FFG investiert in die Zukunft: Spatenstich für Werk 3 stärkt Region und Verteidigungsfähigkeit

Handewitt / Flensburg, 6. Februar 2026 – Mit dem symbolischen ersten Spatenstich für das neue Werk 3 setzt die FFG Flensburger Fahrzeugbau Gesellschaft mbH (FFG) ein klares Zeichen für Wachstum, Zukunftssicherheit und den weiteren Ausbau ihrer industriellen Fähigkeiten. Gemeinsam mit Ministerpräsident Daniel Günther, dem Generalinspekteur der Bundeswehr, General Carsten Breuer, sowie dem Bürgermeister der Gemeinde Handewitt, Thomas Rasmussen, gaben der Sprecher der FFG Gesellschafter Norbert Erichsen sowie die Geschäftsführer Max Heimann und Jörg Kamper den offiziellen Startschuss für das Großprojekt.

Spatenstich bei bester Laune

An der Veranstaltung nahmen zahlreiche Vertreterinnen und Vertreter aus Politik, Verwaltung, Bundeswehr, internationalen Streitkräften und Industrie teil – ein sichtbarer Ausdruck der Bedeutung des Projekts für die Region und darüber hinaus.

Werk 3 ist ein zentrales Zukunftsprojekt der FFG. Mit dem neuen Standort schafft das Unternehmen zusätzliche Fertigungskapazitäten, moderne und attraktive Arbeitsplätze sowie eine hohe Flexibilität für unterschiedliche Systeme und Kundenanforderungen. Künftig sollen hier unter anderem neue Fahrzeugsysteme wie ACSV und WiSENT 2 sowie perspektivisch auch CAVS gefertigt werden. Die Produktion soll im Frühjahr 2027 aufgenommen werden.

Im ersten Bauabschnitt entstehen ein fünfgeschossiges Verwaltungsgebäude, zwei Fertigungshallen sowie eine Logistikhalle mit automatisiertem Hochregallager. Das Werk ist konsequent auf Flexibilität, Wachstum und langfristige Nutzung ausgelegt.

Ministerpräsident Daniel Günther würdigte das Projekt als „starkes Zeichen für den Ausbau der europäischen Verteidigungsfähigkeit“ und betonte die Bedeutung der FFG als innovatives, international tätiges Unternehmen der schleswig-holsteinischen Wehrtechnik .

Norbert Erichsen, Sprecher der Gesellschafter, unterstrich in seiner Ansprache das langfristige Bekenntnis der FFG zur Region und zur eigenen Verantwortung:

„Mit dem neuen Werk entwickeln wir uns als FFG auf allen Ebenen weiter. Es ist eine sehr langfristige Investition – in unsere Fähigkeiten, in hochwertige Arbeitsplätze und in den Standort Schleswig-Holstein. Diese Investition tragen wir bewusst aus unternehmerischer Verantwortung heraus.“

Ein besonderer Dank der FFG gilt der Gemeinde Handewitt sowie dem Bauamt Schleswig-Flensburg, die das Projekt mit außergewöhnlichem Engagement begleitet haben. In enger, lösungsorientierter Zusammenarbeit seien in kurzer Zeit entscheidende Voraussetzungen geschaffen worden – ein Beispiel für eine Verwaltung, die pragmatisch denkt und auch die sprichwörtliche „extra Meile“ geht.

Mit Werk 3 stärkt die FFG nicht nur ihre eigene Wettbewerbs- und Lieferfähigkeit, sondern leistet auch einen wichtigen Beitrag zur Verteidigungsfähigkeit der Bundeswehr sowie europäischer Partner.

Quelle/Bildrechte: FFG

Kärcher Futuretech GmbH – Sales Manager (m/w/d) Bundeswehr/NATO/EU

 

Das werden Ihre WOW-Momente:

 

  • Sie übernehmen einen gut gepflegten Kundenstamm von militärischen Beschaffungsbehörden (Bundeswehr und ausgewählte Länder innerhalb der NATO/EU), identifizieren aber auch Entscheidungsträger und Umsatzpotenziale bei weiteren relevanten Organisationen und Behörden, a. durch die Teilnahme an Messen und Konferenzen.
  • Sie tragen die Umsatzverantwortung für einen der Hauptkunden des Unternehmens, identifizieren laufend neue Vertriebsmöglichkeiten und sind verantwortlich für die Akquise neuer Aufträge. Als Basis des Erfolgs dient der Aufbau und die Pflege von langfristigen Kundenbeziehungen zu relevanten Entscheidungsträgern.
  • Sie präsentieren dem anspruchsvollen militärischen Kundenkreis neue Konzepte und bestehende Produkte und erarbeiten auf Basis kundenseitiger Anforderungen erste Lösungsvorschläge.
  • Sie führen individuelle Marktanalysen durch, identifizieren entsprechende Besonderheiten und erarbeiten Strategien zur Marktbearbeitung. Idealerweise hilft Ihnen dabei Ihre bereits vorhandene militärische

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  • Sie können bereits Erfolge im Vertrieb erklärungsbedürftiger Lösungen nachweisen und verfügen über ein bestehendes Netzwerk im Bereich der deutschen Rüstungsindustrie.
  • Darüber hinaus überzeugen Sie mit Erfahrungen auf dem genannten Gebiet und haben bereits Projektaufgaben wahrgenommen, idealerweise im technischen Investitionsgüterbereich.
  • Sehr gute Deutsch- und Englischkenntnisse sowie sowohl mündlich als auch schriftlich hohe kommunikative Kompetenzen.
  • Verkaufstalent und Verhandlungsgeschick, pragmatisches Denken und Handeln und ein sicheres Gespür für den Umgang mit unterschiedlichen Mentalitäten runden Ihr Profil

 

Unser Kärcher WOW-Paket:

 

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  • Mobilität auf Sie zugeschnitten: Fahrtkostenzuschuss für den ÖPNV von 60%, attraktive Entgeltumwandlungsmodelle zum Leasing von Fahrrad oder PKW, Prämien für Radfahrer*innen.
  • Ausgewogen, frisch und WOW: Regionale und saisonale Küche in unseren mehrfach ausgezeichneten Betriebsrestaurants.
  • Die richtigen Leute, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort, mit der richtigen Perspektive: Klingt kompliziert? Nicht für Wir unterstützen Sie bei Ihrer individuellen Entwicklung mit unserem Talentmanagement-Prozess und einem umfangreichen Weiterbildungsangebot.

 

Also: Wanna WOW with us?

 

Laden Sie einfach Ihren Lebenslauf online hoch und hinterlassen Sie Ihre Kontaktinfos. Wir freuen uns darauf, Sie von Ihrer persönlichen WOW-Seite kennenzulernen! Wir begrüßen die Bewerbung von Menschen mit Behinderung, deren Integration uns ein besonderes Anliegen ist.

 

Ihre Bewerbung wird vertraulich behandelt, versprochen.

 

Together towards a clean world.

Frederik Lohse I Head of Talent Acquisition

Kärcher Futuretech GmbH – Sales Manager (m/w/d) North and Eastern Europe

 

Das werden Ihre WOW-Momente:

 

  • Sie sind zuständig für die direkte und indirekte Bearbeitung unserer nord- osteuropäischen Militärmärkte (NATO).
  • Sie präsentieren unsere technisch erklärungsbedürftigen Produkte vor Militärkunden, stellen dabei unsere Produktvorteile heraus und führen erfolgreiche Verhandlungen mit öffentlichen Auftraggebern.
  • Die bestehenden Partnerstrukturen führen Sie fort und bauen sie kontinuierlich weiter
  • Dazu gehört die kontinuierliche Marktbeobachtung und Identifizierung von relevanten Fähigkeitslücken in den jeweiligen Ländern sowie des lokalen Wettbewerbs.
  • Im Rahmen von internationalen Ausschreibungen öffentlicher Auftraggeber arbeiten Sie eng mit dem Bid Management zusammen.

 

Es wäre WOW, wenn Sie das hier mitbringen:

 

  • Ein erfolgreich abgeschlossenes Studium im Bereich Wirtschaftsingenieurwesen, Wirtschaftswissenschaften oder Staats- und Sozialwissenschaften.
  • Von Vorteil ist eine mehrjährige militärische Ausbildung (z.B. SaZ 12) einschlägige Erfahrung im militärischen Umfeld und idealerweise Berufserfahrung im Vertrieb.
  • Verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse sowie idealerweise weitere
  • Verkaufstalent und eine hohe Kundenorientierung sowie Interesse an anderen Kulturen der europäischen Nachbarstaaten und Reisebereitschaft.
  • Technisches Verständnis sowie fundiertes Know-how in MS Office Google Workspace.
  • Führungserfahrung sowie Argumentations- und Kommunikationsstärke, ergänzt um Organisationstalent und unternehmerisch geprägtes, internationales Denken/Handeln.

 

Unser Kärcher WOW-Paket:

 

  • Genug Zeit, um Familie, Freund*innen und die Welt zu sehen: 30 Tage Urlaub. An Heiligabend und Silvester haben Sie frei.
  • Mobilität auf Sie zugeschnitten: Fahrtkostenzuschuss für den ÖPNV von 60%, attraktive Entgeltumwandlungsmodelle zum Leasing von Fahrrad oder PKW, Prämien für Radfahrer*innen.
  • Ausgewogen, frisch und WOW: Regionale und saisonale Küche in unseren mehrfach ausgezeichneten Betriebsrestaurants.
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Frederik Lohse I Head of Talent Acquisition

Standardisierung der Führungswaffeneinsatzsysteme (FüWES) – Vertragsschluss mit Kanada stärkt Einsatzfähigkeit der Deutschen Marine

Mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens zwischen Deutschland und Kanada wurde am 14. November 2025 ein entscheidender Schritt zur Modernisierung der FüWES aller Überwasserplattformen der Deutschen Marine vollzogen. Das Projekt markiert einen zentralen Meilenstein für die Vereinheitlichung der Technik, digitale Zukunftsfähigkeit der maritimen Streitkräfte gemeinsam mit dem NATO-Partner Kanada.

Einheitliches IT-Herzstück für alle seegehenden Einheiten

Das FüWES gilt als das „IT-Herzstück“ moderner Marineschiffe. Es verknüpft sämtliche operationellen und technischen Subsysteme und ist damit ausschlaggebender Faktor für die Kampfkraft und Führungsfähigkeit einer Einheit.

Ziel des Projektes ist die Standardisierung der bislang heterogenen Systemlandschaft sowie die Rückführung der Systemhoheit an den öffentlichen Auftraggeber. Das Vorhaben wird als KAT-B-Projekt mit einer Laufzeit von rund 25 Jahren und einem Projektvolumen von über eine Milliarde Euro realisiert.

Kooperation mit Kanada – gemeinsamer Weg zu mehr Interoperabilität

Das System, das künftig auf allen deutschen Schiffen und Booten zum Einsatz kommen soll, wurde von der Royal Canadian Navy bei der Firma Lockheed Martin Kanada beauftragt, eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Es zeichnet sich durch hohe Skalierbarkeit, Modularität, die Verwendung von Standard-Hard- und Softwarekomponenten sowie regelmäßige Softwareupdates aus.

Im Rahmen des Regierungsabkommens wird Deutschland umfassende Nutzungsrechte erhalten. Die Kooperation mit dem NATO-Partner Kanada umfasst nicht nur den Systemtransfer, sondern auch gemeinsame Weiterentwicklung, Kostenteilung und operative Zusammenarbeit. Damit wird die Interoperabilität innerhalb des Bündnisses gestärkt und ein nachhaltiger Technologietransfer gesichert.

Die Fregatte F 221 Hessen fährt vor den Schiffen anderer Nationen während einer internationalen Übung in der Ostsee.

Schrittweise Umsetzung – Initialisierung ab 2025

Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung beginnt eine Initialisierungsphase, in der die wesentlichen fachlichen und technischen Grundlagen für die spätere Integration auf den Plattformen geschaffen werden. Diese Phase bildet zudem die Basis für die zeitnahe Einrichtung landgestützter Test-, Referenz- und Schulungsanlagen.

Ab dem Jahr 2027 sind die ersten Maßnahmen zur Einrüstung auf ausgewählten Schiffen und Booten vorgesehen. Langfristig sollen alle bestehenden und künftigen maritimen Überwasserfähigkeitsträger, einschließlich der neuen Fregattenklasse F127, mit dem standardisierten FüWES ausgerüstet werden.

Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Kriegstüchtigkeit

Mit der Einführung des neuen Systems wird die Deutsche Marine in die Lage versetzt, ihre Einsatzfähigkeit, Führungsfähigkeit und digitale Souveränität auch durch die Vereinheitlichung der Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten nachhaltig zu steigern. Die umgehende Ablösung der bestehenden, veralteten Systemlandschaft, und dabei aber auch Bewährtes zu erhalten, ist ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Kriegstüchtigkeit der Seestreitkräfte und zur Sicherstellung ihrer Zukunftsfähigkeit im multinationalen Verbund.

Quelle:  PIZ AIN/Bildrechte: Bundeswehr/Nico Theska

Deutschland und Großbritannien rüsten gemeinsam die Schwimmschnellbrücke 2

Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hat General Dynamics European Land Systems (GDELS) heute mit der Lieferung der neuen Schwimmschnellbrücke 2 beauftragt. Sie ersetzt das bisher genutzte amphibische Brücken- und Fährsystems Amphibie M3 und die Faltschwimmbrücke. Der Vertragsschluss erfolgte als binationales Vorhaben unter dem Namen „Wide Wet Gap Crossing“, kurz WWGC, zusammen mit Großbritannien über die europäische Rüstungsagentur OCCAR.

Die Schwimmschnellbrücke 2 ist ein hochmobiles Radfahrzeug mit Allradantrieb, das innerhalb weniger Minuten einsatzbereit ist und die Kampftruppe unterstützt, Gewässer schnell und sicher zu überwinden. Es kann sowohl aneinandergekoppelt als Schwimmbrücke oder als Fähre eingesetzt werden, sodass selbst modernste Kampfpanzer breite Gewässer überqueren können. Damit entfällt der zeitintensive Bau von Behelfsbrücken.

Die neueste Generation der Schwimmbrücke gewährleistet eine Leistungssteigerung mit zusätzlicher Flexibilität für eine schnelle Verlegung und Manövrierfähigkeit in anspruchsvollem Gelände, sowohl in militärischen Einsätzen als auch bei der Katastrophenhilfe. Darüber hinaus sind die neuen Schwimmbrücken-Flotten Deutschlands und Großbritanniens vollständig mit den Schwimmbrücken-Systemen anderer Nutzer und der Pontonbrückenfamilie interoperabel.

Deutschland und Großbritannien betreiben im nordrhein-westfälischen Minden zusammen das Pionierbrückenbataillon 130. Gemeinsam nutzen die beiden Nationen dort die Schwimmschnellbrücke Amphibie M3, die bisher zum Bau von Fähren und Schwimmbrücken eingesetzt wird. Zur Stärkung der deutsch-britischen Zusammenarbeit wurde die Nachfolgelösung daher gemeinsam beauftragt.

Die Festbeauftragung hat ein Volumen von rund 53 Millionen Euro, für die zeitgleich beauftragte optionale Beschaffung sind rund 331 Millionen Euro vorgesehen. Weitere Verträge umfassen rund 104 Millionen Euro. Alle Zahlen beziehen sich auf den deutschen Vertragsanteil, der vom Haushaltsausschuss des Deutschen Bundestages genehmigt wurde

Quelle: PIZ AIN/Bildrechte: Bundeswehr/Elian Hadj Hamdi

Fähigkeitslücke geschlossen Neues mittleres geschütztes Fahrzeug an den Sanitätsdienst übergeben

General Dynamics European Land Systems (GDELSGeneral Dynamics European Land Systems) hat Anfang Juli 2025 während der Informationslehrübung Sanitätsdienst in Feldkirchen das neue mittlere geschützte Sanitätskraftfahrzeug Eagle V 6×6 an die Bundeswehr übergeben. Der Nachfolger des Duro 3 Yak übernimmt wichtige Funktionen innerhalb der Rettungskette beim Transport von Verwundeten und Verletzten.

Thomas Kauffmann, Geschäftsführer der GDELS-Deutschland GmbH, überreichte den symbolischen Schlüssel an das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, vertreten durch Oberstapotheker Ullrich Kindling, und an den Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes der Bundeswehr, Generaloberstabsarzt Ralf Hoffmann. Weitere hochrangige Gäste wohnten der Übergabe bei, darunter Mitglieder des Deutschen Bundestags und des Bayerischen Landtags.

Auch dabei war Personal, das vom Schließen der Fähigkeitslücke ganz direkt profitiert: ein zukünftiger Kommandant des neuen Eagle V 6×6 und sein Kraftfahrer. Selbstverständlich nahmen beide nach der Zeremonie den echten Fahrzeugschlüssel in Empfang. „Die moderne Ausstattung und der Aufbau des Fahrzeugs erleichtern es mir, meine Aufgaben als Kommandant auch unter erschwerten Bedingungen vollumfänglich auszuüben“, so Oberfeldwebel Maximilian H., der als Gruppenführer im Sanitätslehrregiment im niederbayerischen Feldkirchen eingesetzt ist. Sein Kraftfahrer, Stabsunteroffizier Martin R., pflichtet ihm bei: „Die Nutzer- und Bedienerfreundlichkeit haben mich echt überzeugt.“

Das neue mittlere geschützte Sanitätskraftfahrzeug von General Dynamics European Landsystems, EAGLE V 6×6 SanKfz während der Informations- und Lehrübung des Sanitätsdienstes der Bundeswehr 2025 in Feldkirchen.

Generationswechsel schließt Fähigkeit

Der Wechsel vom Vorgänger Duro 3 Yak auf den Eagle V 6×6 stellt einen Meilenstein dar: Das mittlere geschützte Sanitätskraftfahrzeug schließt die Fähigkeitslücke der mobilen sanitätsdienstlichen Erstversorgung und des geschützten, qualifizierten landgebundenen Primärtransports von Patientinnen und Patienten.

Innerhalb der kommenden zwölf Monate erhält die Bundeswehr insgesamt 80 Eagle V 6×6. 77 Fahrzeuge kommen im Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr in den Transportkompanien der Sanitätsregimenter und in den Sanitätsstaffeln der Sanitätsunterstützungszentren zum Einsatz. Die restlichen drei Fahrzeuge erhält die Marine. Die Finanzierung des Projekts wurde auch aus dem Sondervermögen Bundeswehr möglich gemacht.

Modernstes Sanitätsfahrzeug seiner Klasse

Mit dem mittleren geschützten Sanitätskraftfahrzeug wird der Truppe zeitnah eines der modernsten militärischen Sanitätsfahrzeuge weltweit zur Verfügung stehen“, so Kapitänleutnant Carsten S. aus dem Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, der für die Realisierung des Projekts verantwortlich ist.

Dass die Truppe an der Entwicklung beteiligt war, erfreut die Kommandeurin des Sanitätslehrregiments, Oberfeldarzt Melanie Heyde, in besonderem Maße, da sie bereits 2022 in die Erprobung eines Vorserienfahrzeugs involviert war. „Die Ideen, Impulse und Erfahrungswerte aus der Truppe wurden größtenteils eins zu eins in das Serienfahrzeug umgesetzt“, berichtet sie dankbar.

Quelle: PIZ UstgKdoBw Bildrechte: Bundeswehr/Patrick Grüterich

Deutsche Marine und Fraunhofer EMI unterzeichnen Kooperationsvereinbarung für eine strategische Zukunft

Am 22. Juni 2025 unterzeichneten der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack und das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut (EMI), vertreten durch Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Stefan Hiermaier eine Kooperationsvereinbarung.

Risiken und Bedrohungen auf See und Unterwasser stellen in Verbindung mit immer schnelleren Technologiezyklen eine rasant zunehmende Herausforderung dar. Daher treibt die Deutsche Marine den Aufbau eines Innovationsökosystems voran, das neben Dienststellen der Bundeswehr unter anderem auch akademische Einrichtungen sowie Institutionen für die Forschung und Technologieentwicklung einbezieht.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigen das Marinekommando und das Fraunhofer EMI zukünftig einen engen wissenschaftlich-fachlichen Austausch und gegebenenfalls auch die Initiierung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu relevanten Fragestellungen der Deutschen Marine im Themenfeld „Wirkung, Schutz und Kurzzeitdynamik im Kontext unterschiedlicher Bedrohungsszenarien“.

Die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Marine und dem Fraunhofer EMI dient insbesondere auch dem Informationsaustausch zur Nutzung innovativer Technologien mit Relevanz für die Marine sowie der Erprobung von Funktionsdemonstratoren und bei der Bearbeitung von Projekten in den oben genannten Themengebieten. Die Kooperation umfasst ebenfalls die Begleitung von Übungen oder praktischen Erprobungen.

Hintergrundinformation:

Das Fraunhofer EMI wurde 1959 gegründet und untersucht hoch-dynamische Prozesse einschließlich Kollisions- und Impakt-Phänomene sowie die Physik der Explosionswirkung. Im Institut werden Sicherheitskonzepte in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit & Resilienz, Automotive, Raumfahrt und Luftfahrt erforscht. Leichtbaustrukturen unter dynamischen Lasten gehören genauso zum Spektrum wie die Entwicklung neuer satelliten-gestützter Plattformen zur Erdbeobachtung, maßgeschneiderte Lösungen für Messtechnik und Sensorik sowie anwenderorientierte Software-Entwicklung.

Quelle: PIZ Marine/Bildrechte: Bundeswehr

Bundeswehr stärkt Drohnenabwehr: Fähigkeitserweiterung für ASUL beauftragt

Das Beschaffungsamt der Bundeswehr hat Hensoldt mit der funktionalen Erweiterung des Drohnenabwehrsystems ASUL (Abwehr-System kleine Unbemannte Luftfahrzeuge) beauftragt. Ziel ist es, auf Basis operationeller Erfahrungen und technischer Entwicklungen die Wirksamkeit des Systems weiter zu erhöhen und den Schutz der Einsatzkräfte signifikant zu verbessern.

ASUL ist Teil eines ganzheitlichen Ansatzes zur Luftverteidigung und ermöglicht durch seinen modularen Aufbau die Abwehr sogenannter „small Unmanned Aircraft Systems“ (sUAS). Das System kombiniert Radarsysteme und weitere Sensoren mit einem sich erweiternden Spektrum sogenannter Effektoren – so können sUAS in Echtzeit detektiert, klassifiziert, identifiziert und wirksam bekämpft werden.

Das System ASUL, Abwehrsystem unbemannte Luftfahrzeuge,
ist als stationäres System vor allem für den Feldlagerschutz konzipiert.

Bereits seit seiner Einführung im Jahr 2022 befindet sich ASUL in der Nutzung durch die Bundeswehr und hat sich bereits in einer Vielzahl von Missionen als wirksames System zur Drohnenabwehr bewährt. Aufbauend auf den dabei gewonnenen Erkenntnissen und aktuellen technologischen Entwicklungen wird ASUL nun zielgerichtet weiterentwickelt und noch besser an die operationellen Anforderungen der Truppe angepasst.

Dabei wird der modulare Systemansatz bestmöglich genutzt und Flexibilität in Art, Umfang und Leistung von Sensorik und Effektorik geschaffen. Weitere Erweiterungen sind bereits geplant.

Das Vorhaben stärkt die Fähigkeiten der Bundeswehr im Bereich Counter-UAS sowie die Reaktionsfähigkeit auf dynamische Bedrohungen im Luftraum und leistet damit einen wesentlichen Beitrag zur Sicherheit der Soldatinnen und Soldaten.

Quelle: PIZ AIN/Bildrechte: Bundeswehr

Material kommt an: Sanitätskräfte erhalten neue Container zur Diagnostik und Behandlung

Nur 17 Monate nach Vertragsschluss hat das Beschaffungsamt der Bundeswehr gestern zwei neue, hochmoderne Sanitätscontainer vom Auftragnehmer übernommen, die über die Logistik des Sanitätsdienstes, nach den nun anstehenden Schulungen, schnellstmöglich an die Truppe ausgeliefert werden.

Insgesamt erhalten die Sanitätskräfte jeweils drei neue Container für Computertomographie (CT) und Röntgen, teilweise finanziert aus dem Sondervermögen. Die sechs neuen Container mit hochmodernem medizinischem Equipment ersetzen zukünftig veraltete Ausstattung und sollen alle noch bis Ende September 2025 zulaufen.

Material kommt an: Sanitätskräfte erhalten neue Container zur Diagnostik und Behandlung

Eine Grafik des Röntgen-Containers.
Aufgebaut wie eine Röntgenstation im Krankenhaus – mobil und von jedem Ort.
Weiter oben im Bild: Der CT-Container

Die Container sind Teil der sogenannten Modularen Sanitätseinrichtung, kurz MSE: eine mobile medizinische Behandlungseinrichtung der Bundeswehr, die im Wesentlichen auf einer Kombination von Sanitätszelten und ISO-Containern basiert. Die MSE ist das Haupteinsatzsystem der Sanität, gerade im Falle der Landes- und Bündnisverteidigung, und unterteilt sich in verschiedene Ebenen. Während in den ersten beiden Ebenen die allgemeine und notfallmedizinische Erstversorgung und Stabilisierung sowie die erste notfallchirurgische, internistische Erstversorgung von Verwundeten stattfindet, befindet sich in der dritten Ebene die klinische Akutversorgung im Einsatz – das Einsatzlazarett.

In dieser dritten Ebene kommen die Bildgebung und Radiologie zum Tragen – die Komponenten, die die neuen Container beinhalten. Sie spielen eine essentielle Rolle zur Diagnostik und Behandlung von verletzten Soldatinnen und Soldaten. Sollten sie nicht im Einsatz benötigt werden, können sie auch, beispielsweise bei Ausfall oder Wartung von Geräten, in den Krankenhäusern der Bundeswehr genutzt werden.

„Die enge Zusammenarbeit zwischen dem Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, der Herstellerfirma und den beteiligten Stellen im Beschaffungsamt hat das Projekt zum Erfolg geführt“, betonte der Projektleiter anlässlich der Übergabe. „Mit dem Zulauf der neuen, regenerierten Systeme erwarten wir eine spürbare Verbesserung der Einsatzbereitschaft des Sanitätsdienstes.“

Quelle: PIZ AIN/Bildrechte: Rheinmetall

Melanie Rohe durfte selbst Hand anlegen – und viel für sich und ihre Arbeit mitnehmen Quelle: HIL GmbH, Blauer Bund

Über den Tellerrand schauen: Zu Besuch in der Instandhaltung

Dr. Melanie Rohe, stellvertretende Projektleiterin des zukünftigen Systems Schützenpanzer Rad im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, kurz BAAINBw, tauschte ihren Arbeitsplatz für ein paar Tage, um neue Eindrücke zu sammeln: Es ging zur Heeresinstandsetzungslogistik, kurz HIL GmbH, in Hammelburg.

Schwerpunkt des Besuchs: Instandhaltungen am Gepanzerten Transport-Kraftfahrzeug Boxer  – dem „Mutterschiff“ der Infanterie. Melanie Rohe begleitete Mitarbeitende der HIL GmbH, die sich um die Wartung und Instandhaltung von Fahrzeugen und Geräten der Bundeswehr kümmern, bei der täglichen Arbeit. Die Referentin aus der Abteilung Kampf im BAAINBw wollte damit noch tiefer in die Technik einsteigen – um so noch umfangreichere Fachkenntnisse in ihr Projektmanagement einfließen lassen zu können.

„Aus meiner Sicht gehört mehr zum Projektmanagement, als die Dokumentenlage zu prüfen, einzelne Prozesse zu überwachen und die Nachweisführung sicherzustellen. Wenn ich für die Beschaffung eines Fahrzeugs mitverantwortlich bin, muss ich das System im Ganzen verstehen und auch einen Einblick in die Fristen- und Instandsetzungsarbeiten bekommen“, betont Rohe. Insbesondere die Einführung des „Common Drive Module“ sei ein wichtiger Aspekt, weil dieses neue Standard-Fahrmodul ebenfalls Teil des Schützenpanzers Rad sein wird. Es hat beispielsweise eine höhere Traglast, neue Reifen und ein verändertes Fahrwerk. „Bunte computergenerierte Bilder reichen mir für den Informationsgewinn – zum Beispiel über die Unterschiede der beiden Fahrmodule – nicht aus.“

Selbst Hand anlegen

So wurde zum Beispiel die Trennung des Fahr- und Missionsmoduls durchgeführt, das Triebwerk gezogen, die Schnelltrennkupplung zwischen dem Triebwerk und Verteilergetriebe gelöst, die Reifen demontiert sowie die Bremsen geprüft und gereinigt. „Ich hatte überhaupt keine Vorstellung, wie groß der Aufwand von Instandhaltungsarbeiten am GTK ist. Der Umfang ist wesentlich zeitintensiver als bei bisher eingeführten Radsystemen, wie zum Beispiel beim Allschutz-Transport-Fahrzeug Dingo. Neben dem Schrauben habe ich auch einen Einblick in die administrativen Aufgaben der Fahrzeuginstandsetzung bekommen“, berichtet die Referentin.

Melanie Rohe durfte selbst Hand anlegen – und viel für sich und ihre Arbeit mitnehmen Quelle: HIL GmbH, Blauer Bund
Melanie Rohe durfte selbst Hand anlegen – und viel für sich und ihre Arbeit mitnehmen
Quelle: HIL GmbH, Blauer Bund

Ergänzend zu den Schraubertätigkeiten wurde auch eine Eingangsprüfung des GTK Boxer durchgeführt. Diese umfasst zum Beispiel den einwandfreien Zustand des Fahrzeugs, die Dichtigkeit und die Funktionsprüfung aller Teilsysteme. „Besser bekannt als ZDF – Zustand, Dichtigkeit, Funktion“, so Rohe. Mithilfe der Eingangsprüfung werden eventuelle Schäden identifiziert und der Instandsetzungsaufwand definiert. Nach der Eingangsprüfung startet gleichzeitig auch die Ersatzteilbeschaffung, um das Fahrzeug wieder schnellstmöglich einsatzfähig zu machen und dann der Truppe zur Verfügung zu stellen.

„Der Einblick in die Instandhaltung war sehr informativ, spannend und am Ende des Tages natürlich auch körperlich anstrengend. Besonders beeindruckt hat mich nicht nur die fachliche Kompetenz der Mitarbeitenden vor Ort, sondern auch die freundliche und kollegiale Einweisung in das Tagesgeschäft“, resümiert Melanie Rohe. Und eines sei sicher, sagt sie: Das sei nicht ihr letzter Besuch gewesen.

Text: PIZ AIN