Der Nahe Osten am Scheideweg

Es klingt wie ein Märchen aus Tausend-und-eine-Nacht: Nach einem der gefährlichsten Kriege der jüngeren Geschichte des Nahen Osten nun buchstäblich über Nacht die Ankündigung einer Waffenruhe! Was als „Drecksarbeit“ (so Bundeskanzler Merz) für die westliche Welt durch Israel und die USA begann, soll nun ganz plötzlich die Chance für einen Frieden bringen. Und das nur Stunden, nachdem Iran noch eine Raketensalve auf die US-Luftwaffenbasis in Katar abgefeuert hatte – allerdings mit Ankündigung, so dass die Geschosse abgefangen werden konnten. Das reichte offensichtlich den Machthabern in Teheran als Gesichtswahrung, und US-Präsident Donald Trump konnte den bisher größten Erfolg seiner Amtszeit verkünden.

„Der 12-Tage-Krieg hätte Jahre dauern können und den ganzen Nahen Osten zerstören können, aber es passierte nicht, und das wird es niemals.“ Und er lobte beide Seiten für das „Durchhalten, den Mut und die Intelligenz“ und wünschte Wohlergehen für Israel, Iran, den Nahen Osten, die USA und die Welt.

Und auch die Netanjahu-Regierung äußerte sich positiv. Man habe alle Kriegsziele erreicht. Die Machthaber in Teheran ließen ebenfalls ihre Zustimmung verkünden. Dass dann über die vereinbarte Frist hinaus noch einmal iranische Raketen in Israel einschlugen und man in Jerusalem ebenfalls weitere Angriffe ankündigte, führte zu der Mahnung Trumps, „Der Waffenstillstand ist nun in Kraft – Bitte verletzt ihn nicht!“

Nun gilt es, Taten folgen zu lassen und den Waffenstillstand konsequent umzusetzen. Noch ist es zwar zu früh, eine vollständige Bilanz zu ziehen. Aber man kann dennoch feststellen, dass die Welt an einem hoch gefährlichen Flächenbrand vorbeigeschrammt ist, der sowohl militärisch wie auch wirtschaftlich verheerende Folgen hätte haben können.

Ist damit alles gut?

Eine nüchterne Betrachtung zeigt, dass auch Israel keineswegs alle Kriegsziele erreicht hat. In Hintergrundgesprächen wurde dort noch am Montag darauf verwiesen, man habe bislang 50 Prozent der Raketen-Startrampen vernichtet. Die ganze Nacht feuerte der Iran denn auch noch weiter. Auch die Frage, wo das hoch angereicherte Uran tatsächlich abgeblieben ist, ist noch nicht beantwortet. Konnte es noch rechtzeitig vor dem US-Angriff abtransportiert werden?

Einig sind sich die Experten, dass aber die Produktionsanlagen für die Herstellung von Sprengköpfen zerstört worden sind. Damit dürfte Irans Fähigkeit, Atommacht zu werden, tatsächlich um Jahre zurückgeworfen worden sein.

Grundsätzlich jedoch, und das ist der eigentliche Erfolg, könnte dieser Waffenstillstand die Tür öffnen für das, was sowohl die USA wie auch die Europäer unbedingt wollen: der Diplomatie eine Chance zu geben.

Die Angriffe Israels und dann der USA trafen den Iran zu einer Zeit seiner wohl größten Schwäche. Wirtschaftlich stark angeschlagen und als Machtfaktor in der Region fast aller seiner Verbündeten beraubt, blieben nur noch das Atomprogramm und das Raketenarsenal. Nachdem dies nun weitgehend zerstört und dazu die operativen Führungseliten zu Hunderten ausgeschaltet wurden, sahen die Ayatollahs offenbar keinen Ausweg mehr, den Krieg fortzuführen. Auch aus Russland kam außer warmen Worten offenbar wenig handfeste Unterstützung.

Nun allerdings kommt die tatsächliche Herausforderung: aus einem fragilen Waffenstillstand einen Weg zum Frieden zu finden. Und hier steht das entscheidende Fragezeichen im Raum: Ist Teheran wirklich bereit, auf sein militärisches Atomprogramm endgültig zu verzichten?

Es war bisher das Symbol für den Anspruch, sowohl in der Region wie in der eigenen Bevölkerung ernst genommen zu werden. Das ist die ganz praktische Frage. Darüber hinaus gehört es aber auch zur Staatsdoktrin der religiösen Fanatiker in Teheran, dem großen Satan USA und dem kleinen Satan Israel die Stirn zu bieten und den Zionistenstaat von der Landkarte zu tilgen. Ohne die Bombe ist dieser Traum ausgeträumt. Es ist kaum vorstellbar, dass eine Abkehr davon mit dem gegenwärtigen Regime möglich ist.

Weder Israel noch die USA wollten offiziell einen „Regime Change“ zum Kriegsziel machen. Sie hoffen darauf, dass dies aus der iranischen Bevölkerung heraus geschehen würde. Experten auch in Israel verweisen allerdings auf den großen Repressionsapparat, über den die Mullahs verfügen.

Dennoch: Nicht nur der Iran, der ganze Nahe Osten steht jetzt an einem Scheideweg. Gelingt eine Annäherung, könnte es tatsächlich zu einer ganz grundsätzlichen Änderung der Situation in der Region kommen. Dafür müssen erst einmal die Waffen schweigen – jetzt!

Erstveröffentlichung in Europäische Sicherheit & Technik, 24. Juni 2025, www.esut.de

Titel: Der Nahe Osten am Scheideweg

Autor: Werner Sonne

Bild: Werner Sonne

Vorstand NORDWEST in BURG zu Besuch, Information zum BB e.V. und der Kameradschaft NORDWEST

Die letzte Vorstandssitzung Kameradschaft NORDWEST wurde gemäß Vorschlag durch den Vorsitzenden Oberst Christoph Schladt, im Standort BURG in der Clausewitz Kaserne am 26./27. Mai 2025 durchgeführt. Mit fünf Vorstandsmitgliedern war die Sitzung wieder gut besucht und beschlussfähig.

Vorstand NORDWEST:

Oberst a.D. Guntar Bischoff, Oberstlt Michael Janczyk, Oberst Christoph Schladt, Oberstlt Norman Willared, nicht im Bild Hptm Sascha Mohmeyer

Es wurden sechs Tagesordnungspunkte besprochen, Schwerpunkt bildete die Vorbereitung des „Tages der Bundeswehr“ am 28. Juni in GARLSTEDT an der LogSBw. Hier wird der Blaue Bund e.V. durch die K NORDWEST mit einem Werbestand vor dem Gebäude 396 (Lehrsaalgebäude) vertreten. In der Zeit von 09:00 bis 17:00 Uhr werden Mitglieder der Kameradschaft den Stand betreiben und für Gespräche bereit sein.

Ein weiterer Höhepunkt des Kalenderjahres 2025 bildet die Mitglieder- und Informationsveranstaltung am 06. / 07. November ebenfalls an der LogSBw in GARLSTEDT. Die Eckpunkte der Veranstaltung, wie Unterkünfte, Veranstaltungssaal HvT – Saal und Niedersachsen Saal sind reserviert. Weitere Absprachen erfolgen im August/September. Das Programm befindet sich in der Entwurfsfassung und wird am 16. Juni auf der Bundesvorstandssitzung finalisiert.

Im Anschluss an der Vorstandssitzung, führten wir eine Informationsveranstaltung für Unteroffiziere m.P. und Offizieren des Standortes BURG über den Blauen Bund e.V. und deren Kameradschaften durch. Teilnehmer des Regimentstabes LogRgt 1 und aus dem LogBtl 171, 161 waren dazu sehr zahlreich (45 Personen) erschienen.

 

Nach Vortragsende wurde noch sehr zahlreich in einer sehr guten Atmosphäre diskutiert und Gedanken zum Blauen Bund und der Logistik ausgetauscht.

Im positiven Ergebnis konnten sechs neue Mitglieder unter den Logistikern gewonnen werden. So können wir folgende neuen Mitglieder in der K NORDWEST begrüßen: OFR Patrick, Müller aus der 1./LogBtl 171, OStFw Olaf, Schulze aus dem LogBtl 171, Ltn Andre Fritz, Porschat aus der 5./ LogBtl 161, Hptm Roman, Kashtauer aus der 1./LogBtl 171 und Major Niklas, Addezi aus der 3./LogBtl 171. Über unsere WEB Seite des BB e.V. folgte noch am Abend Korvettenkapitän Jens, Wagener, wie er es versprochen hatte.

Ein besonderer Dank geht hier in Richtung des Bataillonskommandeurs Oberstlt Thorsten Fennel und dem Kommandeur des LogRgt 1, Oberst Christoph Schladt der es seinen Soldaten so zahlreich ermöglichte an dieser Veranstaltung teilzunehmen.

Das Clausewitz – Kasino Burg e.V. war dazu ein idealer Ort und wir wurden hervorragend bewirtet und betreut. Ein großes Dankeschön nochmals an das gesamte Personal.

Am zweiten Tag dem 27. Mai stand alles unter dem Zeichen von „Carl von Clausewitz“ einer der bedeutenden Persönlichkeiten der Stadt Burg und des Standortes (Clausewitz – Kaserne), nicht ohne Grund wurde in 2024 auch dem LogRgt 1 der Name Clausewitz zugesprochen.

In der Erinnerungsstätte gleichzeitig auch seinem Geburtshaus, erhielt der Vorstand NORDWEST einen interessanten Abriss über das Leben und Wirken des großen Militärtheoretikers. Unser Dank gilt hier ins besonderen den Referenten der Erinnerungsstätte Herr Hptm a.D. Romeo Stellmacher und Herrn Rolf Gödke. Mit viel Arrangement und Hingabe erzählten beide über den Lebenslauf Carl von Clausewitz und seinem militärischen Wirken und Einfluss auf die moderne Kriegslehre nicht nur in Deutschland.

     

„Mit seinem Buch „Vom Kriege“ schuf er neben der Bibel eines der meistgelesenen Bücher der Welt. Seiner Ehefrau Marie von Clausewitz geb. Brühl ist es zu verdanken, dass 1832 in Berlin seine Skripte geordnet und druckreif herausgegeben wurden. In zehn Büchern wird sein Hauptwerk „ Hinterlassene Werke des Generals von Clausewitz über Krieg und Kriegsführung erläutert durch die Geschichte der neueren Kriege“. Eine der Erstausgaben wird in der Erinnerungsstätte ausgestellt. Das Ehepaar Clausewitz beerdigt in Breslau, wurde 1971 in seine Geburtsstadt Burg überführt und auf dem Ostfriedhof zur letzten Ruhestätte gebettet“.

Ein Besuch der Stadt Burg mit Friedhof und Erinnerungsstätte kann weiter empfohlen werden.

Quellen: © Erinnerungsstätte Carl von Clausewitz, unter www.clausewitz-erinnerungsstätte –burg.de und

© Tourist-information Burg, www.touristinfo-burg.de

Autor: © Oberstlt a.D. Michael Janczyk Geschäftsführer NORDWEST

Fotos: © Hptm Sascha Mohmeyer Beisitzer NORDWEST

Über 20.000 ukrainische Soldatinnen und Soldaten in Deutschland militärisch ausgebildet

ST-C in Strausberg erreicht bedeutenden Meilenstein im Rahmen von EUMAM UA

Das Special Training Command (ST-C) der EU-Ausbildungsmission EU Military Assistance Mission in support of Ukraine (EUMAM UA) in Strausberg hat einen bedeutenden Meilenstein erreicht: Seit Beginn der Mission im Herbst 2022 wurde durch Ausbildungspersonal aus insgesamt 11 Nationen über 20.000 Angehörige der ukrainischen Streitkräfte (AFU) auf deutschem Hoheitsgebiet in vielfältigen militärischen Fachgebieten aus- und weitergebildet.

Eine Mission für Frieden, Freiheit und Solidarität

Russlands völkerrechtswidriger Angriffskrieg gegen die Ukraine verletzt deren territoriale Integrität und hat ein ganzes Land in einen aufgezwungenen Krieg gestürzt. Die Bundeswehr beteiligt sich seit Oktober 2022 an der Ausbildungsmission EUMAM UA, um zur Stärkung der ukrainischen Streitkräfte beizutragen – für die Freiheit der Ukraine und den Frieden in Europa.

Ausbildung auf hohem Niveau – koordiniert aus Strausberg

Das ST-C in Strausberg koordiniert als multinationales Führungselement alle Ausbildungsaktivitäten von EUMAM UA in Deutschland. Der Fokus liegt auf einem realitätsnahen, einsatzorientierten Trainingskonzept. Angehörige der ukrainischen Streitkräfte werden sechs Tage pro Woche, je zwölf Stunden täglich, in Modulen wie beispielsweise Infanterietaktik, Räumen von Minen, Retten von Verwundeten und militärischer Führung geschult.

Unterwasserausbildung im Notfallmodul
Ukrainische Soldaten bereiten sich in Deutschland auf das Überleben
und den Notausstieg aus Luftfahrzeugen im Wasser vor.

Generalmajor Olaf Rohde, Kommandeur des ST-C, betont: „Die bestmögliche Ausbildung ukrainischer Soldaten ist ein entscheidender Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Ukraine – sie stärkt nicht nur militärische Fähigkeiten, son-dern auch das Vertrauen untereinander.“

Der Blick nach vorn: Ausbildung für Ausbilder

In den kommenden Monaten liegt der Schwerpunkt auf der Ausbildung ukrainischer Ausbilder und Führungskräfte, um die Fähigkeiten zur eigenständigen Schulung innerhalb der Ukraine zu stärken. „Diese Mission ist für uns mehr als ein Auftrag – sie ist ein Bekenntnis. Für die Freiheit der Ukraine, für den Frieden in Europa. Solange es erforderlich ist, werden wir die Ukraine unterstützen,“ so Generalmajor Rohde weiter.

HINTERGRUND: EUMAM UA

– Name: European Union Military Assistance Mission Ukraine (EUMAM UA)

– Start: Oktober 2022

– Ziel: Stärkung der ukrainischen Verteidigungsfähigkeit

– Fokus: Gefechtsausbildung, Führungstraining, Sanitätsdienstliche Unterstützung,

– ST-C Standort: Strausberg, Deutschland

– EU-weit ausgebildet: über 75.000 Soldaten bis Mai 2025

– Bisher durch Bundeswehr geschult: über 20.000 (Stand: Mai 2025)

Quelle: STC/Bildrechte: MN Special Training Command

Bundeswehr stärkt Drohnenabwehr: Fähigkeitserweiterung für ASUL beauftragt

Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hat Hensoldt mit der funktionalen Erweiterung des Drohnenabwehrsystems ASUL (Abwehr-System kleine Unbemannte Luftfahrzeuge) beauftragt. Ziel ist es, auf Basis operationeller Erfahrungen und technischer Entwicklungen die Wirksamkeit des Systems weiter zu erhöhen und den Schutz der Einsatzkräfte signifikant zu verbessern.

ASUL ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Luftverteidigung und ermöglicht durch seinen modularen Aufbau die Abwehr sogenannter „small Unmanned Aircraft Systems“ (sUAS). Das System kombiniert Radarsysteme und weitere Sensoren mit einem sich erweiternden Spektrum sogenannter Effektoren – so können sUAS in Echtzeit detektiert, klassifiziert, identifiziert und wirksam bekämpft werden.

Das System ASUL, Abwehrsystem unbemannte Luftfahrzeuge,
ist als stationäres System vor allem für den Feldlagerschutz konzipiert.

Bereits seit seiner Einführung im Jahr 2022 befindet sich ASUL in der Nutzung durch die Bundeswehr und hat sich bereits in einer Vielzahl von Missionen als wirksames System zur Drohnenabwehr bewährt. Aufbauend auf den dabei gewonnenen Erkenntnissen und aktuellen technologischen Entwicklungen wird ASUL nun zielgerichtet weiterentwickelt und noch besser an die operationellen Anforderungen der Truppe angepasst.

Dabei wird der modulare Systemansatz bestmöglich genutzt und Flexibilität in Art, Umfang und Leistung von Sensorik und Effektorik geschaffen. Weitere Erweiterungen sind bereits geplant.

Das Vorhaben stärkt die Fähigkeiten der Bundeswehr im Bereich Counter-UAS sowie die Reaktionsfähigkeit auf dynamische Bedrohungen im Luftraum und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten.

Quelle: PIZ AIN/Bildrechte: Bundeswehr

Material kommt an: Sanitätskräfte erhalten neue Container zur Diagnostik und Behandlung

Nur 17 Monate nach Vertragsschluss hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr gestern zwei neue, hochmoderne Sanitätscontainer vom Auftragnehmer übernommen, die über die Logistik des Sanitätsdienstes, nach den nun anstehenden Schulungen, schnellstmöglich an die Truppe ausgeliefert werden.

Insgesamt erhalten die Sanitätskräfte jeweils drei neue Container für Computertomographie (CT) und Röntgen, teilweise finanziert aus dem Sondervermögen. Die sechs neuen Container mit hochmodernem medizinischem Equipment ersetzen zukünftig veraltete Ausstattung und sollen alle noch bis Ende September 2025 zulaufen.

Material kommt an: Sanitätskräfte erhalten neue Container zur Diagnostik und Behandlung

Eine Grafik des Röntgen-Containers.
Aufgebaut wie eine Röntgenstation im Krankenhaus – mobil und von jedem Ort.
Weiter oben im Bild: Der CT-Container

Die Container sind Teil der sogenannten Modularen Sanitätseinrichtung, kurz MSE: eine mobile medizinische Behandlungseinrichtung der Bundeswehr, die im Wesentlichen auf einer Kombination von Sanitätszelten und ISO-Containern basiert. Die MSE ist das Haupteinsatzsystem der Sanität, gerade im Falle der Landes- und Bündnisverteidigung, und unterteilt sich in verschiedene Ebenen. Während in den ersten beiden Ebenen die allgemeine und notfallmedizinische Erstversorgung und Stabilisierung sowie die erste notfallchirurgische, internistische Erstversorgung von Verwundeten stattfindet, befindet sich in der dritten Ebene die klinische Akutversorgung im Einsatz – das Einsatzlazarett.

In dieser dritten Ebene kommen die Bildgebung und Radiologie zum Tragen – die Komponenten, die die neuen Container beinhalten. Sie spielen eine essentielle Rolle zur Diagnostik und Behandlung von verletzten Soldatinnen und Soldaten. Sollten sie nicht im Einsatz benötigt werden, können sie auch, beispielsweise bei Ausfall oder Wartung von Geräten, in den Krankenhäusern der Bundeswehr genutzt werden.

„Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, der Herstellerfirma und den beteiligten Stellen im Beschaffungsamt hat das Projekt zum Erfolg geführt“, betonte der Projektleiter anlässlich der Übergabe. „Mit dem Zulauf der neuen, regenerierten Systeme erwarten wir eine spürbare Verbesserung der Einsatzbereitschaft des Sanitätsdienstes.“

Quelle: PIZ AIN/Bildrechte: Rheinmetall

BVL Supply Chain CX 2025 vom 22. bis 24. Oktober 2025

Die zweite Ausgabe der BVL Supply Chain CX findet vom 22. bis 24. Oktober 2025 im Estrel in Berlin statt. In über 50 Sessions geht es um die Schwerpunktthemen „Digitalisierung von Supply Chains“, „Sustainable Logistics“, „Geopolitics and Supply Chains“, „Generative AI & Machine Learning“, „Technology & Automation“, „Organizations & People“ sowie „Transformatione of Logistics Service Providers“. Die Liste der Speaker auf der Veranstaltungsseite füllt sich nach und nach, u.a. mit dabei: Jens H. Lund von DSV und Petra Scharner-Wolff von der Otto Group. Bis zum 30. Juni 2025 gibt es die Tickets noch zum attraktiven Early Bird-Tarif.

» Zur Veranstaltungswebsite

Armee in der Demokratie: Studie zu politischen Einstellungen in der Bundeswehr

Das Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr (ZMSBw) untersuchte erstmals in einer umfassenden Studie die politischen Einstellungen von Soldatinnen und Soldaten sowie zivilen Bundeswehrangehörigen. Die Studienergebnisse des Projekts „Armee in der Demokratie. Ausmaß, Ursachen und Wirkungen von politischem Extremismus in der Bundeswehr“ liegen nun vor.

Die Bundeswehr ist eine Armee in der Demokratie. Das Soldatengesetz verlangt von den Soldatinnen und Soldaten der Bundeswehr ein aktives Eintreten für die freiheitliche demokratische Grundordnung. Politischer Extremismus ist mit den gesetzlichen Vorgaben und normativen Ansprüchen der Bundeswehr unvereinbar. Im Juli 2020 wurde durch die damalige Bundesministerin der Verteidigung eine Studie zur „Armee in der Demokratie“ (AID) beauftragt. Die wissenschaftliche Studie war Teil eines durch die Arbeitsgruppe zum Kommando Spezialkräfte erarbeiteten Maßnahmenkatalogs und wurde in Verantwortung des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr durchgeführt.

Folgende Fragen standen im Mittelpunkt der Untersuchung: Wie hoch ist das Ausmaß und was sind die Ursachen extremistischer Einstellungen unter den Angehörigen der Bundeswehr? Wie wird mit politischem Extremismus in der Bundeswehr umgegangen? Wie ist das Verhältnis der Angehörigen der Bundeswehr zu Politik und Gesellschaft und welche Bedeutung hat Politik für das soldatische Selbstverständnis?

Wesentliche Ergebnisse

Eine große absolute Mehrheit der Soldatinnen und Soldaten und der zivilen Beschäftigten der Bundeswehr wird den Anforderungen an eine Armee (in) der Demokratie vollkommen gerecht. Weniger als ein Prozent der Angehörigen der Bundeswehr weisen konsistent rechtsextremistische Haltungen auf. Der Anteil von Personen mit konsistent rechtsextremen Einstellungen ist in der Bevölkerung mit über 5 Prozent deutlich höher.

Darüber hinaus zeigt die Studie, dass Personen mit rechtsextremistischen Einstellungen ein erhöhtes Interesse an einer Tätigkeit in der Bundeswehr zeigen. Dagegen sind nahezu alle Soldatinnen und Soldaten der Ansicht, dass politische Extremisten in der Bundeswehr nichts zu suchen haben. Zur Abwehr extremistischer Tendenzen ist es daher wesentlich, dass Personen mit einer Affinität zu rechtsextremistischen Einstellungen von vorneherein nicht in die Bundeswehr gelangen. Präventionsmaßnahmen, wie die Sicherheitsprüfung der Soldatinnen und Soldaten bei der Einstellung sowie die historische und politische Bildung, gegen Rechtsextremismus sind daher weiterzuführen und fortzuentwickeln.

Eid auf die Demokratie:
Feierliches Gelöbnis auf dem Paradeplatz des Bundesministeriums der Verteidigung in Berlin.
Bildrechte: Bundeswehr

Praktische Relevanz

Die AID-Studie liefert wichtige Erkenntnisse zu Ursachen und Wirkmechanismen von Extremismus. Die Bekämpfung von Extremismus im Sinne gelebter Null-Toleranz sollte unverändert höchste Priorität haben. Die Bekämpfung von Extremismus wird in der Bundeswehr durch verschiedene Instrumente gewährleistet, angefangen bei personalwirtschaftlichen Maßnahmen und Disziplinarmaßnahmen bis hin zu Sicherheitsüberprüfungen und organisatorischen Verbesserungen, wie der weiteren Ertüchtigung des Militärischen Abschirmdienstes (MAD) und der Truppendienstgerichte. Wichtige Instrumente der Extremismusprävention sind die Konzeption der Inneren Führung, die Traditionspflege und die Persönlichkeitsbildung in der Bundeswehr. Diese Maßnahmen und Instrumente sind sinnvoll und sollten mit unveränderter Intensität fortgeführt werden.

Wissenschaftliche Methode

Politische Einstellungen in der Bundeswehr wurden bislang nur ansatzweise empirisch erforscht. Zur Beantwortung der zentralen Forschungsfragen hat das ZMSBw drei Studienmodule eingesetzt:

  1. Schriftliche Befragung von zivilen und militärischen Angehörigen der Bundeswehr (Papier und Online) im November und Dezember 2022. Daran haben über 4.300 zivile und militärische Angehörige der Bundeswehr teilgenommen. Die Daten sind für alle Soldatinnen und Soldaten und Zivilbeschäftigten der Bundeswehr repräsentativ, aussagekräftig und belastbar.
  2. Eine repräsentative computergestützte persönliche Bevölkerungsbefragung zwischen September und November 2022 zu Vergleichszwecken. Das Markt- und Meinungsforschungsinstitut IPSOS befragte über 4.600 Personen. Die Erhebungsinstrumente in den Fragebögen der bundeswehrinternen Befragung und der Bevölkerungsbefragung waren soweit wie möglich identisch.
  3. Gruppendiskussionen mit Soldatinnen und Soldaten von 2021 bis 2022. Das ZMSBw führte insgesamt 18 Gruppendiskussionen mit jeweils drei bis acht Soldatinnen und Soldaten an acht Standorten der Bundeswehr durch. Die Diskussionsrunden wurden nach dem Ansatz der dokumentarischen Methode ausgewertet.

Autorinnen und Autoren

Verantwortlich für die Studie sind Dr. Markus Steinbrecher, Dr. Heiko Biehl und PD Dr. Nina Leonhard vom ZMSBw.

Umfassende Informationen mit Studien-Download auf der Website des ZMSBw.

Quelle: Pressestelle ZMSBw/Bildrechte: Bundeswehr

Melanie Rohe durfte selbst Hand anlegen – und viel für sich und ihre Arbeit mitnehmen Quelle: HIL GmbH, Blauer Bund

Über den Tellerrand schauen: Zu Besuch in der Instandhaltung

Dr. Melanie Rohe, stellvertretende Projektleiterin des zukünftigen Systems Schützenpanzer Rad im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, kurz BAAINBw, tauschte ihren Arbeitsplatz für ein paar Tage, um neue Eindrücke zu sammeln: Es ging zur Heeresinstandsetzungslogistik, kurz HIL GmbH, in Hammelburg.

Schwerpunkt des Besuchs: Instandhaltungen am Gepanzerten Transport-Kraftfahrzeug Boxer  – dem „Mutterschiff“ der Infanterie. Melanie Rohe begleitete Mitarbeitende der HIL GmbH, die sich um die Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen und Geräten der Bundeswehr kümmern, bei der täglichen Arbeit. Die Referentin aus der Abteilung Kampf im BAAINBw wollte damit noch tiefer in die Technik einsteigen – um so noch umfangreichere Fachkenntnisse in ihr Projektmanagement einfließen lassen zu können.

„Aus meiner Sicht gehört mehr zum Projektmanagement, als die Dokumentenlage zu prüfen, einzelne Prozesse zu überwachen und die Nachweisführung sicherzustellen. Wenn ich für die Beschaffung eines Fahrzeugs mitverantwortlich bin, muss ich das System im Ganzen verstehen und auch einen Einblick in die Fristen- und Instandsetzungsarbeiten bekommen“, betont Rohe. Insbesondere die Einführung des „Common Drive Module“ sei ein wichtiger Aspekt, weil dieses neue Standard-Fahrmodul ebenfalls Teil des Schützenpanzers Rad sein wird. Es hat beispielsweise eine höhere Traglast, neue Reifen und ein verändertes Fahrwerk. „Bunte computergenerierte Bilder reichen mir für den Informationsgewinn – zum Beispiel über die Unterschiede der beiden Fahrmodule – nicht aus.“

Selbst Hand anlegen

So wurde zum Beispiel die Trennung des Fahr- und Missionsmoduls durchgeführt, das Triebwerk gezogen, die Schnelltrennkupplung zwischen dem Triebwerk und Verteilergetriebe gelöst, die Reifen demontiert sowie die Bremsen geprüft und gereinigt. „Ich hatte überhaupt keine Vorstellung, wie groß der Aufwand von Instandhaltungsarbeiten am GTK ist. Der Umfang ist wesentlich zeitintensiver als bei bisher eingeführten Radsystemen, wie zum Beispiel beim Allschutz-Transport-Fahrzeug Dingo. Neben dem Schrauben habe ich auch einen Einblick in die administrativen Aufgaben der Fahrzeuginstandsetzung bekommen“, berichtet die Referentin.

Melanie Rohe durfte selbst Hand anlegen – und viel für sich und ihre Arbeit mitnehmen Quelle: HIL GmbH, Blauer Bund
Melanie Rohe durfte selbst Hand anlegen – und viel für sich und ihre Arbeit mitnehmen
Quelle: HIL GmbH, Blauer Bund

Ergänzend zu den Schraubertätigkeiten wurde auch eine Eingangsprüfung des GTK Boxer durchgeführt. Diese umfasst zum Beispiel den einwandfreien Zustand des Fahrzeugs, die Dichtigkeit und die Funktionsprüfung aller Teilsysteme. „Besser bekannt als ZDF – Zustand, Dichtigkeit, Funktion“, so Rohe. Mithilfe der Eingangsprüfung werden eventuelle Schäden identifiziert und der Instandsetzungsaufwand definiert. Nach der Eingangsprüfung startet gleichzeitig auch die Ersatzteilbeschaffung, um das Fahrzeug wieder schnellstmöglich einsatzfähig zu machen und dann der Truppe zur Verfügung zu stellen.

„Der Einblick in die Instandhaltung war sehr informativ, spannend und am Ende des Tages natürlich auch körperlich anstrengend. Besonders beeindruckt hat mich nicht nur die fachliche Kompetenz der Mitarbeitenden vor Ort, sondern auch die freundliche und kollegiale Einweisung in das Tagesgeschäft“, resümiert Melanie Rohe. Und eines sei sicher, sagt sie: Das sei nicht ihr letzter Besuch gewesen.

Text: PIZ AIN

Mercedes-Benz Zetros, der erste Fahrzeugtyp, den ARX Robotics mit digitalen Systemen ausstatten wird. Blauer Bund

Daimler Truck und ARX Robotics planen Partnerschaft im Bereich Defence-Mobilität

  • Partnerschaft für digitale Vernetzung und damit höhere Einsatzfähigkeiten im Defence-Fahrzeugbereich.
  • KI-Software-Integration: Betriebssystem von ARX Robotics soll digitale Fähigkeiten der Fahrzeuge von Mercedes-Benz Special Trucks erhöhen.
  • Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie durch Innovationspartnerschaften.

Leinfelden-Echterdingen / München – Daimler Truck und ARX Robotics, eines der führenden Unternehmen für unbemannte autonome Landsysteme mit Sitz in München, planen eine strategische Partnerschaft. Hierfür haben die Unternehmen nun eine Absichtserklärung unterzeichnet. Ziel ist, gemeinsam die nächste Generation der digitalen Entwicklung im Bereich militärischer Fahrzeuge voranzutreiben.

Die Unternehmen wollen künftig Robotik- und KI-Technologien von ARX Robotics in Fahrzeugplattformen von Daimler Truck integrieren und so eine höhere Vernetzung, Einsatzfähigkeit und Effizienz der Fahrzeuge erreichen. Speziell die militärischen Fahrzeugvarianten der Baureihen Unimog und Zetros, die die Organisationseinheit Mercedes-Benz Special Trucks in Wörth am Rhein entwickelt, produziert und vertreibt, sollen durch Sensorik- und Software-Module und den Einsatz von Künstlicher Intelligenz für ein breiteres Aufgabenspektrum befähigt werden können. Im Vordergrund steht dabei neben der Vernetzung die Bedienung durch Teleoperation und das autonome Fahren im freien Gelände. Die neuen digitalen Möglichkeiten basieren auf dem innovativen Mithra OS-Betriebssystem von ARX Robotics. In enger Zusammenarbeit wollen die beiden Unternehmen die Technologie basierend auf Erfahrungswerten stetig weiterentwickeln.

V.l.n.r.: Daniel Zittel, Head of Defence Sales, Mercedes-Benz Special Trucks; Marc Wietfeld, Mitbegründer und CEO von ARX Robotics. Daimler Truck und ARX Robotics planen Partnerschaft im Bereich Defence-Mobilität blauer Bund
V.l.n.r.: Daniel Zittel, Head of Defence Sales, Mercedes-Benz Special Trucks; Marc Wietfeld, Mitbegründer und CEO von ARX Robotics.
Daimler Truck und ARX Robotics planen Partnerschaft im Bereich Defence-Mobilität

Daniel Zittel, Head of Defence Sales, Mercedes-Benz Special Trucks: „Derzeit investieren und wachsen wir im Defence-Bereich, um Kundenbedürfnisse noch besser zu erfüllen und spezialisierte Lösungen für militärische Aufgaben anzubieten. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit mit ARX Robotics, einem der führenden Startups für autonome Bodensysteme. Digitalisierung und KI werden eine Schlüsselrolle im Verteidigungsbereich spielen, insbesondere bei der Cyberabwehr, der Verteidigungslogistik und der internationalen Zusammenarbeit.“

Marc Wietfeld, Mitbegründer und CEO von ARX Robotics: „Die Zukunft von Landstreitkräften ist softwaredefiniert, denn nur so können sie im Bedarfsfall eng vernetzt agieren. Moderne Fahrzeuge sollten deshalb die aktuellen Software- und KI-Module aufnehmen können, um auch weiterhin ein effizienter Teil der NATO-Streitkräfte zu sein. Die Lösungen von ARX Robotics können in Verbindung mit den Offroad-Fahrzeugen von Mercedes-Benz Special Trucks für deutlich mehr Effizienz im Defence-Fahrzeugbereich sorgen. Unser geplantes Gemeinschaftsprojekt verfolgt einen europäischen Ansatz und zielt darauf ab, die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Verteidigungsindustrie zu stärken.“

 

Integration des Mithra OS-Betriebssystems in Zetros und Unimog

Die Fahrzeugflotten sollen durch Ausstattungserweiterungen und die Integration des Betriebssystems Mithra OS die Fähigkeit erhalten, sich mit anderen softwaredefinierten Systemen, wie beispielsweise kompatiblen Fahrzeugen oder Drohnen, zu vernetzen. Das vereinfacht ein koordiniertes Vorgehen der verschiedenen Einheiten. Besonders wichtig ist das bei sogenannten Multi-Domain-Operationen, also Einsätzen bei denen gleichzeitig am Boden und in der Luft agiert wird.

Missionsplanungs- und Operationstablet von ARX Robotics. Blauer Bund
Missionsplanungs- und
Operationstablet von ARX Robotics

Technologisches Kernstück ist der ARX Core, die zentrale Computing- und Networkingeinheit, die in den Fahrzeugen verbaut werden soll und die Einbindung von verschiedenen Sensoren, Kameras und Funksystemen unterstützt. Damit ist Objekterkennung und schnelle Datenerfassung und -übermittlung in Verbindung mit Künstlicher Intelligenz möglich. Die Fahrzeuge sollen dadurch beispielsweise in die Lage versetzt werden, autonom den besten Weg im Gelände zu einem definierten Standort zu finden, Minenräumungen ferngesteuert durchzuführen oder Verletzte aus Risikobereichen zu evakuieren, ohne dabei Besatzungsmitglieder in Gefahr zu bringen.

In einem ersten Schritt werden gemeinsame Prototypen vom Typ Mercedes-Benz Zetros mit den digitalen Systemen von ARX Robotics ausgestattet. Nach der technischen Implementierung in das Gesamtfahrzeug wollen die Partner unterschiedliche Einsatzszenarien erproben und weitere Fahrzeugtypen, wie beispielsweise auch den Unimog, für umfassende Vernetzung, Teleoperation und autonomes Fahren im freien Gelände befähigen.

Mercedes-Benz Zetros, der erste Fahrzeugtyp, den ARX Robotics mit digitalen Systemen ausstatten wird. Blauer Bund
Mercedes-Benz Zetros, der erste Fahrzeugtyp, den ARX Robotics mit digitalen Systemen ausstatten wird.

Auch Nachrüstung bestehender Flotten möglich

Um zur Erneuerung der NATO-Fahrzeugflotte bestmöglich beizutragen, verfolgen ARX Robotics und Mercedes-Benz Special Trucks den Ansatz, bestehende und neue Fahrzeuge gleichermaßen mit digitalen Fähigkeiten auszustatten, beziehungsweise diese nachzurüsten. Das zweigleisige Vorgehen ermöglicht eine schnellere Umsetzung der Modernisierung und eine bessere Nutzung vorhandener Ressourcen.

 

Über ARX Robotics

ARX Robotics ist eines der führenden deutschen Defense Tech-Startups. Das Unternehmen entwickelt autonome unbemannte Bodensysteme mit skalierbaren Hardwarekomponenten und Softwarearchitekturen. Mit seinen innovativen, modularen Plattformen nutzt ARX Robotics Software-Defined Defence und Robotik um Produktivität, Effizienz und Sicherheit in verschiedenen Branchen neu zu gestalten. Mit seinem System ARX Mithra OS digitalisiert ARX bestehende militärische Systeme und Fahrzeugflotten und transformiert sie in Software- und KI-gestützte, vernetzte System. ARX-Systeme werden derzeit von sechs europäischen Streitkräften beschafft oder getestet. ARX Robotics wird von renommierten Investoren wie Project A Ventures und dem Nato Innovation Fund unterstützt.

 

Über Mercedes-Benz Special Trucks

Innerhalb des Gesamtkonzerns Daimler Truck ist Mercedes-Benz Special Trucks als Geschäftsbereich für Sonderfahrzeuge verantwortlich für das Defence-Geschäft sowie unter anderem für die Segmente Feuerwehr und Katastrophenschutz. Mercedes-Benz Special Trucks bietet vom hochgeländegängigen Unimog und Zetros über die Lkw-Baureihen Atego, Actros und Arocs bis hin zu Schwerlastzugmaschinen eine große Bandbreite an Komplettfahrzeugen für militärische Anwendungen an. An den Produktionsstandorten in Wörth am Rhein und Molsheim (Frankreich) produziert Mercedes-Benz Special Trucks in hohen Stückzahlen für Großaufträge und setzt auch individuelle Kundenwünsche mit speziellen Sonderausstattungen um.

Ansprechpartner:
Lukas Hettmannsperger, +49 (0) 170 387 1112, lukas.hettmannsperger@daimlertruck.com
Ulrike Burkhart, +49 (0) 1608613757, ulrike.burkhart@daimlertruck.com

Text und Fotos: Daimler Truck

Verdacht PTBS – Wie können Angehörige bei der Diagnose und Therapie helfen?

Am 1. April hat der Beauftragte PTBS im Verteidigungsministerium, Oberstarzt Prof. Dr. Peter Zimmermann die Infokampagne „Angehörigenfragebogen PTBS“ gestartet.

Bei einer Veranstaltung zur Thematik im Evangelischen Kirchenamt der Bundeswehr präsentierte der Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, die Internetseite inklusive Fragebogen für Angehörige. Ziel der Kampagne ist es, betroffene Soldatinnen und Soldaten schneller in eine Therapie zu bringen.

Der Fragebogen umfasst 12 Fragen, die auf ein verändertes Verhalten der Partnerin oder des Partners abzielen. Am Ende des Fragebogens wird ein Punktwert ermittelt und daraus resultierend eine Handlungsempfehlung abgegeben. Es werden keine Daten an Dritte übermittelt, sodass dieses Angebot anonym und niederschwellig genutzt werden kann.

Die Fortentwicklung in der Erkennung und frühzeitigen Therapie ist den Beteiligten Entwicklern des Fragebogens ein besonderes Herzensanliegen. Denn so sagte es bereits Oberstarzt Pr. Dr. Peter Zimmermann bei einem vorab durchgeführten Videodreh: „Partner, Familien und Angehörige von psychisch Erkrankten sind zum einen diejenigen, die von der Symptomatik oft schon recht früh etwas mitbekommen. Manchmal sogar früher als die Betroffenen selbst. Sie sind auch die, welche oft am meisten darunter leiden…“.

Neben der Entwicklung des Fragebogens sind die Geschichten der betroffenen Familien das Herzstück der Kampagne. Dabei sind kurze Videos entstanden, die auch Emotionen rund um die Thematik vermitteln. Neben den Geschichten werden auch Expertenvideos zur Thematik PTBS bereitgestellt. Betroffeneninterviews, die Expertenvideos und nicht zuletzt auch der Angehörigenfragebogen sind auf einer extra für die Infokampagne erstellten Website zu finden:

https://www.bundeswehr.de/de/betreuung-fuersorge/ptbs-hilfe/wie-angehoerige-eine-ptbs-erkennen

Quelle: PIZ SanDstBw/Bildrechte: Bundeswehr/Patrick Grüterich