Militärgeschichte 02/2023

Die „Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung“ gibt es seit 1986. Im Jahr 2021 hat sie ein optisch und konzeptionell neues Gesicht erhalten. Die Publikumszeitschrift erreicht mit vier Ausgaben pro Jahr und einer Auflage von jeweils rund 17.000 Heften alle Bereiche in den Streitkräften.

Die Zeitschrift dient der historischen Bildung in der Truppe. Sie will den Ausbilder unterstützen, der mit der Vorbereitung und Durchführung von entsprechenden Unterrichtseinheiten betraut ist. Gleichzeitig soll sie aber jeden historisch Interessierten ansprechen und an Militärgeschichte heranführen.

Die „Militärgeschichte“ ist durchgehend bebildert. Sie enthält auf 40 Druckseiten je Ausgabe mehrere kleinere und größere Beiträge zu ausgewählten Themen sowie einen Serviceteil mit Lesetipps, Empfehlungen im Bereich Neue Medien sowie Hinweisen zu Ausstellungen.

Heftinhalt:

  • Im Blickpunkt
    Landes- und Bündnisverteidigung
  • Angst im Kalten Krieg
    Die atomare Bedrohung der Bundesrepublik
  • Menschlichkeit im Krieg
    Die Entwicklung des Kriegsvölkerrechts und des humanitären Völkerrechts
  • Von Jerusalem nach Malta – Ritter zur See
    Die Johanniter und der Fall von Rhodos 1522
  • Geschichte Kompakt
    Die (drei) Musketiere der Garde | vor 400 Jahren
    Der Marsch auf Rom | 1922
    Gründung der Sowjetunion | 1922

 

Zum Downlaod ….

Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenstellen – Februar 2023

1. Militärische Spitzenstellen

Im Februar 2023 wurden folgende Personalmaßnahmen wirksam:

Streitkräftebasis:

Brigadegeneral André Erich DENK, zuletzt Director Logistics im European Union Military Staff in Brüssel/Belgien, wurde Deputy Chief Executive bei der European Defence Agency, ebenfalls in Brüssel/Belgien.

Brigadegeneral Fritz Jürgen URBACH, zuletzt Military Advisor der EU Delegation USA und Kanada in Washington/USA, trat in den Ruhestand.

Sein Nachfolger wurde Flottillenadmiral Henning FALTIN, Kommandeur Einsatzflottille 1 und Director NATO Centre of Excellence for Operations in Confined and Shallow Waters in Kiel.

Ihm folgte Flottillenadmiral (TR) Sascha Helge RACKWITZ, Referatsleiter Führung Streitkräfte Zentrale Aufgaben und Controlling im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.
Generalinspekteur:

Oberst Dr. Volker Klaus PÖTZSCH, zuletzt im Einsatzführungskommando der Bundeswehr in Schwielowsee, eingesetzt, wurde Abteilungsleiter I im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz.

2. Zivile Spitzenstellen

Im Februar 2023 wurden keine Personalmaßnahmen in zivilen Spitzenstellen wirksam.

 

Quelle:
Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal

Veranstaltungshinweis: Deutsche Verteidigungspolitik in der Zeitenwende

Ich darf Sie auf eine Veranstaltung der Gesellschaft für Sicherheitspolitik e.V. (GSP) – Sektion Bad Neuenahr/Ahrweiler, die am 16.März 2023 im Rathaussaal von Bad Neuenahr statt findet, aufmerksam machen.

Podiumsdiskussion

Die vor einem Jahr eingeleitete „ Zeitenwende“ spiegelt die dramatische Veränderung der sicherheitspolitischen Lage in Europa wieder. Insgesamt muss man heute von einem Ende tiefgreifender und bequemer Illusionen ausgehen. Nahezu alles hat sich nun der kritischen Frage zu stellen – ob es den Anforderungen an eine angemessene Sicherheitsvorsorge noch entspricht etwa von der Katastrophenvorsorge bis hin zur Landes und Bündnisverteidigung. Dabei stehen die aktuellen Fähigkeiten der Bundeswehr sowie eine notwendige Stärkung und Weiterentwicklung der Truppe ebenso im Mittelpunkt, wie etwa eine sinnvolle Unterstützung der Ukraine in ihrem Verteidigungskrieg gegen Russland.

Am 16. März im Rathaussaal von Bad Neuenahr wird der Begriff „Zeitenwende“ inhaltlich gefüllt werden. Der Schwerpunkt der Debatte mit hochkarätigen Experten liegt dabei auf der verteidigungspolitischen Analyse.

Teilnehmer:

  • General Eberhard Zorn,GeneralInspBw
  • Dr. Hans-Peter Bartels,Präsident GSP
  • Professor Dr. Thomas Jäger, Universität zu Köln

Moderation: GenLt a.D. Kersten Lahl

 

Nähere Informationen bekommen Sie hier.

Hier geht es direkt zur Anmeldung.

Münchner Sicherheitskonferenz 2023: Der Reservistenverband schaut auf den „Hotspot Ostsee“

Zahlreiche Staats- und Regierungschefs, Minister und weitere hochrangige Entscheidungsträger kommen am Wochenende vom 17. bis zum 19. Februar zur Münchner Sicherheitskonferenz (MSC – Munich Security Conference) im Hotel Bayerischer Hof zusammen. Drei Tage lang fungiert die MSC zum 59. Mal als eine einzigartige Plattform für hochrangige Debatten zu den größten außen- und sicherheitspolitischen Herausforderungen unserer Zeit. Fast ein Jahr nach Beginn des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine bietet die MSC 2023 auch eine Gelegenheit zur Bestandsaufnahme des Zusammenhaltes innerhalb der Allianz und der politischen Verpflichtung gegenüber der regelbasierten internationalen Ordnung.

Der Reservistenverband ist langjähriger Partner der MSC und veranstaltet in diesem Rahmen ein „Side-Event“. Los geht es am Samstag, 18. Februar, um 17.30 Uhr. Thema: Hotspot Ostsee – Zur strategischen Dimension der maritimen NATO-Ostflanke. Interessierte können die Veranstaltung im Live-Stream auf Facebook verfolgen – entweder live oder im Nachhinein als Aufzeichnung. Ein Account ist zum Zuschauen nicht nötig. Moderiert wird die Veranstaltung von Verbandspräsident Oberst d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg.

Strategischer Blick auf die Ostsee

Die Ostsee ist Teil der Nordflanke des transatlantischen Bündnisses und bildet eine strategische Einheit mit dem Nordmeer, weswegen die Präsenz in diesem maritimen Raum unverzichtbar ist. Denn: Die Ostsee ist kein NATO-Binnenmeer. Mit dem Oblast Kaliningrad und der Region St. Petersburg verfügt Russland über zwei Küstenabschnitte, mit denen aufgrund der dort stationierten Streitkräfte ein nahezu uneingeschränktes Wirken gegen den militärischen sowie gegen den zivilen See- und Luftverkehr möglich ist. Gerade durch die Anschläge auf die Gas-Pipelines North Stream I und II wurde der westlichen Staatengemeinschaft mehr als deutlich vor Augen geführt, wie wichtig und gleichzeitig verwundbar Anlagen der kritischen Infrastruktur hier sein können.

Spätestens mit dem völkerrechtswidrigen Überfall Russlands auf die Ukraine hat die sicherheitspolitische Architektur nicht nur in Osteuropa eine deutliche Erschütterung erfahren. Mit dieser „Zeitenwende“ geht zudem die Angst einher, dass sich die hegemonialen Ansprüche Russlands bis an die Ostsee (und darüber hinaus) erstrecken könnten. Dies treibt nicht nur die baltischen Staaten um, sondern hat letztendlich auch zum NATO-Beitrittswunsch Schwedens und Finnlands geführt.

Die Reserve als Teil des „Werkzeugkastens“

Vor diesem Hintergrund gewinnt auch der mit dem Kalten Krieg zu den Akten gelegte Gedanke der Abschreckung wieder neue Bedeutung. Unverzichtbares Instrument in diesem veraltet geglaubten Werkzeugkasten der Sicherheitspolitik ist zweifellos die militärische Reserve, wie auch die Teilmobilisierung Russlands eindrucksvoll vor Augen geführt hat. Nur mit Reservistinnen und Reservisten ist die Aufwuchs- und Durchhaltefähigkeit von Streitkräften möglich, um damit in Spannungsfall und Krise handlungsfähig und vor allem glaubwürdig zu sein.

 

Quelle: Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr e.V.

Termine in den Kameradschaften

 

An dieser Stelle möchten wir wieder regelmäßig auf die Veranstaltungen der Kameradschaften im Blauen Bund hinweisen.
Erfreulicher Weise sind die Hürden nicht mehr so hoch.

Bonn
Mitgliederversammlung
11.01.2023
Bonn;

Bad Neuenahr/Ahrweiler
Vortrag der BWI – IT-Systemhaus der Bundeswehr
26.01.2023
Meckenheim;

Ulm/Dornstadt
Stammtisch
18.01.2023
Dornstadt;

Aachen/Eschweiler
Besuch Fernmeldemuseum Aachen
31.01.2023
Aachen;

Zentrum für Verifikation der Bw
16.03.2023
Geilenkirchen;

Containerbahnhof Köln-Eifeltor, ggf. mit Motorworld Köln
April 2023
Köln

Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen - Treiber der Lebenswegkosten (LCC) und Leitthema des Symposiums. Bild: BiZBw Biemann Blauer Bund

Symposium „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“ – ein Resümee

Nach der Auftaktveranstaltung im Jahr 2019 konnte nun nach zwei Jahren lagebedingter Pause eine Fortsetzung des Symposiums „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“ stattfinden. Über 100 Teilnehmer waren geladen.

Die Teilnehmer des Symposiums 2022 Blauer Bund
Die Teilnehmer des Symposiums 2022; Foto: Bundeswehr/Susanne Braun

Die Schirmherrschaft des Symposiums hatten der Abteilungsleiter Kampf des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr, Generalmajor Schmidt, und der Leiter der Wehrtechnischen Dienststelle für landgebundene Fahrzeugsysteme, Pionier- und Truppentechnik, Direktor WTD Simon, inne.

Da das Thema des Symposiums nicht nur innerhalb der Bundeswehr brisant ist, sondern auch aufgrund der Medienberichterstattung und nicht erst seit dem Zitat des Generalinspekteurs („Die Bundeswehr steht mehr oder weniger Blank da.“[1]) auch außerhalb der Bundeswehr viel Interesse hervorruft, fand die Veranstaltung dieses Mal auch unter Einbezug Bundeswehr-Externer aus der Industrie und von Instituten statt.

Die Gespräche im Anschluss an die Vorträge waren fruchtbar und intensiv.

Direktor WTD Simon konstatierte, dass wir in Zeiten exponentiellen technischem Wachstums leben und dass sich diese Tatsache insbesondere bei wehrtechnischen Produkten bemerkbar.

Nicht nur die Variantenvielfalt wächst, auch werden die Systeme selbst immer komplexer und somit zunehmend schwieriger beherrschbar.

Beispielsweise darf modernes Fahrzeug, ausgestattet mit einem schadstoffarmen Dieselmotor, im Einsatz nicht aufgrund minderwertigen Kraftstoffes liegenbleiben.

Schadstoffarme Dieselmotoren sind heute vielfach in Bundeswehrfahrzeugen verbaut - hier: im Materiallager in Karlsruhe Blauer Bund
Schadstoffarme Dieselmotoren sind heute vielfach in Bundeswehrfahrzeugen verbaut – hier: Ein Wechselladersystem Lkw 15t mil gl Multi 2 im Materiallager in Karlsruhe ©2022 Bundeswehr/Roland Alpers

Wann immer sogenannte „Tech-of-the-Art“-Produkte zum Einsatz kommen, ist das Risiko hoch. Die Ausfallwahrscheinlichkeit eines neuartigen Produktes kann erst nach einem längeren Beobachtungszeitraum, also Erprobung, reell erfasst werden. Am Beispiel eines Schweizer Uhrwerks, das seine Präzision und Zuverlässigkeit seit vielen Jahrzehnten unter Beweis stellt, ohne dass das grundlegende Konzept geändert wurde, wird dies deutlich.

Der Einsatz handelsüblicher Produkte mag an dieser Stelle zunächst sinnvoll erscheinen. Doch diese sind oft nicht für den harten militärischen Einsatz konzipiert. Daraus erwächst die strikte Forderung, dass diese deswegen ebenfalls und unbedingt auf ihre Einsatztauglichkeit hin ausgiebig erprobt werden müssen.

Der Projektleiter Leopoard 2 stellte in seinem Vortrag fest, dass es Zuverlässigkeit nicht zum Nulltarif gibt.

Am Beispiel der Baugruppeninstandsetzung zeigte er, dass eine gute Versorgung mit Ersatzteilen im ZKA[2] durch falsche Anreize leidet. Ökonomische Entscheidungen wirken sich zu allzu oft nachteilig auf die Zuverlässigkeit aus.

Man wisse, wer billig kauft, kauft zweimal. Dem Soldaten im Einsatz nützt ein Gewährleistungsanspruch wenig, wenn sein System gerade dann ausfällt, wenn er es dringend benötigt.

Der Referatsleiter PlgABw II 3 (5), zuständig für Fähigkeitsmanegement, zeigte auf, dass Bundeswehr-Inhousegesellschaften u. a. Dienstleister (wie z. B. HIL, Bw-Fuhrpark, BWI, BwBM[3]) aktuell nicht vollumfänglich die notwendigen Erfordernisse an die Kaltstartfähigkeit und Kriegstauglichkeit der deutschen Streitkräfte für die Landes- & Bündnisverteidigung erfüllen.

Mögliche Ursachen und Hebel, an denen man ansetzen könnte, wurden genannt aber auch genannt.

In dem für die Bundeswehr festgeschriebenen Verfahren für die Bedarfsermittlung und -deckung von Produkten und Dienstleistungen CPM gibt es bzgl. Zuverlässigkeit keine stringente Aussage über alle Phasen.

In diesem könnte das Projektelement Logistik[4] sowie die Projektbezogenen Logistischen Konzepte[5] optimiert werden.

Auch scheint es im Forderungsmanagement in dieser Hinsicht nur unzureichende Vorgaben zu geben.

Entsprechende techn.-logistischen Forderungen müssten möglichst frühzeitig Bestandteil des Vertrages werden.

Weitere, auch konkrete Lösungsmöglichkeiten wurden aufgezeigt:

Der Vertreter des Wehrwissenschaftlichen Instituts für Werk- und Betriebsstoffe der Bundeswehr (WIWeB) hat gezeigt, dass es Möglichkeiten, schadstoffarme Fahrzeuge im Notbetrieb auch bei unzureichender Kraftstoffqualität nutzen zu können ohne dass sie zwangsläufig ausfallen.

Neue Technologien müssen nicht nur Fluch, sondern können auch Segen sein:

Die Fa. Hutchinson zeigte an Beispielen, wie mit Hilfe neuartiger Werkstoffe Schutzmechanismen für Kraftstofftanks, Reifen, aber auch der Fahrerkabine das Ausfallrisiko landgebundener Fahrzeuge bei Treffereinwirkung reduziert werden kann.

Eine defekte Radbaugruppe vom Transportpanzer Fuchs Radbaugruppen waren gleich zweimal Vortragsthema. Blauer Bund
Eine defekte Radbaugruppe vom Transportpanzer Fuchs; Radbaugruppen waren beim Symposium gleich zweimal Vortragsthema. Foto: Bundeswehr/PAO MINUSMA

Neben materiellen gab es auch organisatorische Ideen:

Eine Standardisierung und somit Reduktion der Vielfalt insbesondere der Baugruppe Rad kann einen wesentlichen zur Vereinfachung der Logistik beitragen. Weitere Möglichkeiten im Supply-Chain-Management, der Serialisierung und Predictive Maintenance, also Voraussagungen darüber zu treffen, welche Bauteile ihre Belastungsgrenze als nächstes erreichen, um genau dort bei der Instandsetzung einzugreifen, nannte der Bereichsleiter Logistik der HIL GmbH.

Notwendige Voraussetzungen dafür wurden auch genannt:

So ist z. B. eine ganzheitliche Betrachtung vom Werkstoff bis zum System anzustreben, um Zuverlässigkeit, Sicherheit und Strukturdynamik exakt bewerten zu können.

Der Erhalt und die Verbesserung der Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen erfordert permanente Anstrengungen in der Zusammenarbeit, zwischen allen Dienststellen im Rüstungsbereich, der Truppe , insbesondere dem Bereich Technik/Logistik aber auch der Industrie.

Dieses Symposium sollte einen Beitrag dazu leisten. Damit der rege Austausch nicht abreißt, wird es 2023 eine Fortsetzung[6] geben. Der geplante Termin ist 14.-16. November 2023. Save the Date!

[1] Tagesspiegel, 24.02.2022

[2] Zustandscode „Alpha“, d. h. neuwertig

[3] Bw Bekleidungsmanagement

[4] PE-Log

[5] PLK

[6] Wehrtechnik Land – BAAINBw K1.1 – Informationen – Wiki-Service Bw (bundeswehr.org)

Veranstaltungsort des Symposiums - das Bildungszentrum der Bundeswehr Blauer Bund
Veranstaltungsort des Symposiums – das Bildungszentrum der Bundeswehr

Text: Wissenschaftlicher Direktor Dipl.-Ing. Jörg Biemann, Bildungszentrum der Bundeswehr

Veranstaltungshinweis: LOG.NET 2023

Das 15. Anwenderforum Logistik findet vom 08.-09. März 2023 in der Stadthalle Troisdorf statt und beinhaltet folgenden Schwerpunkt:

Das Logistische System der Bundeswehr im Kontext von Landes-/Bündnisverteidigung
Der Logitische Wirkverbund gemeinsam mit zivilgewerblichen u. multinationalen Partnern
– robust – effektiv – leistungsstark – zukunftsorientiert –

Die LOG.NET2023 nimmt die Landes- und Bündnisverteidigung in den Blick und widmet sich den Herausforderungen für das logistische System der Bundeswehr.
Neben spannenden Vorträgen aus dem Bundesverteidigungsministerium, der Ämter-/Kommandoebene und befreundeter Streitkräfte werden auch viele Unternehmen zu Wort kommen, die ihre Produkte und Dienstleistungen vorstellen, als Beitrag für einen starken Logistischen Wirkverbund.
In der begleitenden Ausstellung gibt es Logistik zum Anfassen.
Das Anwenderforum LOG.NET2023 bringt Streitkräfte und zivilgewerbliche Partner zusammen – seien Sie dabei!

Das vorläufige Programm finden Sie hier.

Freuen Sie sich mit uns auf ein hochkarätiges Plenum und die drei anschließenden Fachpanels.

Buchen Sie noch heute Ihr Ticket bequem online

https://cpm-verlag.de/shop/cpmevents/log-net-ticket/

Sicherheitspolitisches Forum – „Zeitenwende in der Deutschen Sicherheits- und Verteidigungspolitik – Auswirkungen auf die Bundeswehr“

Veranstaltungshinweis

 

Russland greift am 24. Februar 2022 unter Bruch des Völkerrechts die Ukraine an und droht dem Westen zugleich mit seinen Atomwaffen. In der Ukraine tobt seitdem ein brutaler Krieg. Putins Krieg gegen die Ukraine markiert eine Zeitenwende für die deutsche aber auch für die europäische Sicherheitspolitik. Die NATO steht zusammen, verstärkt den Schutz seiner Ostgrenze durch Verlegung weiterer Kräfte und unterstützt die Ukraine, u. a. auch durch Lieferung von Kriegswaffen. NATO und EU haben 2022 neue strategische Konzepte verabschiedet, die Bundesrepublik wird erstmals in ihrer Geschichte eine Nationale Sicherheitsstrategie erarbeiten.

Bundesregierung und Bundestag haben bereits beschlossen mit einem Sondervermögen von 100 Milliarden Euro die Bundeswehr besser auszurüsten mit dem Ziel, eine leistungsfähige, hochmoderne, fortschrittliche Streitkraft aufzubauen. Um glaubhaft Abschreckung und Verteidigung zu gewährleisten, sind umfangreiche Maßnahmen zur Erhöhung der Einsatzbereitschaft der Bundeswehr notwendig. Der Wandel von einer Einsatzarmee hin zu vorrangig auf die Bündnis- und Landesverteidigung ausgerichtete Streitkräfte ist eingeleitet. Ansteht eine breite gesellschaftliche Diskussion über die zukünftige Friedens- und Sicherheitspolitik und über die neue strategische Konzeption Deutschlands.

Wir wollen im Rahmen der Veranstaltung mit unseren Expertinnen und Experten, und mit ihnen diskutieren, welche Folgen die Zeitenwende für den Auftrag,
Ausrüstung und die Struktur der Streitkräfte hat, welche Herausforderungen kommen auf die Soldatinnen und Soldaten, die zivilen Mitarbeiter und die wehrtechnische Wirtschaft zu.

Sie sind herzlich eingeladen an der Debatte teilzunehmen.

Veranstaltungstag: Montag, 05.12.2022, 17:30 bis 20.00 Uhr

Veranstaltungsort: Bonn, Godesberger Allee 149

Weitere Informationen

Anmeldung

Quelle:Friedrich-Ebert-Stiftung, Landesbüro NRW

Informationsveranstaltung 2022

Geschätzte Mitglieder unseres blauen Bundes,
meine verehrten Damen und Herren,

am 3./4. November 2022 werden wir unsere jährliche Informationsveranstaltung in Garlstedt durchführen, zu der ich Sie hiermit ganz herzlich einlade.
lm Mittelpunkt unserer Veranstaltung werden wieder die aktuellen Forderungen an die Logistik und deren Umsetzung stehen geänderten sicherheitspolitischen Rahmenbedingungen und mit dadurch stärker im Fokus stehenden Belangen der militärischen Logistik.

lch freue mich sehr, dass es uns wieder gelungen ist, hochrangige Vortragende zu gewinnen, die uns aktuelle Informationen auf Grundlage neuester Entwicklungen bieten und für eingehende Diskussionen zur Verfügung stehen werden.

lch verspreche lhnen: Es ist für jeden etwas dabei! Die sicherheitspolitische Standortbestimmung im Bündnis werden Sie im Programm genauso wiederfinden, wie die Zeitwende aus unterschiedlichen Sichten (Fähigkeitsentwicklung, Rüstung, Nutzung, Bedrohung aus dem Cyber- und lnformationsraum, Industrie). Aber auch der Blick (aus) der Truppe im Prozess der Neuausrichtung auf LV/BV wird nicht fehlen!

Zur stärkeren öffentlichen Wahrnehmung der Belange unserer einsatzgeschädigten Kameradinnen und Kameraden werden (hoffentlich) die im Jahr 2023 stattfindenden Invictus Games beitragen. Auch darüber möchten wir Sie informieren und damit unsere tiefe Verbundenheit zu ihnen zum Ausdruck bringen.

Liebe Kameradinnen und Kameraden, meine Damen und Herren, ich hoffe sehr, lhnen nun genug Appetit für lhre Teilnahme an unserer lnformationsveranstaltung gemacht zu haben. Vielleicht überzeugt Sie ein Blick ins Gesamtproramm noch abschließend.

lch freue mich bereits heute auf interessante Vorträge, Diskussionen und natürlich auf unseren traditionellen Gesellschaftsabend. Und damit auch viel Zeit und Gelegenheit zum Netzwerken.

Kameradinnen und Kameraden, meine Damen und Herren, ich freue mich sehr auf Ihren Besuch in Garlstedt, interessante Vorträge und Diskussionen und natürlich auf unseren traditionellen Gesellschaftsabend.

Ihre Anmeldung zu dieser Veranstaltung können Sie ab sofort und bis zum 21.10.2022 über das Formular abgeben.

 

Mit besten kameradschaftlichen Grüßen

Ihr Gerald Funke
Präsident blauer Bund e.V.

 

Rheinmetall und RBSL auf der DVD 2022

Rheinmetall und das Joint Venture Rheinmetall BAE Systems Land (RBSL) werden am 21. und 22. September 2022 auf der Fachmesse DVD in Millbrook, Bedfordshire präsent sein. Am Stand OR-15 informieren die Unternehmen über einen Teil ihrer umfangreichen Aktivitäten und Produkte für den britischen und den Exportmarkt. Dazu gehören auch Schlüsselvorhaben bei der Neugestaltung der Streitkräfte Seiner Majestät, wie z.B. das Challenger 3-Programm oder die Auslieferung der Boxer-Fahrzeuge für das Mechanized Infantry Vehicle (MIV)-Programm, sowie Investitionen in Zukunftstechnologie und langfristige Unterstützung im Vereinigten Königreich zur Schaffung souveräner Fähigkeiten, wie sie von der britischen Land Industrial Strategy gefördert werden.

Boxer-Varianten: Demonstrator Overwatch mit MBDA Brimstone, Mörserträger und bodengebundene Flugabwehr

Auf der DVD 2022 stellen Rheinmetall und RBSL mehrere neue Boxer-Varianten und Missionsmodule aus. Hierzu gehören der Demonstrator „Overwatch“, ausgestattet mit einem Werfer für acht Brimstone-Panzerabwehrlenkflugkörper von MBDA, ein Mörserträger mit 120mm Waffenanlage sowie ein Flugabwehrkanonenpanzer für die bodengebundene Luftverteidigung. Im November 2019 hatte das britische Verteidigungs¬ministerium über die europäische Rüstungsagentur OCCAR die Konsortialgesellschaft Artec GmbH mit der Lieferung des Boxer Mechanized Infantry Vehicle (MIV) beauftragt. Die Artec GmbH ist ein Konsortium aus Rheinmetall und Krauss-Maffei Wegmann (KMW).

Mit der Herstellung des Boxers wurden die britischen Firmen RBSL und WFEL beauftragt.

Rheinmetall hat über 40 MioEUR (35 Mio. £) in das RBSL-Werk in Telford investiert und damit über 600 Arbeitsplätze geschaffen und erhalten. Der Wissens- und Technologietransfer in das Vereinigte Königreich wird fortgesetzt, um den britischen Kunden den Boxer zu liefern. RBSL hat eine Reihe von Verträgen mit britischen Zulieferern abgeschlossen, um die Lieferung der Fahrzeuge zu unterstützen. RBSL und Rheinmetall arbeiten eng zusammen, um den Wissens- und Technologietransfer zu gewährleisten, damit der Boxer in höchster Qualität gefertigt werden kann. Es werden weiterhin Unteraufträge an britische Zulieferer vergeben, um die Verträge mit britischem Anteil an den Fahrzeugen zu maximieren Die Auslieferung des Rheinmetall- und RBSL-Anteils an den Fahrzeugen soll ab 2023 beginnen.

Rheinmetall Radhaubitze auf HX3-Basis

Rheinmetalls neue HX3-Fahrzeuggeneration zeichnet sich unter anderem durch verbesserten Schutz, weiter gesteigerte Mobilität, höheren Fahrkomfort und eine digitale Schnittstellenarchitektur für ein noch flexibleres Einsatzspektrum und künftige Leistungssteigerungen aus. Gleichzeitig bleiben die geschätzten Kernstärken des HX2 und der Familiengedanke erhalten. Daneben ist der HX3 noch mehr als zuvor auch als Systemträger für komplexe Waffen- oder Radarsysteme geeignet. Hierzu zählen beispielsweise LKW-basierte Artilleriesysteme, die in den nächsten Jahren eine deutlich größere Bedeutung erlangen dürften. Auf der DVD 2022 ist die Rheinmetall Radhaubitze auf einem hochmobilen HX 10×10-Fahrgestell ausgestellt. Sie ist mit einer hochgeschützten Kabine und einem begehbaren fernbedienbaren Geschützturm ausgestattet. Diese Entwicklung wird von Bristol aus durch das Rheinmetall-Team geleitet. Damit werden der Aufbau und die Schaffung souveräner Kapazitäten und der Erhalt hochqualifizierter Arbeitsplätze in Großbritannien fortgesetzt. Der HX 10×10 wird in Zukunft als Standardplattform für verschiedene Artilleriesysteme oder ähnliches Großgerät dienen.

HX-Fahrzeugfamilie

Rheinmetalls HX-Fahrzeugfamilie gehört zu den meistgenutzten militärischen LKW weltweit. Als Military-off-the-Shelf-Produkte sind die robusten Fahrzeuge auf höchste Mobilität und Zuverlässigkeit unter widrigsten Einsatzbedingungen ausgelegt. Die neue HX3-Fahrzeuggeneration zeichnet sich durch verbesserten Schutz, weiter gesteigerte Mobilität, höheren Fahrkomfort und eine digitale Schnittstellenarchitektur für ein noch flexibleres Einsatzspektrum und künftige Leistungssteigerungen aus. Neben der Rheinmetall-Radhaubitze auf einem hochmobilen HX 10×10-Fahrgestell wird auf der DVD 2022 auch ein schweres Bergefahrzeug zu sehen sein, ebenso wie Vorführungen der „Leader-Follower-Fähigkeit“ und des Automatic Load Handling Systems.

Luftlandefahrzeug Caracal 4×4

Rheinmetall bietet gemeinsam mit Mercedes-Benz und ACS Armoured Car Systems eine vielseitige und hochmobile 4×4-Fahrzeugfamilie für leichte Kräfte wie Luftlande- oder Spezialeinsatzverbände an. Auf der DVD 2022 wird das neue Fahrzeugsystem erstmals in Großbritannien vorgestellt.

Spürpanzer Fuchs

Im September 2020 erhielt RBSL einen Auftrag in Höhe von 18,2 Mio. EUR (16 Mio. £) für die Modernisierung und Instandhaltung der Fuchs-Flotte der britischen Armee. Hierzu zählen Spürpanzer und ein Trainingssimulator. Zehn Fuchs-Fahrzeuge, die ursprünglich von der Rheinmetall-Gruppe hergestellt wurden, wurden der britischen Regierung während des ersten Golfkriegs durch die deutsche Regierung überlassen. RBSL erhielt den Auftrag, die Spürausstattung zu ersetzen, Obsoleszenzen zu beheben und die Wartung zu übernehmen. Die Arbeiten werden vom RBSL-Werk in Telford geleitet und von der örtlichen Lieferkette unterstützt. Bislang wurden sechs Fahrzeuge erfolgreich umgerüstet und an den Kunden ausgeliefert, die restlichen vier Fahrzeuge sollen bis Ende des Jahres umgerüstet werden.

Loitering Munitions

Luftgestützte Präzisions-Abrufmunition verbindet die Eigenschaften von Drohnen und Lenkflugkörpern. Sie erhöht die Fähigkeit selbst kleinerer Einheiten zur Aufklärung über dem Zielgebiet sowie zur abstandsaktiven und präzisen Bekämpfung von Zielen. Rheinmetall und sein Partner UVision haben eine Kooperation vereinbart, um UVisions Loitering Munition-Familie Hero in Europa zu vermarkten. Auf der DVD 2020 zeigen beide Unternehmen die Integrationsmöglichkeiten unterschiedlicher Hero LM-Systeme in bemannte und unbemannte Fahrzeuge.

Unbemannte Systeme und Robotik

Rheinmetall zeigt auch, wie verschiedene integrierte, unbemannte Systeme die Fähigkeiten von Streitkräften erweitern können. Der Schreitroboter Robotics-L und der Mission Master SP zeigen, wie die Robotik bereits heute das moderne Gefechtsfeld verändert. Robotics-L kann Aufklärungsmissionen durchführen. Das unbemannte Bodenfahrzeug Mission Master SP ist für den Transport von Gütern ausgelegt. Darüber hinaus werden mit dem Leader Follower-Kit ausgerüstete HX60-Lastwagen halbautonome Konvoi-Einsätze demonstrieren.

Digitalisiertes Gefechtsfeld

Als führender Systemintegrator verfügt Rheinmetall über alle Kompetenzen, um die unterschiedlichen Entitäten auf dem digitalisierten Gefechtsfeld der Zukunft zu vernetzen. Wie sich die „Nebel des Krieges“ lichten lassen, zeigt Rheinmetall auf der DVD 2022 anhand des Zusammenspiels von Sensoren, Effektoren sowie moderner Mensch-Maschine-Schnittstellen. Ebenso stellt Rheinmetall die aktuellen Konfigurationen des Soldatensystems Gladius 2.0 und dessen Vernetzung mit bemannten und unbemannten Fahrzeugen und Subsystemen vor.

Challenger 3 Programm

Wie im Mai 2021 angekündigt, wird RBSL insgesamt 148 Kampf¬panzer des Typs Challenger 2 zur neuen Konfiguration Challenger 3 modernisieren. Hierzu gehören unter anderem ein neuer Turm mit digitaler Systemarchitektur und Rheinmetalls bewährter 120-mm-Glattrohrkanone L55A1 einschließlich modernster Wucht- und programmierbarer Mehrzweckmunition. Der Challenger 3 wird ein netzwerkfähiger, digitaler Kampfpanzer mit höchster Durchsetzungsfähigkeit und erheblich verbesserter Überlebensfähigkeit in Gefechtssituationen. Rheinmetall und RBSL informieren auf der DVD 2022 zum Fortgang des Projektes, in das auch zahlreiche weitere britische Unternehmen eingebunden sind.

Darüber hinaus präsentiert Rheinmetall auf der DVD 2022 seine umfangreiche Kompetenz in nahezu allen Fähigkeitskategorien. Hierzu zählen Rheinmetalls Know-How als Systemhaus für die Digitalisierung von Streitkräften, die umfassende Kompetenz bei Schutztechnologien, Waffen- und Munitionssysteme für bedrohungsadäquate und skalierbare Wirkung oder innovative und vernetzungsfähige Sensorik für Anwendungen zu Lande, in der Luft oder auf See. Wir freuen uns auf Ihren Besuch auf der DVD 2022 am Stand OR-15.

 

Quelle: Rheinmetall AG (Text und Bilder)