Deutscher Logistik-Kongress 2019 vom 23.10. bis 25.10.2019 in Berlin

Der 1. Vorsitzende Kameradschaft NORDWEST Oberst Arnd Frie und der Geschäftsführer NORDWEST Oberstleutnant a.D. Michael Janczyk besuchten auf Einladung der BVL und des Vorsitzenden der Geschäftsführung Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer den diesjährigen Kongress.

Mutig machen

„Mutig machen“ war das Motto des Deutschen Logistik-Kongresses 2019. Politisch-gesellschaftliche Veränderungen sowie technologische Dynamiken erfordern beherztes Anpacken, Courage, gegenseitige Ermutigung. All das steckt in diesem Leitgedanken.

Er fordert in doppeltem Wortsinne zum Tun auf: Nicht in „German Angst“ verharren, sondern den Herausforderungen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft unverzagt und tatkräftig begegnen. Mutig machen, zum Beispiel in Bereichen wie Digitalisierung, neue Technologien, Mensch-Maschine-Interaktion, neue Arbeitszeitmodelle. Ideen tatsächlich umsetzen und nicht immer wieder darüber diskutieren oder Gründe finden, warum alles so schwierig ist. In der Lean-Production-Zeit gab es einen Schlachtruf und der hieß „Machen statt Planen“, also ausprobieren, prüfen, weiter verbessern, prüfen, usw. Im übertragenen Sinne gilt dies heute wieder, weil Technologie/IT so schnell fortschreitet, dass abwarten, zuschauen oder lange planen die falschen Strategien sind.

Gleichzeitig gilt es, Menschen zu ermutigen, Themen aufzugreifen, sich zu engagieren, unbekanntes oder neues Terrain zu vermessen, Risiken kalkuliert einzugehen, weiterzumachen und anzupacken. Es gilt, uns gegenseitig zu ermuntern, den Wirtschaftsbereich Logistik selbstbewusst in seiner Vielfalt der Aufgaben darzustellen und nach außen zu vertreten.

Wie brachte der große Unternehmer und Innovator Henry Ford es so griffig auf den Punkt: „Die meisten Menschen wenden mehr Zeit und Kraft daran, um die Probleme herumzureden, als sie anzupacken.“ Logistiker sind Macher – Wirtschaftsmacher. Sie packen an und Sie wissen um die Notwendigkeit schneller zu werden, kundenorientiert und in Zukunft noch kollaborativer zu arbeiten als auch technische Herausforderungen anzunehmen.

Robert Blackburn Vorsitzender des Vorstands Bundesvereinigung Logistik (BVL), Vorstand Global Supply Management, Stanley Black & Decker, New Britain, Connecticut, USA

eröffnete den Deutschen Logistik – Kongress 2019 in Berlin vor 3500 Teilnehmern.

Robert Blackburn Vorsitzender des Vorstands Bundesvereinigung Logistik

Mutig machen – Inspire • Encourage • Act

Beherztes Anpacken, Courage zum Beschreiten neuer Wege und fröhliche gegen-seitige Ermunterung: Unser Kongress und die BVL selbst dürfen und sollen sich mutig immer wieder neu erfinden und couragiert wichtige Themen und Projekte anpacken, um Menschen zu Innovationen anzuspornen. Auf dem Kongress finden Sie Zahlen, Daten, Fakten, Know-how und Erfahrung, um Trends erkennen und Strategien entwickeln zu können.

 

Am ersten Tag zählte zu den Höhepunkten der Besuch und Vortrag des Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, Herr MdB Andreas Scheuer.

Digital, vernetzt, klimafreundlich – Verkehrspolitik für eine erfolgreiche Zukunft „Mutig machen“

dieser Konferenztitel passt perfekt zur Politik des Bundesministeriums für Verkehr und digitale Infrastruktur. Unsere Schienen-, Straßen-, Wasser- und Luftwege sind die Basis für unsere Erfolge als Logistikweltmeister. Wenn wir jetzt mutig und konsequent die Chancen der Digitalisierung und des technischen Fortschritts nutzen, können wir Abläufe, Transporte und Prozesse ganz neu organisieren: digital, vernetzt und klimafreundlich. Dafür setzen wir umfangreiche Maßnahmen um – vom „Innovationsprogramm Logistik 2030“ bis zum „Aktionsbündnis Kombinierter Verkehr“.

Der Abend des ersten Tages wurde mit einem Galaabend beendet. Zu Beginn des Bühnenprogramms hieß Michael Müller als Regierender Bürgermeister die Gäste des Logistik-Kongresses in Berlin herzlich willkommen. Im darauf folgenden Programmteil stand die chinesische Belt-and-Road-Initiative im Fokus. Es wurde dabei den Fragen nachgegangen, welche Chancen diesem viel beach-teten Projekt innewohnen und wo sich neue Möglichkeiten für Unternehmen ergeben könnten. Ein wegweisendes Beispiel für den deutsch-chinesischen Brückenschlag ist der Duisburger Hafen – als Hub im Westen der neuen Seidenstraße, die viele Länder verbinden wird. S. E. Wu Ken, Botschafter der Volksrepublik China in der Bundesrepublik Deutschland, und Erich Staake, Vorstandsvorsitzender der Duisburger Hafen AG, traten mit Prof. Thomas Wimmer über die Bedeutung globaler Warenströme als Brückenbauer zwischen Volkswirtschaften in den Dialog.

Die Verleihung des Deutschen Logistik-Preises 2019 war dann ein weiterer besonderer Höhepunkt des Galaabends. Aus dem starken Bewerberfeld hat die Jury mit ihrem neuen Vorsitzenden Matthias Wissmann drei Finalisten nominiert. Dies waren AIRBUS, LOXXESS und die BMW Group. Der zweite und dritte Platz lagen in der Bewertung ganz eng beisammen, sodass gleichzeitig AIRBUS und LOXXESS auf der Bühne gewürdigt wurden.

Der diesjährige Logistik Preis 2019 ging damit dann an die BMW Group.

Am zweiten Tag gilt es den Vortrag von Generalleutnant, Michael Vetter BMVg und dem Autor und Publizisten Sascha Lobo hervorzuheben. Die Moderation übernahm der Journalist Moritz Döbler, vom Weser-Kurier Mediengruppe Bremen.

v.l. Michael Vetter Generalleutnant, Abteilungsleiter Cyber/Informationstechnik und Chief Information Officer, Bundesministerium der Verteidigung, Berlin, Beirat, BVL, MODERATION Moritz Döbler Journalist, Weser-Kurier Mediengruppe, Bremen und Sascha Lobo Autor und Publizist, Berlin

Bundeswehr 4.0 – zur digitalen Transformation der Bundeswehr

Die digitale Transformation ist für die Bundeswehr als einen der größten Arbeitgeber Deutschlands genauso wie für andere Großorganisationen eine der bedeutendsten Herausforderungen dieser Dekade. Der mit der digitalen Transformation verbundene Wandel hat Auswirkungen auf alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die Digitalisierung eröffnet der Bundeswehr neue Möglichkeiten und Chancen – sowohl physisch als auch virtuell. Der Cyber- und Informationsraum erzeugt aber auch neue Risiken, Gefahren und Herausforderungen, die die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland betreffen. Wie begegnet die Bundeswehr diesen Risiken und Gefährdungen? Welchen Beitrag leistet sie zur gesamtstaatlichen Cybersicherheit, und wie gestaltet sie aktiv den digitalen Wandel? Dazu referierte Generalleutnant Vetter in seinem Vortrag.

 

Von der Sicherheit im Kopf

Die meisten Laien halten Sicherheit für eine Frage der Technologie. Das ist zwar nicht falsch, aber unvollständig. Denn wer – wie für die Logistik notwendig – auf der gesellschaftlichen und volkswirtschaftlichen Ebene von Sicherheit spricht, muss zugleich über digitale Bildung und ein Grundverständnis des Internets sprechen. Und das hat weniger mit Programmierfragen zu tun als vielmehr mit einem Gespür für die digitale Welt und deren Zukunft. Der Vortrag von Sascha Lobo betrachtete das Thema Sicherheit nicht aus technologischer Sicht, sondern aus der des gesellschaftlichen Wandels.

Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer, Vorsitzender der Geschäftsführung der BVL

Am dritten Tag verabschiedete Prof. Dr.-Ing. Thomas Wimmer die zahlreichen Logistiker und gab den Ausblick für das Jahr 2020.

+ am 16. April 2020 Tag der Logistik und

+ vom 21. – 23. Oktober 2020 der Deutsche Logistik – Kongress in Berlin

(Autor/Quelle/Fotos Pressestelle BVL, Oberstlt a.D. Michael Janczyk)