Symposium „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“ 2025 in Mannheim

Vom 11. bis 13. November 2025 fand nun zum fünften Mal das Symposium „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“ am BiZBw (Bildungszentrum der Bundeswehr) in Mannheim statt. Schirmherr der Veranstaltung war wie in den vorherigen Jahren der Abteilungsleiter Kampf im BAAINBw (Bundesamt für Ausrüstung, Infrastruktur und Nutzung der Bundeswehr).

Die Veranstaltung war auch dieses Mal mit 112 Teilnehmern und Vortragenden aus verschiedenen Bereichen der Bundeswehr, den Ämtern, Bundeswehr-Dienststellen und der Truppe, aber auch relevanten Unternehmen und wissenschaftlichen Instituten, wieder gut besucht.

Ein Gruppenfoto der Teilnehmer des Symposiums in Mannheim

Brigadegeneral Wind wies in seiner Eröffnungsrede auf die zukünftigen Herausforderungen, vor denen das Heer steht, hin. Sowohl die Anzahl der Vorhaben als auch die Komplexität der Systeme nimmt zu. Er zeigte dies an zahlreichen Beispielen.

Standardisierung sei eine Möglichkeit, wie diesen Herausforderungen begegnet werden kann. Die NGVA (NATO Generic Vehicle Architecture) ist eine Standardisierung für die NATO, um zukünftige militärische Fahrzeuge besser vernetzen zu können und bietet Datenmodelle für über 30 Subsysteme (z. B. Navigation, Automatic Weapon, Laser Range Finder u. a.).

Digitalisierung war ein, wenn nicht das bestimmende Thema des Symposiums. Sie ermöglicht in unterschiedlichen technischen Bereichen präzises Zustandsmonitoring z. B. durch Digitale Zwillinge, die auf physikbasierten Modellen oder KI-gestützten datenbasierten Ansätzen fußen. Sowohl Systemveränderungen als auch virtuelle Sensorgrößen werden mithilfe daten- und modellbasierter Methoden abgeleitet, wodurch zusätzliche Einblicke ohne Hardware-Nachrüstung geschaffen werden. Durch solche Methoden ist eine frühzeitige Fehlererkennung, eine optimierte Wartung und verlässliche Lebensdauerprognose, aber auch die Erfassung und Bewertung sich ändernder Rahmenbedingungen, z. B. im Einsatzszenarien, möglich. Herausforderungen bestehen in der Datenqualität und -zugänglichkeit, der Parametrierung und Validierung der Modelle, der Echtzeitfähigkeit, der Integration in bestehende Fahrzeug- und IT-Architekturen sowie einer möglichst weitgehenden Automatisierung dieser Prozesse.

Daten und Informationen sind das neue Gold für den Aufbau, die Nutzung und den Betrieb moderner Landsysteme und für einen Digitalen Zwilling entscheidend. Aspekte zu Nutzungsrechten, zu Datenmodellen, zur Datenerfassung, -übertragung und -speicherung u.a. in der pCloud sowie der Analyse und Darstellung müssen bewältigt werden. Der Vortrag der IABG gab einen Einblick in die aktuelle Umsetzung eines Digitalen Zwillings im Rahmen einer Studie für das Systemzentrum Digitalisierung Dimension Land mit dem Bezugsobjekt Flugabwehr-Panzer (Skyranger 30). Er zeigte die Möglichkeiten, Mehrwerte und Herausforderungen für die Nutzung von Digitalen Zwillingen über alle Phasen des PBN (Projektbezogene Bedarfsdeckung und Nutzung), besonders der Nutzung auf.

Gefechtsfahrzeuge werden zukünftig ohnehin vermehrt auf softwarebasierte Fähigkeiten setzen. Dabei bietet die Unterstützung durch virtuelle Besatzungsmitglieder große Chancen zur Effizienzsteigerung, aber insbesondere auch um Missionen zukünftig zuverlässiger und materialschonender durchführen zu können. Das virtuelle Besatzungsmitglied übernimmt hierbei die Beobachtung sämtlicher im Fahrzeug eingerüsteter Sensoren und überträgt Bedrohungshinweise automatisiert an die Anzeigegeräte, orchestriert Algorithmen und Sensoren, um querschnittlich über die gesamte Missionsausstattung Fähigkeiten gesichert abzubilden und somit die Besatzung zu entlasten. Auch im Sinne der Materialerhaltung lassen sich drohende kritische Systemausfälle frühzeitig prädizieren und durch automatisierte Assistenzen gegebenenfalls vermeiden. Die permanente Systemüberwachung mit Informationsspeicherung liefert hierbei die Grundlage, um auch zukünftig u. a. KI-unterstützt Wartungsprozesse zu optimieren und so Zuverlässigkeit und Materialerhalt zu gewährleisten.

Die Sammlung von Felddaten kann hierbei sehr nützlich sein. Die Universität der Bundeswehr München führt zu diesem Zweck zusammen mit der Firma monalysis Kempten das Forschungsprojekt „Datenraum Nutzung“ durch. In diesem wird die Nutzung solcher Felddaten zur Berechnung der Restnutzungsdauer von Fahrzeugen – in diesem Fall am Beispiel des GTK BOXER – untersucht. Ziel ist es, auf diesem Wege zu einer zuverlässigkeitsorientierten Instandhaltung Funktionalitäten für HUMS (Health and Usage Monitoring Systems) zu erarbeiten und eine „Instandhaltung-by-stress“ zu ermöglichen. Hierfür kommt das Durability Transfer (DT) Verfahren zum Einsatz. Mit diesem Verfahren ist es möglich, Langzeitmessungen mit stark reduziertem Applikationsaufwand unter Verwendung autarker Messtechnik an Fahrzeugflotten vorzunehmen. Das DT-Verfahren leitet Beanspruchungs- und Lastzeitfolgen zuverlässig und kostengünstig ab, indem es einfach zu messende Referenzgrößen wie Beschleunigungen und CAN-Größen verwendet, um Zielgrößen wie Fahrwerkskräfte, mechanische Spannungen, Drehmomente, Drücke oder Temperaturen zu berechnen. Deep Learning Ansätze helfen dabei, den Zusammenhang zwischen den Lastgeschehen der Referenz- und Zielgrößen zu ermitteln. Das DT-Verfahren dient als Prognosewerkzeug und liefert die Restlebensdauer sowie die Ausfallwahrscheinlichkeit. Durch die Anwendung in der Flotte kann fahrzeugspezifisch das tatsächlich in jedes einzelne Fahrzeug eingebrachte Last-, Beanspruchungs- und Nutzungsgeschehen dargestellt und bewertet werden, was Konstruktion, Wartung und Instandhaltung unterstützt. Die Validierung des Modells erfolgt durch Gegenüberstellung der berechneten Schädigungswerte mit denen aus Messungen ermittelten Werten sowie durch Verifikationen auf Bauteilebene, beispielsweise am Stoßdämpfer.

Am Beispiel des Schützenpanzers PUMA wurde auf das Thema Digitalisierung am Beispiel ausgewählter Bau- und Bedienteile eingegangen. Die zunehmende Digitalisierung fordert höhere Datenübertragungsraten. Lichtwellenleiter sind deshalb robust auszulegen. Die Software muss zwingend schon beim Hersteller „zu Ende“ programmiert werden. Einschränkungen bei der Produkthaftung, bei Nutzungs- und Urheberrechten müssen bestmöglich ausgeräumt werden. Der Software-Updateprozess muss frühzeitig in der Leistungsbeschreibung aufgenommen werden. Die abgeleitete Komplexität der technischen Platzstruktur und damit verbundenen Konfigurationsstanderfassung unter SASPF wurde veranschaulicht. Software-Stände aktualisieren sich teilweise in Windeseile. Software-Anpassungen finden bei gleicher Hardware, aber verschiedenen Varianten statt. Software auf Baugruppen oder jedweder Hardware in einem Waffensystem muss zukünftig als Ersatzteil verstanden werden.

Grundsätzlich gilt jedoch für sämtliche Fahrzeugsysteme, dass qualifizierte Subsysteme, z. B. IT-Gerät, zwar geeignet sein können, jedoch bei der Integration in ein Gesamtsystem neuen Herausforderungen unterliegen und diese zum Teil in Kombination überlagernd zum Tragen kommen. Es gilt, dies bei der Systemintegration zu berücksichtigen und geeignete Lösungen zu finden.

Das Kommando Heer stellte dar, unter welchen Rahmenbedingungen die militärische Instandhaltung gelingen muss und welcher Einfluss eine große Typen- und Variantenvielfalt hat. Neue Herausforderungen stellen sich bereits bei einer Diagnose und einer qualifizierten Eingangsprüfung dar, wenn vernetzte Systeme analysiert werden müssen, und setzen sich bei der Instandsetzung und der Wiederinbetriebnahme der Systeme fort. Im Ergebnis wurde festgehalten, dass sich die Materialerhaltung von mechanischen Tätigkeiten hin zu IT-Maßnahmen verlagert, was nicht nur den Werkzeugkasten des Instandsetzungssoldaten, sondern auch dessen Qualifikation zukünftig beeinflussen wird.

Gelegenheit zum persönlichen Austausch bot neben Gesprächen bei Kaffee und Tee in den Pausen wieder ein gemeinsames Essen am Mittwochabend.

Das Symposium endete am letzten Tag u. a. mit einer Live-Schaltung nach Australien, wo die Fertigung des Schweren Waffenträgers Infanterie bzw. Heavy Weapon Carrier von der deutschen amtlichen Qualitätssicherung des BAAINBw begleitet wird. Über einen G2G-Contract (Government to Government Vertrag) wird dieser als marktverfügbares Produkt für die Bundesrepublik Deutschland beschafft. Die Beweggründe sind neben der Marktverfügbarkeit die Nutzung bestehender Ressourcen im Management- sowie Produktionsbereich. Aufgrund der hohen Auftragslage in Deutschland werden die Kapazitäten und Kompetenzen in Australien genutzt, um zeitgerecht das Material der Truppe zur Verfügung zu stellen.

Programm des Symposiums „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“ im November 2025

Das nächste Symposium wird vom 10.-12. November 2026 an der Artillerieschule in Idar-Oberstein stattfinden. Die Teilnehmer der letzten Jahre werden mit einem Hinweis per E-Mail informiert, sobald das Programm entworfen und die Anmeldung möglich ist. Das wird voraussichtlich Ende Sommer 2026 sein. Interessierte, die bisher nicht an dem Symposium teilgenommen haben und auch informiert werden möchten, senden bitte eine E-Mail an BiZBwSymposiumLand@bundeswehr.org.

Autor: Jörg Biemann, Bildungszentrum Bundeswehr in Mannheim

Bilder: ©BiZBw

Das Interesse an Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen ist groß. Über 120 Teilnehmende kamen nach Mannheim zum Symposium. Blauer Bund

Symposium „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“

Vom 5. bis 6. November 2024 fand zum vierten Mal das Symposium „Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen“ am Bildungszentrum der Bundeswehr statt. Unter dem Motto „Die Bundeswehr auf dem Weg zur Verbesserung der Kriegstüchtigkeit“ versammelten sich über 130 Teilnehmer aus verschiedenen Bereichen der Bundeswehr, Ämtern, Dienststellen und relevanten Unternehmen, um aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze zu diskutieren. Die Veranstaltung wurde, wie bereits im Vorjahr, von Brigadegeneral Schmidt, dem Abteilungsleiter Kampf im BAAINBw, und Direktor WTD 41, Simon, eröffnet.

Ein Blick auf die Herausforderungen

In seiner Eröffnungsrede wies Brigadegeneral Schmidt auf die wachsenden Herausforderungen im Beschaffungswesen hin. Der Personalkörper des Beschaffungsamtes wächst nicht im gleichen Maße wie die Anzahl der Beschaffungsprojekte, insbesondere der 25-Millionen-Euro-Vorlagen. Dies führt zu einem Mangel an Experten an neuralgischen Positionen, was die Effizienz der Beschaffungsprozesse beeinträchtigt. Der Ukraine-Konflikt hat zudem zusätzliche Begehrlichkeiten geschaffen, wie etwa eine rasche Ersatzteilversorgung auf Zuruf. Eine weitere Herausforderung stellt die D-LBO dar, die durch die Vielzahl unterschiedlicher Funkgeräteausstattungen in den verschiedenen Fahrzeugen entsteht.

Waffensysteme und ihre Eignung

Die Wehrtechnische Dienststelle für landgebundene Fahrzeugsysteme, Pionier- und Truppentechnik, stellte klar, dass Waffensysteme nach der DIN-Vorschrift Reifegradanalyse betrachtet werden müssen. Diese Analyse ist jedoch keine allumfassende Lösung. Auch marktverfügbare Fahrzeugsysteme müssen ihre Eignung unter militärischen Bedingungen nachweisen. Ein Mindestuntersuchungsintervall von 4000km auf Teststrecken sollte nicht weiter unterschritten werden, wenn verlässliche Aussagen über die Einsatzbereitschaft erwartet werden.

Prognosetool PRADA und Kaltstartfähigkeit

Das Planungsamt der Bundeswehr präsentierte das Prognosetool PRADA, das zeigt, dass mit ausreichend großen Datenmengen Ausfallwahrscheinlichkeiten von Systemen gut vorausgesagt werden können. Am Beispiel der Panzerbrigade 45 wurden Ideen vorgestellt, wie die Herstellung der Einsatzbereitschaft („Kaltstartfähigkeit“) auch auf deutsche Verbände angewandt werden könnte. Notwendige Voraussetzungen müssen jedoch erfüllt sein, um diese Konzepte erfolgreich umzusetzen.

AG Zuverlässigkeit und Leitfaden

Aus der Erkenntnis, dass Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit im CPM (Customer Product Management) zu wenig Berücksichtigung fanden, entstand die AG Zuverlässigkeit. Diese hat sich zur Aufgabe gemacht, einen anwendbaren Leitfaden zu erstellen, der bald veröffentlicht werden soll. Dieser Leitfaden wird – inzwischen bei der Beschaffungsvariante nach den Regeln der „Projektbezogene Bedarfsdeckung und Nutzung“ (PBN) – dazu beitragen, die Standards für die Zuverlässigkeit von Waffensystemen zu erhöhen und die Materialerhaltbarkeit zu verbessern.

3D-Druck als Lösung

Eine vielversprechende Möglichkeit zur raschen Ersatzteilbeschaffung ist der 3D-Druck. Dieser ist bereits in die Bundeswehr eingeführt und funktioniert sowohl für Kunststoffe als auch Metalle. Über 4000 Teile wurden bereits erfolgreich gedruckt. Im Rahmen des Symposiums konnte ein entsprechender Drucker live beim Druck in Augenschein genommen werden, was die Möglichkeiten dieser Technologie eindrucksvoll demonstrierte.

Herausforderungen bei der Instandsetzung

Für die Baugruppe Rad gibt es zur Zeit nur zwei Bundeswehr-Standorte, die Radbaugruppen instandsetzen können. Einerseits sollen Radbaugruppen sofort verfügbar sein, andererseits dürfen sie nicht überlagert sein. Die Instandsetzung einer Radbaugruppe ist nicht nur abhängig vom Schaden, sondern auch vom Herstellungsdatum des Reifens und ggf. des Notlaufelementes. In einem scharfen Einsatz ist zu erwarten, dass neue Radbaugruppen angefordert werden, ohne dass ein Schadteil zurückgesandt wird. So ähnlich sieht es bei neu eingeführten Projekten aus: Ein hoher Bedarf wird sehr plötzlich gefordert. Zudem ist eine solche Baugruppe relativ komplex aufgebaut und die Bewirtschaftung geschieht dezentral. Es könnte zu nicht abgestimmter Ersatzteilbeschaffung über verschiedenste Kanäle kommen. Da die Rohmaterialien aus verschiedenen Orten der Welt kommen, kann es unter Umständen viele Monate dauern, bis eine Radbaugruppe geliefert werden kann. Bereits die Covid-Krise hat zu Preiserhöhungen und Lieferketten-Abrissen geführt.

Single-Fuel-Policy

Zur Kriegstüchtigkeit unserer Fahrzeugflotte gehört auch die Umsetzung der Single-Fuel-Policy. Teilweise sind Fahrzeuge oder Bauteile jedoch dafür nur bedingt tauglich. Hier besteht Verbesserungspotential bei der Härtung entsprechender Baugruppen, insbesondere der Einspritzausrüstung. Das Konzept „Landmobilität der Bundeswehr“ liefert noch keine klare Handlungsgrundlage zur Nutzung von F-63 für zukünftige Systeme.

Das Interesse an Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen ist groß. Über 120 Teilnehmende kamen nach Mannheim zum Symposium. Blauer Bund
Das Interesse an Zuverlässigkeit und Materialerhaltbarkeit von Landsystemen ist groß. Über 130 Teilnehmende kamen nach Mannheim zum Symposium. © Bundeswehr, BiZBw

Zulassungswesen

Alle gesetzlichen Vorgaben müssen dennoch weiterhin erfüllt werden; insbesondere bei der Zulassung. Einem Fahrzeug, das den wesentlichen Anforderungen der StVZO nicht entspricht, kann grundsätzlich keine Ausnahmegenehmigung nach § 70 erteilt werden. Dennoch sei zu bemerken, dass das ZKfWBw bisher noch jedes Fahrzeug bis zur Zulassung begleitet hat.

Beispiel Kampfpanzer Leopard

Am Beispiel Kampfpanzer Leopard 2 wurde eindrucksvoll dargestellt, dass es ohne Versorgungsreife keine Einsatzbereitschaft gibt. Wehrmaterial unterliegt ständigen Änderungen, welche die Versorgung nicht vereinfachen. Es stellt sich die Frage, wann der K-Stand festgelegt werden sollte. Es gibt Argumente, die eine möglichst frühe K-Standsfestlegung sinnvoll erscheinen lassen und es gibt Argumente dagegen.

Cybersicherheit

Die Idee eines auch gegen Cyberangriffe resilienten digitalen Versorgungssystems wurde vorgestellt. Der Grundgedanke ist Dezentralisierung: Sämtliche Daten des Versorgungssystems könnten in der Form einer Blockchain in mehreren Knotenpunkten vorhanden sein, die sich im permanenten Informationsaustausch befinden, so dass bei Ausfall eines Knotenpunktes, das Gesamtsystem und die Informationen erhalten bleiben.

Main Ground Combat System (MGCS)

Beim MGCS sollen bereits in der Planung logistischen Vereinfachungen Rechnung getragen werden. Es soll keine hochkomplexe multifunktionale Plattform, sondern ein Systemverbund dreier Plattformen jeweils mit eigenen Funktionen geben. Fahrwerke und Wannen sollen für alle drei Plattformen gleich sein.

Zusammenfassung

Direktor Simon resümierte, dass sich das Thema „hohe Variantenvielfalt“ wie ein roter Faden durch das gesamte Symposium gezogen hat. Selbst vermeintlich gleiche Fahrzeuge, wie z. B. GTK Boxer, unterscheiden sich schon deshalb, nur weil sie in unterschiedlichen Ländern gefertigt werden.

Völlig im Gegensatz zu früheren Zeiten, in denen verschiedene Fahrzeuge baugleiche Baugruppen hatten. Das war bei der Beschaffung bereits so eingeplant. Obwohl es ein Projektelement Logistik gibt, scheint dieses zu wenig beachtet. Probleme entstehen, wenn neue Systeme zwar beschafft, aber die Vorgaben an die Logistik zu ungenau sind. Der Griff zu marktverfügbaren Produkten ist selten die Lösung und führt meist zu anderen Problemen. Die Herausforderungen zum Betrieb bestehender Systeme ist noch nicht gemeistert und schon werden weitere neue Systeme beschafft. Moderne Systeme können mit herkömmlichen Mitteln gar nicht mehr getestet werden, insbesondere dann nicht, wenn Sollwerte unbekannt sind.

Wieder einmal bot das Symposium die Plattform für einen gelungenen Austausch zwischen Bundeswehr und Industrie.

Save the date

Das nächste Symposium findet vom 11.-13. November 2025 statt. Wenn Sie über das Programm der kommenden Veranstaltungen informiert werden möchten, schicken Sie eine E-Mail an

BiZBwSymposiumLand@bundeswehr.org

Text: Jörg Biemann, Wissenschaftlicher Direktor am BiZBw