkanal transportiert und auf Biegetemperatur erwärmt wurde, erhält sie ihre endgültige Form durch einen Pressvorgang mittels eines zweiteiligen Stempels, der aus Patrize (Positiv) und Matrize (Negativ) besteht. Das Pressbiegeverfahren stellt den neuesten Stand der Glasbiegetechnik dar, gewährleistet geringste Biegetoleranzen und ermöglicht so, die gewünschte Form der Scheibe exakt bis zur Glaskante auszuformen.

Beim Glasbiegen im “Vertikalverfahren“ werden die Scheiben an mehreren Zangen an einer Kante aufgehängt und durchfahren so einen Ofen. Nach dem Austritt aus dem Ofen werden die Scheiben, ähnlich wie beim Pressbiegeverfahren, in ihre Form gebracht. Dieses Verfahren wird meisten bei Seitenscheiben aus Einscheibensicherheitsglas (ESG) angewendet, weil nach dem Biegen die Scheibe durch eine beidseitig wirkende Luftdusche vorgespannt wird.

Nach diesem auch für Nichttechniker sehr verständlichen Vortrag ging es endlich zur Produktionshalle, einer riesigen, mehrere Fußballfelder großen Halle mit 4 Produktionslinien für die Herstellung unterschiedlicher Scheiben.

Der Produktionsprozess

Der Herstellungsprozess beginnt mit der Anlieferung des Rohglases aus dem danebenliegenden, jedoch eigenständigen Werk „Saint-Gobain Floate Glass“.

Dieses vorgetemperte Glas in den Größen 6mx4m wird anschließend mit Hilfe von Diamantschneidwerkzeugen, quasi einem Glasschneider, in die benötigten Größen (Front-, Heck-, Seitenscheiben sowie Glasdächer) geschnitten. Die Glasplatte wird dann auf oder in eine Gussform gelegt, die die gewünschte Form und Biegung der Scheibe aufweist. Dort wird das Glas genau so weit aufgeheizt, dass es weich wird ohne zu schmelzen und so auf oder in die Gussform absinkt. Anschließend wird es durch kalte Luftströme extrem schnell abgekühlt. Dieses Tempern stärkt und härtet das Glas in hohem Maße.

Im letzten Schritt zur Herstellung von Verbundglasscheiben wird eine Lage getemperten Glases auf jede Seite einer sehr dünnen Schicht aus Polyvinylbutyral (PVB) aufgebracht. Der Verbund wird in einem Autoklaven erhitzt und zwischen Rollen gepresst. Dieser Schritt macht das PVB transparent und verschmilzt die Glaslagen und das PVB zu einer einzigen Verbund-Sicherheitsglasscheibe.

In das nun schon einer richtigen Autoscheibe ähnelnte Glas können nun verschiedene Sensoren, Zusatzfunktionen und Auflagen der Autohersteller eingearbeitet werden. Diese reichen von Regensensoren bis zu Vielzweckantennen oder wasserabweisenden Beschichtungen. Zusätzlich versieht Saint-Gobain jede Scheibe mit ihren individuellen Herstellungsparametern. Damit können Fehler oder Reklamationen jederzeit punktuell nachvollzogen werden.

Nach den Zwischen- und Endkontrollen wäre jetzt die Windschutzscheibe fertig zum Einbau und könnte mit Hilfe von speziellen polyurethan- oder „urethan-“haltigen Primern, Kleb- und Dichtstoffen in die Karosserie des Fahrzeugs eingeklebt werden. Dies geschieht dann nach dem Versenden in den Werken der jeweiligen Autohersteller.

Das Bemerkenswerteste unseres Besuches war jedoch die Produktionslinie im Industriestandard 4.0. Hier lief der Herstellungsprozess der Autogläser überwiegend autonom ab, nur gesteuert aus einem Container anhand von riesigen Wandmonitoren, die interaktiv alle Parameter, wie Energieverbrauch, hergestellte Stückzahlen, Funktionsfähigkeit einzelner Arbeitsschritte und Maschinen ebenengerecht abbilden. Dies setzt natürlich eine Vernetzung alleine von über 4.500 verbauten Sensoren voraus. So war es eigentlich nur logisch, dass in der riesigen Produktionshalle kaum Mitarbeiter zu sehen waren. Die Masse der Arbeiten erledigten Automaten, Roboter und Förderbänder. Wenn nötig, lieferten autonom fahrende Transportmaschinen auf festgelegten Strecken halbfertige Produkte von einem Band zum anderen. So muss man sich eben die Fabriken der Zukunft vorstellen

Am Ende der Führung übereichte unser Vorsitzender, Oberst a.D. Günter Selbert, unser Vereinswappen an die Assistentin der Geschäftsführung und bedankte sich für diese gut durchdachte und sehr beeindruckende Führung durch den Produktionsprozess von Autoscheiben.

Im Anschluss war es selbstverständlich, das eben Erlebte in gemütlicher Runde in der nahegelegenen Kloster Brasserie der altehrwürdigen Abtei Rolduc in KERKRADE, eines der wichtigsten religiösen Denkmäler der Niederlande und des größten Abteikomplexes der Benelux-Länder insgesamt, bei Kaffee mit Kuchen ausklingen zu lassen.

Die Teilnehmer in gemütlicher Runde

Autor und Fotos: Oberstleutnant a.D. J. Steibel

Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – Oktober 2019

I. Personalveränderungen in militärischen Spitzenstellen

Im Oktober 2019 werden folgende Personalmaßnahmen wirksam:

Streitkräftebasis

Admiral Manfred NIELSON, zuletzt Deputy Commander Supreme Allied Command Transformation in Norfolk/USA, tritt in den Ruhestand.

Generalleutnant Peter Paul Jakob BOHRER, Stellvertretender Inspekteur Streitkräftebasis, Bonn, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Generalleutnant Jürgen WEIGT, Commander EUROKORPS, Straßburg/FRA.

Flottillenadmiral Thomas Josef ERNST, zuletzt an der Marineschule Mürwik, Flensburg, eingesetzt, tritt in den Ruhestand.

Brigadegeneral Helmut August DOTZLER, Kommandeur Landeskommando Bayern, München, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Brigadegeneral Thomas HAMBACH, Stellvertretender Kommandeur Logistikkommando der Bundeswehr, Erfurt. Ihm folgt Oberst Robert WILHELM, Referatsleiter Führung Streitkräfte I 4 im Bundesministerium der Verteidigung, Bonn.

Flottillenadmiral (TR) Stefan Dieter PAULY, Assistant Chief of Staff J 2 Joint Force Command Naples/ITA, wird Chief of Staff Joint Force Command Norfolk/USA. Ihm folgt Flottillenadmiral Michael Karl Josef KULLA, Vizepräsident Bundesamt für den militärischen Abschirmdienst, Köln. Ihm folgt Oberst Dr. Frank Bruno UTZERATH, Referatsleiter Planung II 5 im Bundesministerium der Verteidigung, Bonn.

Cyber- und Informationsraum

Brigadegeneral Roland BRUNNER, Kommandeur Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr und Leiter Geoinformationsdienst der Bundeswehr, Euskirchen, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Oberst Peter Heinrich Adam Amadeus WEBERT, zuletzt Referatsleiter Cyber/Informationstechnik II 8 im Bundesministerium der Verteidigung, Berlin.

Luftwaffe

Generalmajor Günter Erhard GIESA, Chef des Stabes Kommando Luftwaffe, Berlin, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Brigadegeneral Wolfgang OHL, Unterabteilungsleiter Politik II im Bundesministerium der Verteidigung, Berlin.

Heer

Generalmajor Reinhard WOLSKI, Amtschef Amt für Heeresentwicklung, Köln, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Brigadegeneral Bernhard LIECHTENAUER, Chef des Stabes Amt für Heeresentwicklung, Köln. Ihm folgt Brigadegeneral Heiko KROGMANN, zuletzt im Amt für Heeresentwicklung, Köln, eingesetzt.

Generalmajor Josef Dieter BLOTZ, zuletzt im Einsatzführungskommando der Bundeswehr, Schwielowsee, eingesetzt, wird Deputy Commander EUROKORPS, Straßburg/FRA.

Brigadegeneral Stefan Ulrich GEILEN, Deputy Chief of Staff Assistance & Influence EUROKORPS, Straßburg/FRA, wird im Amt für Heeresentwicklung, Köln, eingesetzt.

Generalarzt (TR) Dr. med. Dirk-Friedrich KLAGGES, Generalarzt Heer im Kommando Heer, wird Director Military Medicine Centre of Excellence, Budapest/HUN.

Marine

Flottillenadmiral Rainer Wilhelm ENDRES, Abteilungsleiter Personal/Ausbildung/Organisation im Marinekommando, Rostock, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Kapitän zur See Andreas Markus MÜGGE, Referatsleiter Strategie und Einsatz III 4 im Bundesministerium der Verteidigung, Berlin.

Sanitätsdienst

Generalarzt Dr. med. Joachim Jürgen HOITZ, Kommandeur und Ärztlicher Direktor Bundeswehrkrankenhaus Hamburg, tritt in den Ruhestand. Sein Nachfolger wird Admiralarzt Dr. med. Knut Otto Karl REUTER, Kommandeur und Ärztlicher Direktor Bundeswehrkrankenhaus Berlin. Ihm folgt Oberstarzt Prof. Dr. med. Horst-Peter BECKER, Leiter Zentrales Klinisches Prozess-, Leistungs- und Ressourcenmanagement im Bundeswehrkrankenhaus Ulm.

II. Personalveränderungen in zivilen Spitzenstellen

Nachmeldungen:

Bundesministerium der Verteidigung

Der Arbeitnehmer Christian THIELS nimmt seit 2. August 2019 die Leitung des Presse- und Informationsstabes und die Aufgaben des Sprechers des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin wahr.

Ministerialdirektor Dr. Géza Andreas VON GEYR, zuletzt Abteilungsleiter Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wurde mit Wirkung vom 21. Juli 2019 in den Geschäftsbereich des Auswärtigen Amtes zurückversetzt. Ihm folgte zum 15. August 2019 Botschafter Dr. Detlef WÄCHTER, zuvor Botschafter der Bundesrepublik Deutschland in Daressalam/Tansania.

Dem Arbeitnehmer Nico LANGE wurde mit Wirkung vom 5. September 2019 die Leitung des Leitungsstabes des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin übertragen.

Zum 1. Oktober 2019 wird folgende Personalveränderung wirksam:

Dr. Karl-Heinz KAMP, Präsident der Bundesakademie für Sicherheitspolitik in Berlin, wechselt mit Ende seiner 4-jährigen Amtszeit in das Bundesministerium der Verteidigung in Berlin. Ihm folgt Ministerialdirigent Ekkehard BROSE, zuletzt Beauftragter für zivile Krisenprävention und Stabilisierung im Auswärtigen Amt in Berlin.

 

Quelle:
Bundesministerium der Verteidigung
Autor: BMVg Presse- und Informationsstab

ESG Elektroniksystem- und Logistik-GmbH – Datenanalyst (m/w/d)

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  • Erstellen von Datenanalyseberichten
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WEIL SIE ES KÖNNEN.

  • Abgeschlossene technische Ausbildung
  • Erfahrung in der wehrtechnischen Industrie wünschenswert
  • Gute Kenntnisse der Methoden und Werkzeuge zur Datenanalyse
  • Gute Kenntnisse in PC-Standard-/Anwendersoftware, vorzugsweise MS Access und MS Excel
  • Fundierte Kenntnisse der logistischen Verfahren der Bundeswehr wünschenswert
  • Gute Deutsch- und Englischkenntnisse in Wort und Schrift

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Ansprechpartner: Frau Maria Rems
TEL: 089 / 92161-4881