Heimatschützer trainieren Sicherung der Infrastruktur

Die Heimatschutzkompanie Sachsen trainiert ein Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung. Über einen Bahnhof verlegt die Bundeswehr eigene und alliierte Truppen in Richtung Ostflanke. Die Kompanie erhält den Auftrag, eine Verladerampe für Panzer zu sichern.

Um auf diesen Ernstfall vorbereitet zu sein, üben die Soldatinnen und Soldaten des Heimatschutzregiments 5 regelmäßig, dieses Mal auf dem Truppenübungsplatz Lehnin.

Soldatinnen und Soldaten der Heimatschutzkompanie Sachsen trainieren auf einem Gelände in Lehnin den Gebäudekampf

„Klare Kommunikation“, ruft Oberstleutnant Bernd B. bei der Befehlsausgabe in die Formation. Der Kompaniechef zeigt mit einem Stock auf den Geländesandkasten. Das ist ein Modell des Geländes, nachgebaut aus natürlichen Materialien. Die Truppe ist fokussiert, ihre Motivation ist hoch. Mithilfe des Sandkastens gibt der Chef die Übungslage und den Auftrag durch. Der hat es in sich: Das Gelände ist weitläufig und umfasst mehrere Gebäude, Waggons, eine Verladerampe und ein angrenzendes Waldstück. „Unser Ziel ist es, das Objekt zu sichern und die Sabotage der Verladung zu verhindern“, erläutert der Kompaniechef die Anforderung an seine Einheit. Dabei übt die Kompanie vielseitige Fähigkeiten, etwa Wach- und Sicherungsaufgaben. Zur Ausbildung gehören auch Aufträge im Zusammenhang mit der Rolle Deutschlands als logistische Drehscheibe, über die sich die NATO Bündnistruppen von West nach Ost bewegen. Darüber hinaus soll den Soldaten vermittelt werden, feindbesetzte Gebäude zu nehmen, um sie anschließend zu sichern. Das erfordert intensives Training und Erfahrung.

Hohe Ausbildungsstandards

Zur Heimatschutzkompanie Sachsen gehören Reservistinnen und Reservisten aller Dienstgrade bis zum Oberstleutnant. Die meisten von ihnen wohnen in Sachsen und sind mit Land und Leuten vertraut. Ihr Hauptauftrag ist es, die aktive Truppe im Wach- und Sicherungsdienst für militärische Anlagen und Infrastruktur zu unterstützen und zu stärken. „Wir adaptieren bei den Aufgaben im Heimatschutz die
Ausbildungsstandards des Heeres“, sagt Oberstleutnant B. Die Heimatschützer müssten sich auf Zivilisten, auf Störer, aber auch auf subversive Kräfte, einen militärischen Gegner einstellen. Denkbar seien Agenten, die militärische Objekte ausspähen oder Brandsätze legen. Es könnten aber auch professionelle Sabotagetrupps sein, die mit Handwaffen und Sprengmitteln ausgestattet sind. Um auf solche unterschiedlichen Akteure eingestellt zu sein, sind die Ausbildungsstandards entsprechend hoch. Wie wird das erreicht?

In Sachen Ausbildung hat sich im Heimatschutz seit der Unterstellung unter das Heer viel getan. „Wir haben einen klaren Ausbildungsauftrag“, sagt der Chef. Das sei vorher nicht der Fall gewesen. Personell, materiell und was die Ausrüstung betreffe, sei jetzt eine ganz andere Dynamik im Heimatschutz zu verzeichnen. „Ich habe nun die Ausbilder, um mit drei Zügen ausbilden zu können. Wir können vom Einzelschützen bis zum Offizier weiterbilden. Durch den Neuen Wehrdienst wird Personal hinzukommen. Und wir haben einen Ausbilder, der die Drohnenbedienung unterrichtet. So können wir auch Reservisten aus anderen Kompanien ausbilden“, zählt der Kompaniechef auf.

Im Auge des Sturms

Zurück in der Lage. Nach den Vorbereitungsmaßnahmen beziehen die Kräfte die Ausgangsstellung, um ein feindbesetztes Gebäude zu nehmen. Ein Trupp mit vier Männern positioniert sich hinter einem Waggon. Ein kurzes Signal an ihre Kameraden, die sich wenige Meter hinter ihnen befinden, und sie stürmen mit dem Gewehr G36 aus der Deckung. Mit schnellen Schritten geht es in Richtung Gebäudewand. Ein Soldat sichert nach oben ab, einer richtet sein G36 nach links, ein anderer nach rechts. Der vierte Kamerad konzentriert sich auf das Gebäude  geradeaus. An einem Fenster, der möglichen Einbruchstelle, positioniert sich der Trupp und dringt in das Gebäude ein.

Der erfolgreiche Kampf in und um Gebäude verlangt höchste Konzentration und praktisches Können. In Lehnin lernen die Reservistendienstleistenden auch die Annäherung an ein Gebäude.

Im Haus riegelt ein Soldat einen Flur ab, ein anderer arbeitet sich eine Treppe hoch. Während die Soldaten ins erste Geschoss vordringen, rücken weitere Trupps in das Gebäude nach. An dieser Stelle unterbricht der Leitende die Übung und versammelt die Soldaten um sich. Die unverzügliche
Manöverkritik der Ausbilder ist wertvoll: Sie verdeutlicht den Wert klarer Kommunikation und vermittelt Grundsätze wie die Aufstellung und Bewegung des Trupps im Raum. So gelingt es, Schritt für Schritt die Mängel abzustellen.

Gefährliches Nadelöhr

Schnell wird deutlich: Das richtige Nehmen eines Gebäudes ist die Königsdisziplin – selbst unter anfänglich einfachen Bedingungen. Man merkt: Je besser die Soldatinnen und Soldaten einzeln und in ihrem Zusammenwirken werden, desto komplexer wird das Szenario gestaltet: Wie ist die Lage im Gebäude? Sind unbeteiligte Personen oder ausschließlich Feindkräfte im Haus? Überall könnten Sprengfallen lauern.

An diesem Tag setzen die Soldatinnen und Soldaten nun zum vierten Mal an, um das Gebäude zu nehmen. Aus den Fenstern blitzen die Läufe von Sturmgewehren, das Gebäude ist definitiv feindbesetzt. Ein Trupp nähert sich. Die Reservisten, die sich im Haus gegenüber verschanzt haben, müssen den Feind am Fenster niederhalten, also mit Feuer in die Deckung zwingen. „Handgranate!“, ertönt es. Auf der freien Fläche zwischen Bahnwaggon und Hauswand gibt es keine Deckung. Das Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS)  eines Soldaten blinkt. Mit dem System lassen
sich, ähnlich wie beim Spiel Laser Tag, Treffer simulieren. Beintreffer. Die Nebenleute reagieren sofort.

Einer packt den Verwundeten und zieht ihn hinter den Eisenbahnwaggon. Ein anderer feuert auf den Feind am Fenster im ersten Stockwerk. Während ein dritter Kamerad die Erstversorgung vornimmt, rücken weitere Kräfte des Alpha-Zugs nach. Im Haus müssen sie die Treppe überwinden. Dazu riegeln sie zunächst die Gänge ab. Der Treppenaufstieg ist ein gefährliches Nadelöhr. Hier sind gute Kommunikation,  Koordination, schnelles Handeln und vor allem Mut gefragt. Das Gefecht ist kurz, intensiv und erfolgreich für den Alpha-Zug.

Im Gebäude können die Soldatinnen und Soldaten praktisch nachvollziehen, wie anstrengend es ist, sich Raum für Raum und Etage für Etage im feindbesetzten Gebäude vorzuarbeiten

Mit Beharrlichkeit und Motivation

Oberstleutnant B. lässt anschließend am Sandkasten zur Auswertung antreten. „Die Treppe war nicht abgeriegelt. Vorher habt ihr das Erdgeschoss nicht genommen und der Feind muss entwaffnet sein“, lauten die Kritikpunkte. Auch die Gruppen- und Zugführer bekommen ein Feedback. Denn während der Ausbildung auf dem Truppenübungsplatz übt auch das Führungspersonal in seinen Funktionen.

Oberstleutnant B. erinnert an den Dreiklang Kräfte, Raum und Zeit: „Wir sind ein verstärkter Zug, wir kennen unsere Gebäude, haben Raumkenntnis, und sind in einem Verhältnis zum Feind, wo wir angreifen können. Das Gebäude zu nehmen, geht daher schneller. Wenn wir länger brauchen, verzögert sich auch die Verladung. Das darf nicht passieren.“ Die Kritik zeigt, dass die Aufgabe sehr komplex ist. Das Zusammenspiel der Trupps muss funktionieren. Der Zugführer ist wie ein Dirigent, der in einem Orchester die einzelnen Instrumente zum Einsatz bringt. Alle müssen ihr Instrument beherrschen und ihre Rollen kennen.

Ein letzter Durchgang. Der Kompaniechef lässt den Sturm des Gebäudes wiederholen. Dieses Mal leisten die Feinddarsteller größeren Widerstand. Mehr AGDUS-Geräte piepen. „Wenn ich den Schwierigkeitsgrad erhöhe, ist es ein Stück besser als vorher“, freut sich der Kompaniechef abschließend. Tatsächlich brauchen die Reservistinnen und Reservisten diesmal deutlich weniger Zeit, um das Gebäude zu sichern, werden insgesamt flüssiger in ihren Bewegungen.

Das Resümee: Der Ausbildungstag war für alle intensiv und hat deutliche Fortschritte und wertvolle Erkenntnisse mit sich gebracht.

Erstveröffentlichung auf der Webseite der Bundeswehr, www.bundeswehr.de

Datum: 21.01.2026

Bilder: © Bundeswehr/Benjamin Vorhölter

Gemeinsames Bauprogramm von Bundeswehr und Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA) – nicht kleckern, klotzen!

Der infrastrukturelle Bedarf der Bundeswehr ist enorm. Um diesen zu decken, ohne die Bauverwaltungen des Bundes und der Länder zu überlasten, müssen neue Wege beschritten werden.

Ein Meilenstein stellt dabei das Pilotprojekt „Bundeswehr-Bauprogramm Unterkünfte“ (BwBauProgU) dar. Dabei handelt es sich um eine Kooperation zwischen der BImA und der Bundeswehr zum Bau von bundesweit 76 Unterkunftsgebäuden für Soldatinnen und Soldaten bis zum Jahr 2031.

Der Auftakt der Planungsphase und der damit verbundene offizielle Startschuss dieser Kooperation wurde am 25. Juni 2025 in der General-Steinhoff-Kaserne in Berlin feierlich begangen.

Mit dem Pilotprojekt sollen weitere ca. 7.150 moderne Unterkunftsstuben geschaffen werden.

Das BwBauProgU profitiert von den zuvor in Zusammenarbeit des Bundesamtes für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw) mit der zuständigen Leitstelle der Landesbauverwaltung Hessen erstellten Grundlagendokumenten. Hierzu zählen vor allem die neuen verbindlichen Planungsvorgaben für Unterkünfte und deren Standardisierung. Künftig wird es vier Gebäudegrößen geben, die als bundesweite, einheitliche Grundlage für sämtliche Neubauten zur Anwendung gebracht werden. Mit der Einführung dieser vier Standard-Typengebäude wird ein wesentlicher Grundstein für das BwBauProgU unter Nutzung der Möglichkeiten von größtmöglicher industrieller Vorfertigung gelegt.

Die BImA ist dabei als Eigentümerin aller Grundstücke sowie Gebäude des Bundes ein idealer Partner, um Bauprojekte für die Bundeswehr zu realisieren.

Beim Bau dieser Unterkünfte spielt der Faktor Zeit eine entscheidende Rolle. Es geht darum, der Bundeswehr schnellstmöglich zukunftsfähige und moderne Unterkünfte bereitzustellen – seriell, modular, flexibel und erweiterbar.

Um eine zügige Umsetzung des Programms mit Baubeginnen schon 2026 zu erreichen, waren umfangreiche Vorbereitungsmaßnahmen durch das BAIUDBw notwendig. So konnte nach einer Einzelbetrachtung aller Kasernen und deren Bewertung auf Realisierbarkeit im Rahmen des Programms bereits im Dezember 2024 die Billigung des Bundesministeriums der Finanzen eingeholt werden.

Die erfolgten Genehmigungen bildeten die Grundlage für vertiefende Untersuchungen der geplanten Unterkunftsgebäude durch das BAIUDBw. Seit Mai dieses Jahrs sind in diese weiterführenden Bauplanungen vor Ort die BImA und deren Programmbeteiligte eingebunden. Noch in diesem Jahr sollen erste Arbeiten zur Baufeldherrichtung eingeleitet werden.

Gruppenbild der Projektverantwortlichen u.a. mit Dr. Alexander Götz (1. Reihe, 7. von rechts), Abteilungsleiter im BMVg, und Prof. Dr. Alexander von Erdély (1. Reihe, 8. von rechts), Sprecher des Vorstandes der BImA.

Durch die umfangreiche Unterstützung der BImA können die Landesbauverwaltungen den Fokus auf weitere, wichtige Infrastrukturvorhaben legen – von Munitionslagern über Flugplätze und Wartungs- und Ausbildungshallen bis hin zu Energie- und Versorgungseinrichtungen.

Dr. Alexander Götz, Abteilungsleiter Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen im Bundesministerium der Verteidigung, unterstreicht: „Wir müssen schneller und effizienter bei Bauvorhaben werden. Dazu gehört, dass wir uns, wo immer möglich, von individuellen Baulösungen verabschieden. Einmal planen, mehrfach und bundesweit bauen. Zusätzlich sind neue Wege bei der Realisierung notwendig, weshalb ich sehr froh über die Kooperation mit der BImA bin – eine „Win-Win-Situation“ für alle Beteiligten“.

Prof. Dr. Alexander von Erdély, als Sprecher des Vorstands der BImA ergänzt: „Mit der Umsetzung serieller Bauprogramme haben wir in der BImA bereits viel Expertise. Dabei setzen wir auf ein Höchstmaß an Arbeitsteilung und auf eine partnerschaftliche Zusammenarbeit über alle Ebenen hinweg. Mit dem ebenfalls vereinbarten Bau von 500 Aufdach-Photovoltaikanlagen und 18.500 Ladepunkten für Elektrofahrzeuge für die Bundeswehr legen wir dabei auch einen gemeinsamen Schwerpunkt in Sachen Klimaschutz.“

Quelle: PIZIUD Bildrechte: Bundeswehr/Marius Vu

Prof. Dr. Börger, Präsident des BAIUDBw, spricht zur Rolle des BAIUDBw in einem kriegstüchtigen logistischen System der Bundeswehr. Blauer Bund

Rolle des BAIUDBw in einem kriegstüchtigen logistischen System der Bundeswehr

Anm. Red: Der Bericht wurde als Zusammenfassung des Vortrags des Herrn Präsidenten BAIUDBw, Prof. Dr. Roland Börger, bei der Informationveranstaltung des bB am 07.11.2024 erstellt.

Der Organisationsbereich IUD (OrgBer IUD), mit über 25.000 Mitarbeitenden personenstärkster ziviler Organisationsbereich der Bundeswehr, umfasst neben dem Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr (BAIUDBw), zu dem auch die sieben Kompetenzzentren Baumanagement gehören, 42 Bundeswehr-Dienstleistungszentren, abgekürzt BwDLZ, das Zentrum Brandschutz der Bundeswehr, welchem fünf Regionale Koordinierungsstellen und 58 Feuerwehr-Wachen angehören, das Verpflegungsamt der Bundeswehr sowie acht Bundeswehrverwaltungsstellen im Ausland.

Die Gliederung des OrgBer IUD. Blauer Bund
Die Gliederung des OrgBer IUD

In diesen Strukturen deckt der OrgBer IUD ein breites Aufgabenspektrum als Dienstleister der Streitkräfte ab und leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Funktionsfähigkeit des Logistischen Systems der Bundeswehr. Dies betrifft zum Beispiel die logistischen Sonderaufgaben. Hier ist das Aufgabenportfolio des OrgBer IUD unmittelbar adressiert, z.B. durch die Bereitstellung von Verpflegung und Wasser oder die Unterbringung im Einsatz. Auch anderweitig, z.B. im Einkauf der Bundeswehr (EinkaufBw), ist der OrgBer IUD eng mit dem Logistischen System verzahnt, um eine bedarfsgerechte, wirtschaftliche und nachhaltige Bedarfsdeckung in den Einkaufssegmenten zu gewährleisten. Aber auch die anderen Aufgaben wirken sich unmittelbar oder mittelbar auf das Logistische System der Bundeswehr aus. Beim Betrieb von Depots ist der Brandschutz zu gewährleisten und bei jeder Beförderung von gefährlichen Gütern wie Munition oder Kraftstoffe sind die Bestimmungen des Gefahrgutwesens zu beachten.
Im Organisationsbereich IUD steht auch das Herstellen der Kriegstüchtigkeit wieder im Fokus. Ziel ist dabei vor allem eine stärkere Verzahnung mit den Streitkräften und damit auch dem Logistischen System der Bundeswehr.

Der OrgBer IUD versteht sich als verlässlicher Unterstützer des Logistischen Systems der Bundeswehr. Blauer Bund
Der OrgBer IUD versteht sich als verlässlicher Unterstützer des Logistischen Systems der Bundeswehr.

Insbesondere im Rahmen der Reorganisation der Bundeswehr werden die Strukturen und Prozesse wieder stärker auf die Landes- und Bündnisverteidigung ausgerichtet und durch nachfolgend skizzierte Maßnahmen weiter verbessert.

Insgesamt geht es um eine Stärkung der Leistungserbringung vor Ort durch eine vermehrte Dislozierung der Aufgabenwahrnehmung. Hiermit einher wird auch eine Stärkung der Entscheidungskompetenz vor Ort gehen.

Durch die Schaffung einer in den Verteidigungsstrukturen der BwDLZ ausgeplanten „Embedded Support Organization“ sollen im Bedarfsfall unverzüglich und truppennah die benötigten verwaltungsseitigen Unterstützungsleistungen erbracht werden. Diese Elemente sollen mit den zu unterstützenden Truppenteilen in das jeweilige Einsatzgebiet verlegen.

 

Die Bundeswehrdienstleistungszentren bilden Verwaltungsteams zur unmittelbaren Unterstützung mobiler Truppenteile (ESO). Blauer Bund
Die Bundeswehrdienstleistungszentren bilden Verwaltungsteams zur unmittelbaren Unterstützung mobiler Truppenteile (ESO)

Im abwehrenden Brandschutz werden die bereits eingerichteten regionalen Koordinierungsstellen zu regionalen Führungsstellen der Bundeswehr-Feuerwehren ausgebaut.
Im Bereich der Verpflegung wird es Anpassungen hinsichtlich der Sicherstellung der truppennahen Versorgung mit Artikeln des Einsatzvorrats Verpflegung durch eine ausreichende Bevorratung und Lagerung an dislozierten Standorten geben.

Daneben wird aktuell ein Konzept erarbeitet, um mit unserer Expertise die Streitkräfte noch besser bei der Einrichtung und dem Betrieb der so genannten Drehscheibe Deutschland unterstützen zu können. Hierbei wird geprüft, welchen personellen und materiellen Beitrag die Dienststellen des OrgBer IUD erbringen können. Konkret wird vorrangig die Machbarkeit von Planung, Aufbau, Betrieb und Rückbau von zeitlich befristeten Rast- und Sammelplätzen in den Liegenschaften der Bundeswehr durch IUD-eigenes Personal im koordinierten Zusammenwirken vor allem mit zivil-gewerblichen Dienstleistern in den gesetzten Zeitlinien betrachtet. Dabei bewerten wir auch, wie in einem solchen Fall der technische Betrieb in diesen Einrichtungen durchhaltefähig sichergestellt werden kann.
Hierzu wird der OrgBer IUD künftig auch aktiv am Übungsgeschehen der Bundeswehr teilhaben und sich in geeigneter Form in militärischen Übungen einbringen oder eigene Übungsvorhaben durchführen.

Fullfillment IUD. Der OrgBer hat konkrete Vorstellungen wie die Unterstützungsleistungen erbracht werden. Blauer Bund
Fullfillment IUD. Der OrgBer hat konkrete Vorstellungen wie die Unterstützungsleistungen erbracht werden.

Das Konzept für die logistische Sonderaufgabe „Unterbringung im Einsatz“ wird derzeit überarbeitet und an die veränderte Auftragslage angepasst. Hier steht vor allem die Aktualisierung des auf das Internationale Krisenmanagement ausgerichteten Leistungsportfolios im Vordergrund.

Für die Inlandsinfrastruktur werden Möglichkeiten identifiziert, um das Infrastrukturverfahren zu beschleunigen. Hiervon wird auch das Logistische System der Bundeswehr profitieren, bspw. bei der notwendigen Wiederinbetriebnahme ortsfester logistischer Einrichtungen, um den wachsenden Munitions- und Materialbedarf decken und die Truppe zuverlässig versorgen zu können.

Der OrgBer IUD leistet einen wichtigen Anteil bei der Ertüchtigung von Liegenschaften. Blauer Bund
Der OrgBer IUD leistet einen wichtigen Anteil bei der Ertüchtigung von Liegenschaften

 

Text und Bilder: BAIUDBw