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Ruhestand
Brigadegeneral Kay Brinkmann, zuletzt Chef des Stabes EUROCORPS in Straßburg Cedex/FRA, wurde in den Ruhestand versetzt.
Generalleutnant Alfons Mais, zuletzt Inspekteur des Heeres im Heereskommando in Strausberg, wurde in den Ruhestand versetzt.
Brigadegeneral Michael Volkmer, zuletzt Abteilungsleiter Informationstechnik im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz, wurde in den Ruhestand versetzt.
Brigadegeneral Peter Webert, zuletzt Kommandeur Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr und Leiter Geoinformationsdienst der Bundeswehr im Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr in Euskirchen, wurde in den Ruhestand versetzt.
Nachmeldung
Generalmajor Wilhelm Grün, zuletzt Deputy Chief of Staff Support im Joint Force Command in Neapel/ITA, wurde in den Ruhestand versetzt.
Personalmaßnahmen in militärischen Spitzenstellen
Bundesministerium der Verteidigung
Oberst i.G. Jonas Uhrlau, zuletzt Referatsleiter Streitkräfteangelegenheiten im Büro des Generalinspekteurs der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Leiter Gesamtkonzeption und Planung militärische Verteidigung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.
Kommando Heer
Generalmajor Maik Keller, zuletzt Deputy Commander NATO Security Assistance and Training for Ukraine (NSATU) im Headquarter NSATU in Wiesbaden, wird nun als Chef des Stabes im Kommando Heer in Strausberg eingesetzt.
NATO und EU
Generalmajor Ulf Häussler, zuletzt Director Operations and Plannings im Internationalen Militärstab der NATO in Brüssel/BEL, wird nun als Deputy Commander NATO Security Assistance and Training for Ukraine (NSATU) im Headquarter NSATU in Wiesbaden eingesetzt.
Brigadegeneral Oliver Prost, zuletzt Unterabteilungsleiter MEO I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, ist nun, im Streitkräfteamt in Bonn eingesetzt.
Zentrum für Geoinformationsdienst der Bundeswehr
Flottillenadmiral Dr. Sabine Reppin, zuletzt Referatsleiterin IC III 7 im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Kommandeurin Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr und Leiterin Geoinformationsdienst der Bundeswehr im Zentrum für Geoinformationswesen der Bundeswehr in Euskirchen eingesetzt.
Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung
Flottillenadmiral Christian Bock, zuletzt Unterabteilungsleiter SK I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Leiter Innovationszentrum der Bundeswehr in Erding eingesetzt.
Oberst i.G. Michael Jäger, zuletzt Referatsleiter IC II 6 im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Abteilungsleiter Informationstechnik im Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz eingesetzt.
Personalmaßnahmen in zivilen Spitzenstellen
Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr
Direktor beim Bundesamt für das Personalmanagement der Bundeswehr (BAPersBw) Dr. Eric Danners, bisher Abteilungsleiter VII des BAPersBw in Düsseldorf, wird als Abteilungsleiter V des BAPersBw in Sankt Augustin eingesetzt.
Quelle:
Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal
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Ihr leistungsfähiger Systemintegrator für Hydraulik, Pneumatik, Schmiertechnik und Rohrsysteme sowie Mechanikservice an wehrtechnischen Geräten.
„Vogel Gruppe“ ist die Dachmarke der Industrie-Hydraulik Vogel & Partner GmbH mit den Tochterunternehmen Vogel Druckluft-Technik GmbH und Wetzel Zylinderservice GmbH. Seit 1990 sind wir ISO-9001 zertifizierter Vertriebs- und Servicepartner für Industrie und Handwerk und bieten Produkte und Services rund um Hydraulik, Pneumatik, Schmiertechnik, Rohrsysteme, Druckluft sowie Fluidtechnischen Anlagenbau in Kooperation mit unseren Hauptvertriebspartnern Parker Hannifin, SKF und Festo.
Ein Netzwerk von 11 Standorten mit über 110 Kollegen bestehend aus einem umfassenden Spektrum hochwertiger Produkte, unser technisches Know-How und unsere umfassende Branchenkenntnis garantieren Ihnen, dass Sie auch morgen auf einen leistungsstarken Partner bauen können. Da die Probleme der Fluidtechnik nicht immer mit Standardbauteilen abgedeckt werden können, bieten wir Ihnen neben unseren namhaften Vertragspartnern auch Produkte anderer Hersteller an und garantieren Ihnen damit für jeden Fall eine optimale Beratung.

Für Projekte im Verteidigungsbereich setzt die Vogel Gruppe auf ein Qualitätsmanagement, das auf ISO 9001:2015 basiert und um die für militärische Anwendungen relevanten Anforderungen aus AQAP 2110/2113/2130/2131 erweitert wurde. Damit stellen wir sicher, dass Entwicklung, Fertigung und Dokumentation den Erwartungen von Auftraggebern und Behörden entsprechen.
Unsere Schwerpunkte liegen in der Bereitstellung von normgerechten Schlauchleitungen (nach VG 95922-2, VG 95924-1, VG 95924-2 und VG 95938), Transport- und Prüfsystemen sowie Werkzeug- und Montagesätzen, die speziell für militärische Anwendungen entwickelt und zugelassen sind. Viele unserer Produkte verfügen über NATO-Stocknummern (NSN) und werden in enger Abstimmung mit Beschaffungsämtern wie dem BAAINBw eingesetzt.
Wir erledigen für Sie die Herstellung von Spezialwerkzeug, die mechanische Reparatur von Bundeswehr-Material, das Beschriften und Signieren von Material, die Durchführung von AIT-Kennzeichnungen für die Bundeswehr sowie die Beratung der öffentlichen Auftraggeber vor Ort. Schadgerätelager sind vorhanden. Zu unseren Vertragspartnern zählen die NSPA, das BAAINBw sowie weitere Bundeswehr-Dienststellen. Durch die Kooperation mit den Produktweltmarktführern Parker Hannifin, Festo und SKF verstärken wir dieses Portfolio als zertifizierte Vertriebspartner erheblich.

Als Partner von Parker Hannifin bieten wir zusätzlich Zugriff auf einen der weltweit führenden Anbieter von Motion- und Control-Technologien mit einem breiten Spektrum an Lösungen für Hydraulik, Pneumatik, Filtration, Korrosionsschutz, Elektrifizierung und Condition Monitoring. Mit Produktions- und Entwicklungsstandorten weltweit sowie einer langen Historie in der Belieferung der Verteidigungsindustrie bietet Parker Technologien, die heute in nahezu allen NATO-Ländern im Einsatz sind.
Unsere Zusammenarbeit mit SKF Lubrication ermöglicht uns und unseren Kunden einen uneingeschränkten Zugriff auf alle modernen Schmiertechniklösungen, genauso wie Lösungen im Bereich pneumatischer und elektrischer Automatisierungslösungen unserer Festo-Experten.
Neben einem mobilen Service inkl. Wartung und Reparatur, auf Wunsch auch vor Ort, bieten wir Ihnen u.a. Full-Service-Verträge für eine Vielzahl unserer Systemlösungen an. Von einbaufertigen Modulen über Spezialanfertigungen liefern wir Ihnen unsere Produkte weltweit. Unser Störungsdienst sorgt innerhalb Deutschlands dafür, dass Ihre Anlagen einwandfrei betrieben werden können. Gerne unterstützen wir Sie auch bei der Überprüfung der Konformität Ihrer Anlagen, Maschinen und Systeme bzgl. BetrSichV und DGUV. Wir werden auch in Zukunft unser Produkt- und Dienstleistungsportfolio kontinuierlich erweitern, um den Ansprüchen unserer Kunden gerecht zu werden.
Weitere Informationen zu unseren Produkten und Dienstleistungen im wehrtechnischen Bereich erhalten Sie unter:
Industrie-Hydraulik Vogel & Partner GmbH
Laugkfeld 21
01968 Senftenberg
Tel.: 0800 770 90 90
info@vogel-gruppe.de
https://www.vogel-gruppe.de/branchenloesungen/wehrtechnik-defence
Ihr direkter Ansprechpartner für Wehrtechnik:
Herr Matthias Vogel
Geschäftsführung
m.vogel@vogel-gruppe.de
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Im Jahr 1968 herrschte zwischen NATO und Warschauer Pakt der Kalte Krieg. Der sowjetischen Aufklärung war nicht verborgen geblieben, dass die Flugplätze in Nordnorwegen eine viel größere Kapazität hatten, als für die Luftwaffe des Landes erforderlich war.
Um die Basen ihrer Atom-U-Boote im Murmansk-Fjord und die Flugplätze der strategischen Bomber auf der Kola-Halbinsel vor Luftangriffen der NATO zu schützen, würde daher die Sowjetunion zu Beginn eines Krieges oder präemptiv versuchen, die norwegische Atlantikküste und die norwegischen Flugplätze in eigene Hände zu bekommen. Die realen damaligen sowjetischen Planungen kennen wir auch heute nicht. Aber wir haben heute Zugang zu den nach Ende des (ersten) Ost-West-Konflikts veröffentlichten Feindlagebeurteilungen der NATO darüber. Die hier abgebildete Karte zeigt die Annahme des Allied Command Europe Mobile Force Anfang 1968.
Die Allied Mobile Force (AMF) war ein 1960 in Dienst gestellter multinationaler mobiler Eingreifverband der NATO. Dessen Analysten entwarfen auf einer Karte mögliche Angriffsoptionen der Sowjets auf Nordnorwegen, in Varianten mit und ohne dabei Gebiete der neutralen Staaten Finnland und Schweden zu besetzen.
Der angenommene Vormarsch der Sowjets
Die Karte zeigt zu Lande vier angenommene Vormärsche der Sowjets durch zwei Divisionen. Eine sowjetische Mot. Schützendivision (MSD) ist zu diesem Zeitpunkt ungefähr 14.500 Mann stark. Der von der 341. MSD auszuführende Hauptstoß im Süden (A) zielte über das finnische Rovaniemi und das schwedische Kiruna auf den norwegischen Hafen Narvik und sollte damit den Raum nördlich davon abschneiden. Den wiederum sollten weitere Angriffe (B, C und D) dieser Division und der 45. MSD fächerartig besetzen. Die Optionen B, C und D hätten ohne Verletzung der Neutralität Schwedens realisiert werden können, D auch ohne Finnlands Gebiet zu queren. Das Besetzen dieses weiten Raumes war keine einfache Aufgabe, denn abgesehen von der gut ausgebauten Straße zwischen Kiruna und Narvik und der an der Grenze bei Kirkenes beginnenden Europastraße E6 hemmte die von Seen und deren Zuflüssen geprägte Landschaft die Bewegungsmöglichkeiten der Angreifer, wie die Wehrmacht schon 1941 bis 1944 hatte erfahren müssen. Aufgrund der brettflachen Landschaft in der Finnmark und Lappland war Luftherrschaft eine zwingende Voraussetzung für die sowjetischen Angriffsbewegungen. Luft- und Seeanlandungen sollten die genannten Angriffsziele schon in den ersten Stunden des Krieges nehmen – und bis zum Eintreffen der Hauptkräfte zu Lande halten. Sollten Luftlandungen auf norwegischen und ggf. auch schwedischen Flugplätze nicht erfolgreich sein, hatten die Sowjets deren Verminung aus der Luft vorgesehen.

Amerikanische Analyse aus den 1980ern
Eine weitere, amerikanische Analyse aus den früheren 1980er Jahren ähnelt grundsätzlich der aus dem Jahr 1968, zeigt aber Änderungen in Details, auch in den weiterhin angenommenen vier taktischen Angriffskeilen der Sowjets: Der nördlichste Vormarsch war über die Europastraße E6 von der Grenze bei Kirkenes bis Lakselv und bis zu dem nahen großen Flugplatz Banak geplant. Die südlich anschließende Vormarschachse verlief durch Finnisch-Lappland über Inari zur norwegischen Stadt Karasjok. Der dritte Angriffskeil sollte über das finnische Sodankylä und das norwegische Skibotn-Tal Tromsø erreichen. Der südlichste taktische Stoß sollte wie 1968 angenommen über Kemijärvi, Rovaniemi und Kiruna auf Narvik zielen. Die von amerikanischen Analysten befürchtete Überquerung des im Winter zugefrorenen Bottnischen Meerbusens durch sowjetische Panzerkolonnen verwiesen die mit dem Gelände und den Wetterbedingungen vertrauten Skandinavier ins Reich der Fantasie.
„Gibraltar des Nordens“
Die Eroberung der Hauptstädte Finnlands, Schwedens und Norwegens waren laut amerikanischer Bewertung Anfang der 1980er Jahre nicht Ziel der Angriffe. Wichtiger waren die Åland-Inseln. Das „Gibraltar des Nordens“ hätte den Sowjets als ideales Sprungbrett zur Landung an der schwedischen Küste gedient. Das neutrale Schweden sahen sowjetische Operationsplaner nicht nur als Durchmarschgebiet, sondernmaßen vor allem dessen Luftwaffe eine hohe Schlagkraft bei, die es auszuschalten galt. NATO-Analysten nahmen daher an, dass noch vor der eigentlichen sowjetischen Offensive so genannte Speznaz-Teams mit U-Booten an Schwedens Küste angelandet werden, die nicht nur die Flugplätze angreifen, sondern den Überraschungseffekt nutzend Piloten in ihren Wohnungen töten sollten.
Erstveröffentlichung im Intranet der Bundeswehr (YNSIDE), 10.03.2026
Autor: Oberstleutnant Dr. Klaus Storkmann, Zentrum für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr
Scipio Appia ist eine digitale Mittelschicht zwischen ERP, NATO-Systemen und Gefechtsfeld, die logistische Ebenen 1 und 2 in ein durchgängiges Lagebild integriert.
Die Fähigkeit moderner Streitkräfte, Operationen erfolgreich durchzuführen, hängt unmittelbar von der Leistungsfähigkeit ihrer Logistik ab. Im Szenario der Landes- und Bündnisverteidigung
entscheidet nicht allein die Verfügbarkeit von Waffensystemen über die Einsatzbereitschaft, sondern vor allem die Fähigkeit, Munition, Ersatzteile, Treibstoff und Instandsetzung rechtzeitig
zur kämpfenden Truppe zu bringen.
Das logistische System der Bundeswehr bildet hierfür den strukturellen Rahmen. Während auf strategischer Ebene zentrale, nationale IT Systeme wie SASPF oder NATO-Systeme wie LOGFAS die Planung und Verwaltung logistischer Ressourcen unterstützen, entsteht auf den taktischen Ebenen der Logistik, insbesondere logistische Ebenen (LogE) 1 und 2, eine strukturelle Fähigkeitslücke.
Die LogE 1 und 2 sind geprägt durch hohe Dynamik, kurze Entscheidungszyklen und häufig wechselnde Organisationsstrukturen der (Groß-) Verbände im Einsatz. In Verbänden, etwa auf
Brigade- oder Bataillonsebene, müssen logistische Bedarfe, verfügbare Bestände und Transportkapazitäten kontinuierlich abgestimmt werden. Gleichzeitig bleiben die eingesetzten
IT-Systeme primär auf strategische Prozesse ausgelegt und sind für die operative Realität auf Gefechtsfeldebene nicht geeignet.
Das Resultat ist ein fragmentiertes Lagebild. Informationen über Bedarfe, Bestände oder Transportbewegungen werden über heterogene Kanäle wie Funk, Excel Tabellen, Sitaware Chat oder mündliche Abstimmung kommuniziert. Ein durchgängiges logistisches Lagebild (RLP) über alle Ebenen hinweg existiert nicht. In der Folge muss händisch und über Drehstuhl-Schnittstellen Information zusammengeführt und ausgewertet werden. Dadurch geht wertvolle Zeit verloren und der Prozess ist nur bedingt bis nicht kriegstauglich.

Logistische Kräfte sind heute selbst Teil des Gefechtsfelds und müssen ihre Operationen schneller, verteilter und resilienter durchführen. Vor diesem Hintergrund gewinnt die digitale Unterstützung logistischer Prozesse entscheidend an Bedeutung. Hier setzt Scipio Appia an. Appia ist ein logistisches Entscheidungs- und Führungssystem für die LogE 1 und 2 mit der
Brigade als Endnutzer im Schwerpunkt. Sie wurde speziell für den Zweck entwickelt, die bestehende Fähigkeitslücke zwischen SASPF, LOGFAS auf strategischer Ebene und der operativen Realität auf Brigadeebene komplementär zu schließen.
Technisch fungiert Appia als digitale Integrations- und Abstraktionsschicht zwischen bestehenden Systemen. Daten aus ERP-Systemen (bspw. SASPF), LOGFAS oder C2/C4I können über Schnittstellen bi-direktional integriert und in einem RLP zusammengeführt werden. Das System ermöglicht dadurch erstmals eine kontinuierliche, taktisch nutzbare Darstellung logistischer Informationen: Bedarfe von Einheiten, verfügbare Bestände, Prioritäten, Transportmittel und Versorgungskorridore & -routen können in Echtzeit zusammengeführt und für Planungs- und Führungsentscheidungen genutzt werden.
Appia ist spezifisch für die Anforderungen der Umgebung LogE 1 und 2 entwickelt. Das System kann auf einem Feldserver im Brigadegefechtsstand gehostet und via gehärtete Tablets/Laptops
bedient werden. Dabei sind die Funktionen unabhängig der Netzverbindung nutzbar, damit die Brigade offline in “congested” als auch “contested” Umgebungen handlungsfähig ist.
Mithilfe von KI ermöglicht Appia eine dynamische Planung und Steuerung von Nachschubbewegungen sowie die Optimierung logistischer Transportketten zwischen Depots, Versorgungspunkten im Einsatzgebiet und den versorgten Truppenteilen. Dadurch können Versorgungszeiten verkürzt, Transportkapazitäten effizienter eingesetzt und logistische Entscheidungen frühzeitig in den militärischen Führungsprozess eingebunden werden.
Appia ist seit Beginn der Entwicklung als multinationale, interoperable Plattform konzipiert. In multinationalen Operationen können unterschiedliche nationale Appia-Instanzen über eine
gemeinsame Daten- und Entscheidungsstruktur miteinander verbunden werden. Damit unterstützt Appia nicht nur nationale logistische Prozesse, sondern auch die Interoperabilität innerhalb von NATO-Verbänden, komplementär zu LOGFAS.
Im Kontext der digitalen Transformation der Streitkräfte und der zunehmenden Vernetzung militärischer Systeme stellt Appia somit einen neuen Ansatz für logistische Führung dar: ein durchgängiges Recognized Logistics Picture, das strategische Planungssysteme mit der operativen Realität des Gefechtsfelds verbindet.
Damit adressiert Appia eine zentrale Voraussetzung moderner Operationsführung: die Fähigkeit, logistische Informationen effizient, verlässlich und entscheidungsrelevant verfügbar zu machen und damit die Einsatzbereitschaft der Truppe zu erhöhen.
Scipio Networks GmbH | Julie-Wolfthorn-Straße 1 | 10115 Berlin
Autor: Tim Birkhofer
Forum Ersatzteillogistik 2026
Das Forum Ersatzteillogistik (FEL) 2026 ist der zentrale Treffpunkt für Fach- und Führungskräfte, die das Ersatzteilmanagement zukunftsfähig gestalten wollen. Am 22. und 23. Juni 2026 bringt die Veranstaltung im PARKS in Nürnberg Expertinnen und Experten aus Industrie, Handel und Dienstleistung zusammen und fördert den branchenübergreifenden Erfahrungsaustausch auf Augenhöhe. Hochkarätige Fachvorträge zu vielfältig relevanten Themen, praxisnahe Einblicke und engagierte Diskussionen beleuchten aktuelle Herausforderungen und Lösungsansätze entlang der Ersatzteillogistik. Begleitend dazu bietet die Fachausstellung Raum für persönliche Gespräche mit kompetenten Ansprechpartnern und neue Impulse für die Umsetzung innovativer Ideen. Bereits am Vorabend lädt ein Networking-Abend im PARKS im Nürnberger Stadtpark zum Austausch in entspannter Atmosphäre ein.
Details zum Programm, zu Speakern und zu den Schwerpunktthemen folgen zeitnah. Hier gibt es alle weiteren Informationen – von der Anfahrtsskizze bis zur Teilnahmeoption: https://www.bvl.de/fel
Impressionen vom Forum Ersatzteillogistik 2025

Eingebunden in den Übungscluster QUADRIGA 2026 führte das Unterstützungskommando der Bundeswehr vom 16. Februar bis 20. März mit MEDIC QUADRIGA 2026 die größte und komplexeste Übung des Sanitätsdienstes seit Beginn des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine durch. Ziel der Übung war es, die Einsatzbereitschaft und Reaktionsfähigkeit der Bundeswehr im Rahmen der Bündnisverteidigung weiter zu stärken und gleichzeitig die enge Zusammenarbeit mit zivilen Akteuren im Gesundheitswesen zu erproben und zu vertiefen.
Neben der schnellen Verlegefähigkeit der Sanitätskräfte an die NATO-Ostflanke nach Litauen wurde die Funktionsfähigkeit der gesamten medizinischen Rettungskette von der Erstversorgung Verwundeter im Einsatzgebiet bis zur weiterführenden Behandlung in Deutschland trainiert. Schwerpunkt der Übung war der erstmalige Betrieb einer zivil-militärischen medizinischen Taskforce für Steuerung, Transport und Behandlung von Patienten. Rund 1.000 Soldatinnen und Soldaten nahmen an MEDIC QUADRIGA 2026 teil.

Dem Kommando Gesundheitsversorgung der Bundeswehr in Koblenz kam die Aufgabe zu, ein Sanitätsbataillon als Übungsverband zusammenzuziehen und nach Litauen zu verlegen. Mit Straßenmärschen und Fähre wurden binnen weniger Tage ein Luftlanderettungszentrum, ein Forward Surgical Element und diverse geschützte Rettungsfahrzeuge nach Litauen gebracht. Mit diesen Mitteln ist der Sanitätsdienst in der Lage, dem dynamischen Frontgeschehen der Kampftruppe zu folgen und die Rettungskette jederzeit aufrecht zu erhalten.
„Nur was man in ruhigen Zeiten übt und trainiert, beherrscht man auch im Spannungs- und Verteidigungsfall“, betonte Verteidigungsminister Boris Pistorius am 6. März 2026 bei seinem Besuch der Übung in Berlin. Die medizinische Versorgung Verwundeter im Kriegsfall sei ein Beitrag zur Gesundheitsversorgung als gesamtstaatliche Verantwortung. Dazu gehöre auch die Rehabilitation von Soldatinnen und Soldaten, die in den Einsätzen verwundet werden. „Zurück in den Dienst“ laute das Motto, das zugleich ein Signal an die eingesetzten Kräfte sei.

Medical Task Force übt am Flughafen Berlin Brandenburg
Im Mittelpunkt der Übung stand ein Verteilerpunkt im ExpoCenterAirport am Flughafen Berlin Brandenburg (BER): der Übungshub Berlin. Hier wurden die Aufnahme, die medizinische Priorisierung und die Weiterverteilung von Patientinnen und Patienten in geeignete zivile Behandlungseinrichtungen geübt. Die Verwundeten, dargestellt von rund 200 Soldatinnen und Soldaten, kamen am Übungsgelände neben dem Flughafen BER an. In einem Ernstfall der Landes- und Bündnisverteidigung könnten es bis zu 1.000 Verwundete täglich sein. Neben Lufttransport würden in der Krise auch Busse, Züge und Schiffe nach Deutschland eingesetzt. Am Hub hatten 250 zivile Unterstützerinnen und Unterstützer mit der Bundeswehr eine Medical Task Force (MTF) eingerichtet.
Diese bestand aus ehrenamtlichen Einsatzkräften und Fahrzeugen aus Brandenburg, mit der Unterstützung von Hilfsorganisationen wie dem Deutschen Roten Kreuz, dem Arbeiter-Samariter-Bund, den Maltesern und den Johannitern. Koordiniert wurde die MTF durch das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), das den Zivilschutz in der Bundesrepublik organisiert.

Trainiert wurden vor allem die Abläufe zwischen den verschiedenen Akteuren: Nach Sichtung der Verwundeten übergab das MTF-Personal diese an die Kolleginnen und Kollegen der Hilfsorganisationen, die in langen Kolonnen vor dem Übungshub bereitstanden. Auch Hubschrauber der deutschen Luftrettung DRF und der ADAC-Luftrettung waren für schwerstverletzte Verwundete im Einsatz. Die letzte Station der Übung war der Transport mit Blaulicht in zivile Krankenhäuser und Gesundheitseinrichtungen in Berlin und Brandenburg. Hierfür waren neun Kliniken in das Übungsgeschehen integriert und auf die militärischen Patientinnen und Patienten vorbereitet.
„Gesundheitsversorgung nur gesamtstaatlich“
„Menschen“, sagt der Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, „sind das Wertvollste, was wir haben, die wichtigste Ressource der Streitkräfte. Ihre Gesundheit zu sichern, ist im Hinblick auf die Durchhaltefähigkeit Deutschlands in Krise und Krieg unabdingbar.“ Bei MEDIC QUADRIGA 2026 werde zugleich unter Beweis gestellt, dass die Gesundheitsversorgung der Bundeswehr nur gesamtstaatlich bewältigt werden könne. „Wir haben während der Übung festgestellt, wie außergewöhnlich gut das funktioniert“, betont Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann und fährt fort: „Wir haben in dieser Übung bewiesen, wir können es!“
Um die gute Zusammenarbeit weiter zu vertiefen, unterzeichnete er gemeinsam mit dem Bundesvorstand der Johanniter-Unfall-Hilfe, Oliver Meermann, und dem Vizepräsidenten des Malteser Hilfsdienstes, Albrecht Prinz von Croy, eine Kooperationsvereinbarung zur „Privilegierten Partnerschaft“ mit den Johannitern und Maltesern. Ziel dieser Partnerschaft ist es, die mitwirkende Unterstützung der Johanniter und Malteser für den Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr in öffentlich-rechtlichen Verträgen zukünftig konkret auszuformulieren.

Die Übung MEDIC QUADRIGA 2026 wird wichtige Erkenntnisse liefern, um die Schnittstellen der Rettungskette der Bundeswehr zur zivilen Seite für die Landes- und Bündnisverteidigung weiter zu optimieren. Doch auch jetzt schon haben die entscheidenden Prozesse gut funktioniert. Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann ist überzeugt: „Bei einer Verschlechterung der sicherheitspolitischen Lage im Nahen und Mittleren Osten hätten wir sofort vom Übungs- in den Einsatzmodus wechseln können. Wir sind für den scharfen sanitätsdienstlichen Einsatz gerüstet.“
Erstveröffentlichung im Presseportal, 20.03.2026, www.presseportal.de
Autor: Unterstützungskommando der Bundeswehr, Presse- und Informationszentrum
Mit den Einsatzsystemen Luftlandeplattformen reagiert das Heer auf die gewachsene Bedeutung der leichten Kräfte. Das neue Luftlandefahrzeug soll Wolf, Mungo und Wiesel ablösen, logistische Vielfalt reduzieren und zugleich Mobilität, Schutz und Feuerkraft der Truppe steigern.
Moderne Luftlandekräfte müssen ihre Aufträge in unterschiedlichsten Operationsarten und taktischen Szenarien erfüllen. Von militärischen Evakuierungsoperationen über Einsätze im Rahmen der Landes- und Bündnisverteidigung bis hin zu Spezialkräfteoperationen. Dafür benötigen sie lufttransportfähige, hochgeländegängige Fahrzeuge, die alle wesentlichen Fähigkeiten bereitstellen und die Durchhaltefähigkeit der Kräfte erhöhen.
Von der Fahrzeugvielfalt zur einheitlichen Plattform
Derzeit stehen in diesem Bereich sehr unterschiedliche Systeme im Dienst: vom „Luftlande-Wolf“ über den Mungo Einsatz Spezialisierte Kräfte (ESK) und Mungo Mehrzweck (MZ) bis hin zu Wiesel 1 und Wiesel 2. Die Vielfalt an Plattformen bringt erhebliche logistische Herausforderungen mit sich, erzeugt einen hohen Ausbildungsaufwand und bindet personelle Ressourcen. Folglich ist größtmögliche logistische Gleichheit ein wesentlicher Treiber im Projekt „Luftlandeplattform“.

Zwei Systeme – ein gemeinsames Konzept
Nach zwei intensiven Studien wurde deutlich, welche Forderungen sich mit einem gemeinsamen System abbilden lassen und wo unterschiedliche Lösungen erforderlich sind. Eine Konsequenz war die Aufteilung des Projektes Luftlandeplattformen in zwei Teile.
Der luftbewegliche Waffenträger wird die Fähigkeiten der bisherigen Wiesel-1-Varianten Maschinenkanone und Panzerabwehr ablösen und weiter steigern. Die Einsatzsysteme Luftlandeplattformen decken, ergänzen und verbessern zugleich die Fähigkeiten der übrigen Mobilitätsträger, etwa des „LL-Wolf“, der Mungo-Varianten oder der beweglichen Befehlsstelle auf Basis des Wiesel 2.
Die uneingeschränkte Lufttransportfähigkeit ist dabei eine nicht verhandelbare Grundforderung; alle weiteren Fähigkeiten ordnen sich diesem Primat unter. Der in den vergangenen Jahren stetig gestiegene Schutzbedarf wird berücksichtigt, ohne sich allein auf passive Schutzmaßnahmen zu stützen. Vielmehr soll im Verbund von Mobilität und Wirkung ein adäquates Schutzniveau erreicht werden.
Für die Einsatzsysteme Luftlandeplattformen bedeutet das: Alle Fahrzeuge verfügen über einen grundlegenden, fest verbauten Schutz, auf dem die übrige Struktur aufbaut. Das Schutzniveau kann durch adaptive, modulare Schutzelemente erhöht werden, erreicht jedoch keinen ganzheitlichen rundumgeschützten Zustand. Zunächst werden nur Fahrzeuge für die nationale Krisenvorsorge mit solchen Modulen ausgestattet.
Dies reduziert Infrastrukturbedarf und Bewirtschaftungsaufwand, senkt Beschaffungskosten und erhöht zugleich die Anpassungsfähigkeit an konkrete Einsatzbedingungen. Einheiten und Verbände können ihre Fahrzeuge materiell vergleichsweise einfach an wechselnde Aufträge anpassen.

Wenige Varianten, viele Rollen
Dieser Ansatz spiegelt den Grundgedanken des Projektes wider: Es soll nur wenige Fahrzeugvarianten geben, die durch unterschiedliche Rollen viele Fähigkeiten abdecken. Ziel ist, flexibel auf wechselnde Aufträge reagieren zu können, ohne die Truppe durch eine Vielzahl unterschiedlicher Systeme zu belasten. Künftige Fähigkeiten lassen sich so schneller integrieren, bestehende anpassen und entfallene Funktionen entfernen, ohne jedes Mal die komplette Flotte umrüsten zu müssen.
Das Prinzip ist nicht völlig neu. Bereits beim Boxer wurde die Idee eines Grundfahrzeugs mit aufgesetzten Missionsmodulen umgesetzt. Für die Einsatzsysteme Luftlandeplattformen wurde das Konzept allerdings weiter detailliert und auf die spezifischen Bedürfnisse der Luftlandekräfte zugeschnitten. Einheitliche Versorgungspakete mit weitgehend gleichen Ersatzteilen sind ein Beispiel für diese Ausrichtung; die Interoperabilität mit den niederländischen Luftlandekräften ist ein weiteres.
Ein wichtiger Treiber für Modularität und vielseitige Nutzungsmöglichkeiten ist der Kernauftrag der Luftlandekräfte: die Durchführung von Luftlandeoperationen. In einem solchen Einsatz ist selten sichergestellt, dass alle Fahrzeuge zur richtigen Zeit am richtigen Ort verfügbar sind. Deshalb muss es zwingend möglich sein, die vorhandenen Varianten je nach Prioritätenlage für unterschiedliche Fähigkeiten einzusetzen.
Führungsmittel im „Rucksack“
Der Gedanke der Modularität setzt sich auch im Führungsmittelkonzept fort. Fest im Fahrzeug verbaute Funkgeräte ließen sich bei einem Rollenwechsel nur mit erheblichem administrativen und technischen Aufwand anpassen; verloren gegangene Führungsmittel müssten aufwendig nachverfolgt werden.
Deshalb wird eine ohnehin benötigte „Rucksacklösung“ genutzt. Im abgesessenen Einsatz verwendete Führungsmittel können über einfache Schnittstellen an das Fahrzeug angebunden werden. Dadurch steigt die Reichweite, die Spannungsversorgung ist gesichert und die vernetzte Anbindung bleibt erhalten. Zugleich wurde darauf geachtet, dass jedes Besatzungsmitglied auf die Führungsmittel zugreifen und diese bedienen kann.
Offenes Fahrzeug, flexible Bewaffnung
Frühzeitig stand fest und wurde von den Hauptnutzerbereichen deutlich eingefordert, dass es sich um ein offenes Fahrzeug handeln muss. Die Besatzung soll sich verteidigen können und aufgesessen Aufträge erfüllen. Auf Dachelemente wird deshalb verzichtet, um das Anbringen von Drehringen zu ermöglichen. Ausführungen mit entsprechenden Lafetten sind vorgesehen; zusätzliche Bewaffnungen wurden frühzeitig beantragt.
Jedes Fahrzeug ist grundsätzlich mit einer Beifahrerlafette nutzbar und überwiegend auch so ausgestattet. Die Hauptbewaffnung kann in einem Drehring aufgenommen werden. Dafür stehen Oberlafetten für unterschiedliche schwere Waffen zur Verfügung. Über eine NATO-einheitliche Schnittstelle lassen sich zudem Waffensysteme von Partnernationen integrieren. Zusätzlich kann in einem Winkel von 120 Grad versetzt eine weitere Oberlafette, etwa für ein Lenkflugkörpersystem wie Eurospike, aufgesetzt werden.
Die Beifahrerbewaffnung basiert auf einem ähnlichen Prinzip, ist aber auf zwei Waffenarten begrenzt. Ihr Wirkbereich kann auf- wie abgesessen genutzt werden. Ein vollumfänglicher Witterungsschutz lässt sich unter diesen Rahmenbedingungen kaum realisieren und wird von den Nutzern auch nicht priorisiert. Für die auf das Tragen von Schutzwesten optimierten ergonomischen Sitze steht allerdings eine Sitzheizung zur Verfügung.
Der Beifahrer kann darüber hinaus zusätzliche Aufgaben übernehmen. Über ein Beifahrerhandgas ist er in der Lage, das Fahrzeug zu beschleunigen oder abzubremsen. So kann die Besatzung Gefahrenzonen rasch verlassen und weitere Ausfälle vermeiden.

Mobilität, Durchhaltefähigkeit und Ausblick
Das Fahrzeug kann mit Flugkraftstoff F-34 (Kerosin) betrieben werden. Fällt eine Komponente aus, lässt sich ein herstellerseitig programmierter Notlauf umgehen, sodass der Fahrbetrieb fortgesetzt werden kann. Die Mobilität soll damit möglichst jederzeit sichergestellt bleiben. Alle Fahrzeuge sind für den Betrieb mit Nachtsichtgeräten optimiert; auch Störungen oder Betriebszustände der Achssperren können unter eingeschränkten Sichtbedingungen angezeigt werden.
Zur Erhöhung der Durchhaltefähigkeit kann eine hohe Nutzlast mitgeführt werden, die auf erweiterbaren, hoch belastbaren Ladeflächen verstaut wird. Auf der Heckklappe lassen sich beispielsweise ein Krad oder andere sperrige Güter transportieren. Neben der Option, Anhänger anzukuppeln, kann eine Seilwinde am Heck und an der Front angebracht werden. In Verbindung mit weiterem Zubehör wird die Fähigkeit zur Selbstbergung deutlich verbessert.
Traktionshilfen, Reservekanister, variable Zurrpunkte und zusätzliche Staumöglichkeiten, Anschlüsse für verschiedene elektrische Verbraucher und Erzeuger, multispektrale Tarnausstattung sowie moderne Wirkmittelwerfer runden das System ab und erweitern die Einsatzmöglichkeiten. Die Forderungslage misst der Mobilität insgesamt einen hohen Stellenwert bei; abgebildet in hohem Beschleunigungsvermögen, gut kontrollierbarer Manövrierfähigkeit bei hohem Gesamtgewicht abseits fester Wege und einer gesteigerten Reichweite.
Darüber hinaus erscheinen weitere Entlastungen und Fähigkeitsanpassungen realistisch: etwa die Einbindung elektrischer Kräder, die Adaption nivellierbarer Systeme zur Sensorikanbindung, die Integration neuer Wirkmittel oder die Aufnahme zukünftiger Führungsmittel.
Mit den Einsatzsystemen Luftlandeplattformen werden die Luftlandekräfte künftig über Fahrzeuge verfügen, die ihre Auftragserfüllung durchhaltefähig, wehrhaft und effizient unterstützen ohne die Truppe zusätzlich durch aufwendige Logistik oder eine Vielzahl unterschiedlicher Ausbildungsgänge zu belasten.
Erstveröffentlichung in Europäische Sicherheit & Technik, 19.02.2026, www.esut.de
Autor: Oberstabsfeldwebel René Medici, Amt für Heeresentwicklung
Bilder: ©Bundeswehr