Die Deutsche Marine setzt bei der Ausbildung ihrer NH90NTH Sea Lion-Hubschrauberbesatzungen erneut auf die Simulationsexpertise Rheinmetalls. Im Dezember 2020 erhielt das Unternehmen über die europäische NH90-Beschaffungs-und Managementorganisation NAHEMA den Auftrag, eine Asterion-Klassenraumlösung an das Marinefliegergeschwader 5 in Nordholz zu liefern. Die Auslieferung wird noch 2021 erfolgen.
Der digitale Asterion-Klassenraumdient der Ausbildung des Wartungspersonals des neuen Marinetransporthubschraubers (Naval Transport Helicopter, NTH) NH90 NTH Sea Lion. Hierzu umfasst die Anlage unter anderem ein Softpanel-Cockpitmit Darstellung der Instrumente über Touchscreens sowie einen für die Marinehubschrauberausbildung erforderlichen Missionskonsole-Trainer, AsterionSoftware, Desktop Hardware sowie Tablets.
Asterionist ein modernes, integriertes ganzheitliches Trainingskonzept für alle Trainingsphasen. Es simuliert das Verhalten sämtlicher Systeme des Hubschraubers originalgetreu wie z.B. hydraulische, elektrische oder taktische Systeme.
Die in Kürze stattfindende Auslieferung des digitalen Asterion-Klassenraumes stellt einen weiteren Vertriebserfolg bei derBundeswehr dar. Die Asterion-Simulationssoftware wurde in ähnlicher Form bereits in das Funktionale Cockpit des Maintenance Training Rigs NH90 NTH integriert. Diese Anlage wird ebenfalls bei dem Marinefliegergeschwader 5 für die Ausbildung des Wartungspersonals genutzt. Auch das Heer nutzt Asterion-Simulationstechnologie bei seinen Ground-Crew-Trainingssystemen am Internationalen Hubschrauber Ausbildungszentrum in Faßberg. Hier wird das Wartungs-und Instandsetzungspersonal der Heeresflieger auf drei original getreuen Cockpitnachbauten von Rheinmetall hinsichtlich der Bedien-und Wartungsprozeduren für die Heeresvariante des NH90 geschult.
Das NH90-Programm gilt als größtes europäisches militärisches Hubschrauberprogramm, an welchemRheinmetall nun mit weiteren Ausbildungsmitteln beteiligt ist. Bei der NH90-Beschaffungs-und Managementorganisation NAHEMA ist nun auch die Asterion-Simulation gelistet und damit für alle NH90-Nutzernationen beschaffbar. Weitere NH90-Nutzernationen haben bereits großes Interesse an dem Konzept bekundet.
Die Deutsche Marine hat die ersten NH90 NTH Sea Lion-Mehrzweckhubschrauber mittlerweile übernommen und kann inder Zukunft mit den Rheinmetall Simulatoren die ganzheitliche Ausbildung des Wartungspersonals durchführen. Die Ausbildung-und Umschulung des Personals auf dem neuen, sehr komplexen Hubschrauber ist gerade in der Anfangsphase von höchster Priorität.
Die Bundeswehr hat Rheinmetall mit der Lieferung weiterer schwerer Sattelzugmaschinen mit der Zuladungsklasse 70 Tonnen (SaZgM 70t mil) beauftragt. 2021 und 2022 sollen jeweils 24 weitere ungeschützte Schwerlasttransporter ausgeliefert werden. Der Auftragswert für die 48 Fahrzeuge liegt bei insgesamt 41 MioEUR. Die Sattelzugmaschinen dienen den Streitkräften vor allem zum Transport schwerer gepanzerter Fahrzeuge, zum Beispiel des Leopard 2-Kampfpanzers.
2018 hatte die Bundeswehr mit Rheinmetall einen Rahmenvertrag über die Lieferung von bis zu 137 SaZgM 70t mil geschlossen. Dieser läuft über sieben Jahre und hat einen möglichen Gesamtauftragswert von 122 MioEUR brutto. Zwischen 2019 und 2020 wurden bereits 32 Fahrzeuge ausgeliefert.
Die Sattelzugmaschine des Typs HX81 von Rheinmetall verfügt über einen Achtzylinder-Dieselmotor mit 680 PS. Hierdurch erreicht der hochmobile Allrad-LKW eine Höchstgeschwindigkeit von 89 km/h und kann Steigungen von 60 Prozent überwinden. Das technisch zulässige Zuggesamtgewicht liegt bei 130 Tonnen. Die HX81 Sattelzugmaschine verfügt über die gleiche Fahrerkabine wie die UTF-Fahrzeugfamilie von Rheinmetall. Die Kabine lässt sich bei Bedarf durch eine geschützte Variante austauschen. Zur Fahrzeugausstattung gehört weiterhin eine Doppelwinden-Anlage der Firma Rotzler mit jeweils 20 Tonnen Zugkraft.
Mit dem HX81 ergibt sich ein Familienzuwachs bei den Schwerlasttransportern (SLT) der Bundeswehr. So ergänzt der ungeschützte HX81 den geschützten Schwerlast-Transporter Mammut, welcher ebenfalls durch Rheinmetall geliefert wurde. Insbesondere im Hinblick auf die Verpflichtung Deutschlands, 2023 die schnelle NATO-Eingreiftruppe Very High Readiness Joint Task Force (VJTF 2023) zu stellen, stellt der Transport schwerer Gefechtsfahrzeuge eine Schlüsselfähigkeit dar.
Am 15. und 16. Dezember 2020 wurde der Offizierslehrgang 2020 an der LogSBw durch den Kommandeur General Boris Nannt verabschiedet. Drei wichtige Punkte gab der Schulkommandeur den jungen Offizieren mit auf dem Weg: „entscheiden, beraten und gestalten“ dies sollten Sie in Ihren Verwendungen umsetzen und beherzigen. Dabei steht’s auch nicht vergessen sich als junger Offizier „zu reflektieren“ und zu hinterfragen. Der erste Lernprozess mit Studium und Ausbildung zum Offizier ist jetzt beendet. Es gilt jetzt in der Truppe Praxis zu erlangen und im Prozess der persönlichen Weiterentwicklung, die nächsten Jahre zu gestalten.
Im Beisein des Stellvertreters und Geschäftsführers der Kameradschaft NORDWEST Oberstlt Christoph Schladt und Oberstlt a.D. Michael Janczyk wurden wiederum die Besten der Hörsäle im Nachschub, Verkehr & Transport und Instandhaltung & Fertigung mit einer Urkunde und einem Gutschein des blauen Bundes e.V., durch den Schulkommandeur gewürdigt.
Am 15. 12. aus der II. Inspektion unser Mitglied Leutnant Alexander Barth, des weiteren Oberleutnant zur See Laure Mild, Oberleutnant Mario Breuer und Oberleutnant Andreas Christian Beyer.
BG Nannt und Lt Barth BG Nannt und OL z. See Mild
BG Nannt und OL Breuer BG Nannt und OL Beyer
Aus der III. Inspektion folgten am 16.12. Oberleutnant Rika Ramson, Oberleutnant Jonas Maximilian Seyfert, Oberleutnant Tim Bartels und Oberleutnant Stefan Meiler.
BG Nannt und OL Ramson BG Nannt und OL Seyfert
BG Nannt und OL Bartels BG Nannt und OL Meiler
Herzlichen Glückwunsch an die Ausgezeichneten und viel Erfolg in den Verwendungen in der Truppe.
Vielleicht finden einige junge Offiziere den Weg in unser Netzwerk des blauen Bund e.V., dazu ein herzliches Willkommen.
Im Oktober 2020 wurden folgende Personalmaßnahmen wirksam:
Luftwaffe
Brigadegeneral Rudolf MAUS, Director of Life Cycle Management, NATO, Capellen/Luxemburg, trat in den Ruhestand.
Cyber- und Informationsraum
Flottillenadmiral Roland Beda Johannes OBERSTEG, Abteilungsleiter Führung Kommando Cyber- und Informationsraum, Bonn, wurde Chef des Stabes Kommando Cyber- und Informationsraum, Bonn. Ihm folgte Oberst Josef Antonius JÜNEMANN, Referatsleiter Personal Zentrale Aufgaben und Controlling im Bundesministerium der Verteidigung, Berlin.
Heer
Brigadegeneral Heinz Stefan ZEYEN, Abteilungsleiter Planung Kommando Heer, Strausberg, wurde Unterabteilungsleiter Haushalt und Controlling II im Bundesministerium der Verteidigung, Bonn. Sein Nachfolger wurde Brigadegeneral Dirk KIPPER, Abteilungsleiter Unterstützung Kommando Heer, Strausberg. Ihm folgte Oberst Michael MEINL, Referatsleiter Strategie und Einsatz III 2 Bundesministerium der Verteidigung, Berlin.
Im November 2020 wurde folgende Personalmaßnahme wirksam:
Streitkräftebasis
Brigadegeneral André Erich DENK, Kommandeur Logistikschule der Bundeswehr, Osterholz-Scharmbeck, wurde Director Logistics (DirLog) im European Union Military Staff, Brüssel/Belgien. Sein Nachfolger wurde Brigadegeneral Boris Alexander NANNT, Direktor Lehre Führungsakademie der Bundeswehr, Hamburg. Ihm folgte Oberst André Michael ABED, Chef des Stabes 10. Panzerdivision, Veitshöchheim.
Quelle:
Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal
Saphir 2.6 MK wird ein weiteres Element der umfangreichen Nutzungsdauerverlängerung für das Kampffahrzeug
Rheinmetall ist von der Bundeswehr mit einer weiteren Maßnahme zur Nutzungsdauerverlängerung des Schützenpanzers Marder beauftragt worden. Nach der vor kurzem erfolgten Freigabe der Mittel durch den Haushaltsausschuss des Bundestages ist nun der entsprechende Auftrag im Wert von 27 MioEUR brutto an den Düsseldorfer Technologiekonzern erteilt worden. Vorhandene überalterte Wärmebildzielgeräte für die Aufklärung und den Waffeneinsatz werden dabei durch moderne Geräte vom Typ Saphir 2.6 MK (MK: Marder-Konfiguration) ersetzt, einer Entwicklung von Rheinmetall Electronics.
Zwischen 2022 und 2023 werden insgesamt 260 Gerätesätze geliefert. Zum Lieferumfang gehören Ersatzgeräte zur Bevorratung sowie entsprechendes Zubehör für die Nutzung in der Truppe.
Rheinmetall fertigt die Wärmebildzielgeräte mit zahlreichen Lieferanten vollumfänglich in Deutschland. Moderne Komponenten der Firma AIM Infrarot-Module GmbH, Heilbronn – einer Beteiligung Rheinmetalls – sichern beispielsweise langfristig bedeutsames Fachwissen für deutsche Sicherheitsinteressen.
Das Saphir 2.6 MK wurde speziell für den Schützenpanzer Marder ausgelegt. Die Kerntechnologie wird bereits in großer Stückzahl in der Bundeswehr und von anderen internationalen Kunden genutzt und kann somit bald auch im Marder Verwendung finden. Daraus ergeben sich Synergien in der Beschaffung und im Betrieb der Geräte.
Die moderne Gerätegeneration Saphir 2.6 MK macht es möglich, die Beobachtungsreichweite und Aufklärungsqualität bei Tag und Nacht erheblich zu verbessern. Dies liegt z.B. an der höheren Auflösung des Detektors und einer zeitgemäßen Displaytechnologie. Durch moderne Bildverarbeitungssoftware aus der Saphir-Familie wird die volle Leistungsfähigkeit der Bauteile unter allen Bedingungen erreicht.
Zusammen mit der Integration des Mehrrollenfähigen Leichten Lenkflugkörpersystems MELLS und neuen Marder-Fahrernachtsichtgeräten ergeben sich zukünftig bei Tag und Nacht erhebliche taktische Vorteile für die Soldaten in ihren gefährlichen Einsätzen.
Der Marder wird noch einige Jahre in der deutschen Panzergrenadiertruppe genutzt. Auch internationale Kunden setzen weiterhin auf die robusten und kampferprobten Schützenpanzer. Für diese Nutzer ist das Wärmebildzielgerät Saphir 2.6 MK ein wichtiger Baustein für den Erhalt der Einsatzbereitschaft.
Erst kürzlich wurde das Logistikregiment 1 neu aufgestellt. Jetzt verstärkt das Logistikbataillon 163 die mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis. Der Kernauftrag des Bataillons ist Reception, Staging and Onward Movement (RSOM).
Hafenumschlag ist eine Fähigkeit im Spektrum des neu aufgestellten RSOM (Reception, Staging, Onward Movement) -Bataillons Logistikbataillon 163. Quelle: Bundeswehr/Roland Alpers
Kürzlich hat die Bundeswehr ein neues Logistikbataillon (LogBtl 163) am Standort Delmenhorst in Dienst gestellt. Unter der Führung von Oberstleutnant Tobias Schmidt wird es Teil des ebenfalls neu aufgestellten Logistikregiments 1. Gemeinsam verstärken sie die mobilen Logistiktruppen der Streitkräftebasis und werden neue Aufgaben, insbesondere im multinationalen Umfeld, wahrnehmen.
Zukünftig wird das Bataillon im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung zu einem Dreh- und Angelpunkt während des Aufmarsches im Einsatzgebiet für die eingesetzten NATO-Kräfte. Personal und Material der entsprechenden Nation werden durch die Kameradinnen und Kameraden an See-, Flughäfen und Entladebahnhöfen im Einsatzgebiet, den sogenannten Ports of Debarkation (POD) aufgenommen. Dann in Sammelräumen, den sogenannten Staging Areas, zusammengeführt, versorgt
und somit für den weiteren Einsatz vorbereitet. Den Weitermarsch der NATO-Kräfte in ihre Einsatzräume unterstützt das Logistikbataillon 163 mit Servicepunkten entlang der Marschstraßen. Das Logistikbataillon 163 ist somit ein starker und zuverlässiger Dienstleister für unsere Partnernationen im Rahmen eines komplexen Prozesses. Dieser nennt sich Reception, Staging and Onward Movement (RSOM). Für diesen Auftrag stehen dem Bataillon sechs Kompanien mit jeweils unterschiedlichen
Fähigkeiten zur Verfügung, welche durch multinationale Beiträge ergänzt werden können. Gemeinsam bewältigen sie die vielfältigen Aufgaben, wie Luft-, Hafen- und Eisenbahnumschlag, den Betrieb von Sammelräumen und Servicepunkten und die Durchführung von Transporten.
Spezialisten für den gemeinsamen Auftrag
Soldatinnen und Soldaten beim Luftumschlag Quelle: Bundeswehr
Die Stabs- und Versorgungskompanie ist für den Aufbau und Betrieb des Bataillonsgefechtsstandes zuständig. Sie gewährleistet die Eigenversorgung des Bataillons. Zusätzlich unterstützt sie die Instandhaltung innerhalb des Bataillons. Mit den Verkehrsführungstrupps (Movement Control Teams) und der Aufnahmezentrale Einsatzgebiet (Theatre Reception Centre) verfügt sie zudem über Fähigkeiten, die den RSOM-Prozess direkt unterstützen. Die Umschlagkompanie Luft betreibt bis zu
vier Luftumschlagpunkte für die Abfertigung von jeweils bis zu 1.000 Soldaten und die Entladung von 500 Tonnen Luftfracht täglich. Hierbei arbeitet die Kompanie eng mit anderen militärischen und zivilen Behörden bzw. Dienststellen, wie z.B. Zoll, Flughafenamt und anderen Dienstleistern, zusammen. Die Umschlagkompanie Land/See betreibt jeweils bis zu zwei Eisenbahn- bzw. Hafenumschlagpunkte mit der Kapazität zur Entladung von 2.500 Tonnen Gütern oder 500 Fahrzeugen pro Tag. Der Einsatz der Sammelraumunterstützungskompanie erfolgt zugweise. Diese Züge sind für den Aufbau und Betrieb von Sammelräumen, den sogenannten Staging Areas zuständig. In diesen werden Personal und Material der Verbände nach Ankunft im Einsatzgebiet zusammengeführt, versorgt, vorübergehend untergebracht und für den Weitermarsch vorbereitet. Für die eintreffende Truppe wird somit der Rahmen geschaffen, um sich voll und ganz auf die Herstellung der Einsatzbereitschaft konzentrieren zu können. Der Einsatz der Servicepunktkompanie erfolgt ebenfalls zugweise. Diese sind für die Einrichtung von Rastmöglichkeiten für marschierende Einsatzkräfte zuständig. Hier versorgen sie die Truppe u.a. mit Kraftstoff, Wasser und Verpflegung. Auch Ruhemöglichkeiten für Kraftfahrerinnen und Kraftfahrer sowie sanitätsdienstliche Unterstützung stellen sie bei Bedarf bereit. Darüber hinaus unterstützen sie bei der Bergung und Instandsetzung ausgefallener Fahrzeuge. Die Transportkompanie führt Transporte von Versorgungsgütern aller Art, einschließlich Gefahrgut, Container-/ und COPY-BOOK Schwerlasttransporte sowie Personentransporte im Einsatzraum des Bataillons durch, im Schwerpunkt von den POD zu den Sammelräumen.
Vorbereitung auf künftige Verantwortung
Im kommenden Jahr kommt es für das neue RSOM-Bataillon darauf an, das neu zuversetzte Personal auszubilden und zu einer homogenen Truppe zu formen. Hierfür dienen u.a. ein RSOM-Workshop und eine Planübung am Joint Logistic Support Group Coordination and Training Centre (JCTC) der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt. Aber auch die „grüne“ Ausbildung darf nicht vernachlässigt werden. Im Herbst 2021 geht das junge Bataillon gemeinsam auf den Truppenübungsplatz Putlos zur Schießausbildung. Dies folgt der Vorgabe von Generalmajor Volker Thomas, Kommandeur Logistikkommando der Bundeswehr, „Das blaue (logistische) Handwerk beherrschen und das Grüne (allgemeinmiltärische) können“. Für das Jahr 2022 steht die Zertifizierung (offizielle Bescheinigung der Einsatzbereitschaft) des Logistikbataillons 163 durch den Kommandeur LogKdoBw an.
Bahnverladung ist eine wichtige Fähigkeit im RSOM (Reception, Staging, Onward Moevement-Bataillon. Quelle: Bundeswehr/Sebastian Wilke
Generalmajor Volker Thomas, Kommandeur des Logistikkommandos der Bundeswehr, befestigt das Fahnenband des LogBtl 163. Quelle: Bundeswehr/Konstantin Wulfert
Quelle:
Mit freundlicher Genehmigung durch: Logistikkommando der Bundeswehr, Abteilung Führung, Sachgebiet Informationsarbeit
Ab sofort steht Ihnen die App der Reserve kostenlos in den App Stores von Google und Apple zur Verfügung. Ob Angehörige der Reserve, Interessierte oder aktive Soldatinnen und Soldaten – nutzen Sie die Möglichkeit mit dieser App schnell und gezielt an Informationen zur Reserve der Bundeswehr zu gelangen und sich untereinander auszutauschen.
München/Koblenz, 23. Juli 2020 – Das Ausrüstungsamt der Bundeswehr (BAAINBw) hat Krauss-Maffei Wegmann (KMW) mit der Lieferung von zusätzlichen Leguan-Brückenlegesystemen an das deutsche Heer beauftragt. Der Vertrag umfasst 24 Leguan-Systeme auf Leopard 2-Fahrgestellen, Ausbildungssimulatoren, Zusatzausrüstung und Transportsysteme.
Die Brückenleger werden voraussichtlich zwischen 2023 und 2028 an die Bundeswehr geliefert. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf etwa 280 Mio. EUR.
Der Leguan ist in der Lage, eine Brücke in der militärischen Lastenklasse MLC80 (etwa 72 Tonnen) mit 26 Metern Länge oder alternativ zwei Brücken mit je 14 Metern Länge unter Gefechtsbedingungen zu transportieren und zu verlegen. Damit baut die Bundeswehr ihre Befähigung, Gewässer und Geländeeinschnitte auch mit schwerem Gerät zu überschreiten, weiter aus. Diese Fähigkeit hatte Deutschland der NATO im Rahmen seiner Beteiligung an der Very High Readiness Joint Task Force (VJTF) zugesichert. Die Bundeswehr trägt damit wesentlich zur zukünftigen Beweglichkeit europäischer NATO-Kräfte bei.
Insgesamt betreiben Armeen aus 19 Ländern das Leguan-Brückenlegesystem auf unterschiedlichsten Mobilitätsplattformen. Der Leguan auf Leopard 2-Fahrgestell zählt neun Nutzer.
Mit über 1.400 gebauten Exemplaren zählt Rheinmetalls 6×6 Transportpanzer Fuchs zu den taktischen Radfahrzeugen mit der höchsten Einsatzerfahrung weltweit. Streitkräfte zahlreicher Nationen setzen den Fuchs in unterschiedlichsten Varianten ein, z.B. zum geschützten Mannschaftstransport, als Gefechtsstand oder Ambulanz sowie zur mobilen ABC-Aufklärung.
Die ABC-Aufklärungsvariante wurde in vielen Krisengebieten weltweit erfolgreich zur Gefahrenabwehr eingesetzt. So haben sich die knapp 300 bislang produzierten ABC-Spürfüchse in der Bundeswehr, der US Army, sowie den Streitkräften der Vereinigten Arabischen Emirate, Großbritanniens, Kuwaits, der Niederlande und Norwegens vielfach bewährt. Herzstück des „ABC-Spürfuchses“ ist eine umfangreiche, vollintegrierte Geräteausstattung zur Identifikation und Analyse von atomaren, biologischen und chemischen Kampfstoffen.
Die Bundeswehr nutzt den Transportpanzer 1 Fuchs – kurz „TPz“ – seit 1979 in einer Vielzahl von Varianten und vertraut bei Ihren Auslandseinsätzen u.a. in Afghanistan und Mali auf seine Robustheit und Zuverlässigkeit. Die derzeit modernste bei der Bundeswehr eingeführte Version TPz 1 A8 gewährleistet gegenüber älteren Modellen einen stark verbesserten Schutz gegen ballistische Bedrohungen sowie vor Minen und Sprengfallen. Zu den wesentlichen Modifikationen des TPz 1 A8 zählen strukturelle Änderungen der Wanne, neue Achsen, Verstärkungen der Radkästen, Türen und Scheibenaufnahmen sowie zusätzliche Staukästen und Verstärkungen im Außenbereich. Rheinmetall wird bis Ende 2020 insgesamt 272 Füchse der Bundeswehr auf den aktuellen Stand 1A8 hochrüsten.
Darüber hinaus hat Rheinmetall bereits die nächst modernere Version entwickelt, die sich durch ein neues Triebwerk, ein neues Verteilergetriebe, eine neue Bremsanlage, ein verbessertes Lenksystem sowie ein Monitor- und Kamerasichtsystem auszeichnet. Das macht den TPz 1 Fuchs noch beweglicher im Gelände und noch ergonomischer zu bedienen.
Mit einer Flottenverfügbarkeit von über 90 Prozent steht der TPz 1 Fuchs wie kaum ein zweites Fahrzeugsystem als Garant für Zuverlässigkeit im Einsatz und zählt damit zu den beliebtesten Fahrzeugsystemen der Bundeswehr.
Die aus dem TPz 1 Fuchs abgeleitete Exportvariante Fuchs 2 ist eine Weiterentwicklung und verfügt unter anderem über einen vergrößerten Innenraum, ein leistungsstärkeres Triebwerk, ein modernisiertes Fahrwerk und eine digitale Fahrzeugelektrik. Der Fuchs 2 wird u.a. durch die Vereinigten Arabischen Emirate, Kuwait und einen weiteren Kunden in der MENA-Region genutzt.
Seine hohe Beliebtheit bei einer breiten internationalen Nutzerbasis und die dadurch gewährleistete kontinuierliche Produktpflege und Weiterentwicklung ermöglichen es, den Fuchs noch deutlich über das Jahr 2035 hinaus in der Nutzung zu halten.
Quelle:
RHEINMETALL AG
Unternehmensbereich Defence
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