Neue Ausgabe: Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung 3/2026

30 Jahre Kommando Spezialkräfte: In der neuen Ausgabe der „Militärgeschichte“ geht es um die Aufstellung des KSK 1996. Nur wenige Jahre später wurde der Afghanistaneinsatz beschlossen – dieser Einsatz, der vor beinahe 25 Jahren begann, ist ebenfalls Thema der Ausgabe. Weitere Beiträge widmen sich dem Boxerkrieg in China, der Schlacht um Kiew von 1941 und der „Starfighter“-Krise.

Das Kommando Spezialkräfte

Die Geschichte des Kommandos Spezialkräfte begann vor 30 Jahren, oder? Offiziell in Dienst gestellt wurde es am 20. September 1996. Doch erste Überlegungen, dass die Bundeswehr eigene Spezialkräfte benötigt und wie diese aussehen sollten, gab es bereits wesentlich früher, wie Martin Rink in seinem Beitrag aufzeigt. Diese Vorgeschichte reicht sogar über das Jahr 1994 hinaus, das allgemein als Startschuss für den Aufbau des KSK gilt. Damals gelang es aufgrund fehlender Kräfte nicht, deutsche Staatsbürger aus dem von Bürgerkrieg zerrissenen Ruanda zu evakuieren. Es war deutlich geworden, dass die Bundeswehr ein neues Aufgabenspektrum abdecken musste. Zugleich stellte sich die Frage, wie denn der Soldat, der diesem neuen Kommando angehörte, aussehen sollte: Wollte man einen Kämpfer à la John J. Rambo, einen smarten Offizier im Stil eines James Bond oder war ein völlig anderer Typ gefordert und erwünscht?

25 Jahre Afghanistaneinsatz

Angehörige des KSK waren dann auch unter den ersten Kräften, die nach den Terroranschlägen auf das World Trade Center am 11. September 2001 in Afghanistan zum Einsatz kamen – ein Einsatz, der wohl zu den prägendsten der bisherigen Bundeswehrgeschichte gehört. Über 20 Jahre waren dort Tausende Soldatinnen und Soldaten im Einsatz – sie machten Erfahrungen mit Kampf und Verlust und mussten am Ende mit ansehen, wie das Land nach dem Abzug wieder in die Hände der Taliban fiel. Wie konnte es dazu kommen und was war überhaupt das ursprüngliche Ziel dieses Einsatzes gewesen?Warum die Bundesregierung im Dezember 2001 entschied, sich an dem Kampfeinsatz zu beteiligen, untersucht Philipp Münch in seinem Beitrag. Dabei macht er deutlich, dass politische Überlegungen zur außenpolitischen Stellung Deutschlands eine tragende Rolle spielten.

Der „Starfighter“ – eine gefährliche Affäre?

Pannen, Pech und praktische Fehler führten zu einer der tragischsten Unfallserien der Bundeswehrgeschichte. Der „Starfighter“ war für die Bundeswehr in den 1960er-Jahren beschafft worden, um unter anderem die deutsche nukleare Teilhabe im NATO-Bündnis abzusichern. Doch alsbald entwickelte er sich zum „Witwenmacher“. Zwischen 1964 und 1966 kam es zu mehr als 40 Totalausfällen. Dass den im „Starfighter“ verbauten Schleudersitzen daher eine besondere Bedeutung zufiel, zeichnet Heiner Möllers in seinem Beitrag für unsere Rubrik „Militärgeschichte im Bild“ nach.

Das Boxerprotokoll

Einem bislang in der Forschung eher unterbelichteten Thema widmet sich der Beitrag von Martin Schulz, der sich mit dem Boxerprotokoll von 1901 befasst. Das um die Jahrhundertwende politisch schwache China stand unter dem Druck ausländischer westlicher Mächte, die sich Einflusszonen im Fernen Osten sichern wollten. Dagegen formierte sich in China die sogenannte Boxerbewegung; der Widerstand weitete sich zu einem Krieg aus. Doch die nur rudimentär bewaffneten Boxer hatten keine Chance gegen die modern ausgerüsteten internationalen Truppen. Als Ergebnis der militärischen Auseinandersetzung musste die chinesische Seite dem Boxerprotokoll zustimmen, das eine politische Demütigung war und harte wirtschaftliche Sanktionen beinhaltete.

Die Schlacht um Kiew

Kiew war in der Geschichte schon mehrfach Schauplatz entscheidender militärischer Kämpfe. Zuletzt versuchten die russischen Truppen bei ihrem Überfall auf die Ukraine im Februar 2022, die ukrainische Hauptstadt mit einem schnellen Vorstoß einzunehmen – und scheiterten. Auch im Zweiten Weltkrieg spielte Kiew eine zentrale Rolle, wie Chris Helmecke aufzeigt: Die Stadt war zentraler Streitpunkt zwischen Adolf Hitler und der militärischen Führung darüber, wie der Krieg im Osten weitergeführt werden sollte. Sollte es gen Moskau gehen, um das politische Zentrum der Sowjetunion einzunehmen, oder war die südliche Region mit ihren kriegswichtigen Ressourcen das strategisch sinnvollere Ziel? Im Spätsommer 1941 wurde die ukrainische Metropole schließlich zum Schauplatz einer der größten Kesselschlachten der Geschichte und auch zum Tatort der wohl bekanntesten einzelnen Massenerschießung von Jüdinnen und Juden in Babyn Jar. Damit gehört sie zu den zentralen Orten nationalsozialistischer Vernichtungspolitik.

Die Ausgabe finden Sie kostenlos zum Download auf unserer Website.

Quelle: Pressestelle ZMSBw/Bildrechte: SKA/IMZBw

Neue Publikation: Technikwissen und Wissenstechniken. Militär, Wissen und Technik seit der Hochmoderne

Technik war und ist eine zentrale Triebkraft militärischer Transformation. Der Blick der Forschung war jedoch lange auf Rüstung, Forschung und Entwicklung beschränkt. Dieses Buch wählt einen anderen Ansatz – es rückt die Kategorie Wissen ins Zentrum: das Wissen über Technik und Techniken des Wissens im militärischen Kontext.

Unter den Leitbegriffen Technikwissen und Wissenstechniken untersuchen die Beiträge des Bandes Wissensformen der Militärtechnik in ihren Verschränkungen in deutschen Streitkräften seit dem späten 19. Jahrhundert. Das Buch ermöglicht ein neues Verständnis dafür, wie Militär nicht nur Technik nutzt, sondern aktiv Wissensordnungen produziert. So eröffnen sich neue sozial- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven auf die Verflechtung von Technik, Wissen, Militär und Krieg.

Das Buch

Der von Christian Kehrt, Markus Pöhlmann und Frank Reichherzer herausgegebene Band versammelt 15 Beiträge, die epochal und thematisch ein breites Feld beleuchten: vom Kriegsschiffbau Mitte des 19. Jahrhunderts über die „Dicke Bertha“ im Ersten Weltkrieg bis zum Computereinsatz bei Nachrichtendiensten in den 1970er-Jahren und von der Kartografie im Deutschen Kaiserreich über Technikspionage im Zweiten Weltkrieg bis zu Visionen über Kybernetik in der NATO. Eine Auswahlbibliografie ermöglicht einen Einstieg in das Feld von Wissen, Technik und Militär.

Angaben zum Buch

Technikwissen und Wissenstechniken. Konstellationen von Militär, Wissen und Technik seit der Hochmoderne. Hrsg. im Auftrag der Technischen Universität Braunschweig und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr von Christian Kehrt, Markus Pöhlmann und Frank Reichherzer. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg 2026 (= Beiträge zur Militärgeschichte, 85), 310 Seiten, 39,95 EUR, ISBN 978-3-11-138052-0; E-Book im EPUB-Format: 39,95 Euro, ISBN 978-3-11-138116-9

Weitere Informationen zum Buch finden sie auf der Website des ZMSBw.

Quelle: Pressestelle ZMSBw/Bildrechte: ZMSBw

Kärcher Futuretech GmbH – TECHNICAL SALES CBRN & WASSERVERSORGUNG (M/W/D)

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  • Mehrjährige Expertise im technischen Vertrieb oder in verwandten Bereichen mit Fokus auf komplexe Produkte, vorzugsweise im Sektor Militär und
  • Sie verfügen idealerweise über fundierte Kenntnisse in den Bereichen ABC-Schutz (Dekontamination) und mobile Wasserversorgung sowie über ein gutes Verständnis der relevanten militärischen und zivilen
  • Ausgeprägt technisches Know-how und Begeisterungsfähigkeit für komplexe
  • Überzeugende Kommunikationsfähigkeit und ein ausgeprägtes
  • Kompetenz, komplexe Systeme in zielgruppenorientierten Präsentationen verständlich darzustellen und deren Nutzen zu vermitteln.
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  • Ausgeprägtes Organisationstalent zur Strukturierung und Priorisierung von Aufgaben in einem dynamischen

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  • Genug Zeit, um Familie, Freund*innen und die Welt zu sehen: Bis zu 32 Tage An Heiligabend und Silvester haben Sie frei.
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Integration uns ein besonderes Anliegen ist.

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Andreas Benhof | Head of Kärcher Talent Acquisition andreas.benhof@karcher.com

Kärcher Futuretech GmbH – Sales Manager (m/w/d) North and Eastern Europe

 

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  • Sie sind zuständig für die direkte und indirekte Bearbeitung unserer nord- osteuropäischen Militärmärkte (NATO).
  • Sie präsentieren unsere technisch erklärungsbedürftigen Produkte vor Militärkunden, stellen dabei unsere Produktvorteile heraus und führen erfolgreiche Verhandlungen mit öffentlichen Auftraggebern.
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  • Dazu gehört die kontinuierliche Marktbeobachtung und Identifizierung von relevanten Fähigkeitslücken in den jeweiligen Ländern sowie des lokalen Wettbewerbs.
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  • Von Vorteil ist eine mehrjährige militärische Ausbildung (z.B. SaZ 12) einschlägige Erfahrung im militärischen Umfeld und idealerweise Berufserfahrung im Vertrieb.
  • Verhandlungssichere Deutsch- und Englischkenntnisse sowie idealerweise weitere
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Frederik Lohse I Head of Talent Acquisition

Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenpositionen – September 2025

Personalmaßnahmen in militärischen Spitzenpositionen:

Bundesministerium der Verteidigung:
Brigadegeneral Joachim Kaschke, zuletzt eingesetzt als Unterabteilungsleiter I in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Leiter des Steuerungsstabes Leitung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Oberst i.G.im Generalstabsdienst Ingo Stüer, zuletzt eingesetzt als Referatsleiter II 2 in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Unterabteilungsleiter I in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Heer:
Brigadegeneral Christian Friedl, zuletzt eingesetzt als Kommandeur Deutsch-Französische Brigade in Müllheim im Markgräflerland, wird nun als Kommandeur Pionierschule in Ingolstadt eingesetzt.

Cyber- und Informationssicherheit:
Flottillenadmiral Axel Ristau, zuletzt Verteidigungsattaché im Militärattachéstab in Washington/USA, wird nun im Kommando Cyber- und Informationssicherheit in Bonn eingesetzt.

NATO/EU/VN:
Brigadegeneral Gunnar Brügner, zuletzt in der Ausbildung zum Militärattaché, wird nun eingesetzt als Militärattaché in Washington/USA.

Quelle:

Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal

Einweihungsfeier der neuen Produktionsstätte für Raumelemente und Modulbauten der CHS Container Holding am 30. Oktober 2025

Unser langjähriges Mitglied und Gesellschafter Carsten Leopold hatte Vertreter der Kameradschaft NORDWEST und den Stellv. Schulkommandeur und Leiter Lehre Ausbildung der LogSBw Oberst Andreas Bock zu diesem Event eingeladen.

von links, C.Leopold, Oberstlt a.D. M.Janczyk, Oberstlt N.Willared, Oberst Bock und Oberst a.D. G.Bischoff

Neben vielen Persönlichkeiten waren für Bremen der Staatsrat bei der Senatorin für Wirtschaft, Häfen u. Transformation der Freien u. Hansestadt Bremen, Kai Stührenberg anwesend.

Für die Bundespolitik der Abgeordnete des Deutschen Bundestages Thomas Röwekamp, gleichzeitig Vorsitzender des Verteidigungs-ausschusses im Deutschen Bundestag.

Für die altehrwürdige Handelskammer Bremen -IHK für Bremen u. Bremerhaven einige Mitglieder unter Führung des Präses Andre Grobien.

Für die benachbarten Landkreise Diepholz, Osterholz und Verden, nahm der Landrat des LK Osterholz, Bernd Lütjen persönlich teil.

Carsten Leopold dankte in seiner Laudatio allen für die gelebte Partnerschaft, vor allem auch in herausforderungsvollen Situationen.

In besonderer Weise hob er die gelebte Partnerschaft mit der Bundeswehr und den verschiedenen Beschaffungsorganisationen hervor. „Ein guter Nachbar ist im Leben eine wichtige Stütze – diese Nachbarschaft pflegen wir mit der Logistikschule der Bundeswehr in Garlstedt.“

„Die Container- u. Paletten Zentrale des Logistikzentrums der Bundeswehr in Wilhelmshaven, ist der Arbeitsmuskel zur Versorgung der Bundeswehreinheiten im In- u. Ausland. Gleichzeitig ist sie die operative Einheit, die im Zusammenspiel mit der gewerblichen Wirtschaft, die Rahmenverträge, die vom BAAINBw ausgeschrieben und vergeben werden, bereedert.“

Leopold hob im weiteren, dass persönliche Engagement des Unternehmens und der Unternehmer in verschiedenen Vereinen, Verbänden oder Organisationen ehrenamtlich hervor.

Selbst ist er langjähriges Mitglied des Präsidiums der Deutschen Gesellschaft für Wehrtechnik e.V. und engagiert sich seit vielen Jahren im Blauen Bund e.V., in der Kameradschaft NORDWEST.

In seinen weiteren Ausführungen brach Carsten Leopold eine Lanze zu unserem Verein des Blauen Bund e.V. mit unserer Leitaussage „Was ist der Blaue Bund – der Blaue Bund e.V. hat sich seit der Gründung 1990 zu der mitgliedstärksten Interessengemeinschaft für Logistik, Rüstung und Nutzung in unserem Lande entwickelt. Der Blaue Bund e.V. ist eine Gemeinschaft aus aktiven und ehemaligen Soldaten, zivilen Personen aus Institutionen und Unternehmen die an der Logistik, Rüstung und Nutzung der Bundeswehr interessiert sind.“

Im Weiteren ging er auf Eckpunkte, Zahlen – Daten -Fakten zur neuen Liegenschaft der CHS Group ein.

Seit 2018 hat sich das Unternehmen eine neue, klare Struktur geschaffen. In Folge der weiteren Entwicklung kam es zum Abschluss des Kaufvertrages am 24. April 2019 des ersten Grundstücks.

Die entsprechende Baugenehmigung wurde am 31.07.2020 erteilt. Den gesamten Auftrag für Tiefbau- u. Straßenbauarbeiten erhielt die Firma Gottfried Stehnke Bauunternehmung aus Osterholz-Scharmbeck.

Einige Fakten:

12.500 to Erdbewegungen

17.700 to Schottertragschicht

1.500 m Borde und Rinnen

280 m Schwerlastrinnen

2.000 m Gräben und Rohrleitungen und

9.000 to Asphalt.

Durch CORONA wurde das Projekt natürlich etwas verzögert, so dass am 29. März 2023 die weitere Baugenehmigung für den zweiten Bauabschnitt erteilt wurde. Den Auftrag als GU-Hochbau hatte in der Ausschreibung die Firma Wurst Stahlbau aus Bersenbrück gewonnen.

Im November 2023 begannen dann die Arbeiten zur Errichtung der Produktionshalle und dem Büro-, Technik- und Sozialgebäude.

Ein emotionaler Moment war für Carsten Leopold und seinen Mitarbeitern dann an einem Freitag: „dem 17.Oktober 2025 um 07:21 Uhr erhielten wir von der Bauaufsichtsbehörde die Genehmigung zur Aufnahme der Nutzung.“ „Seit diesem Augenblick sin wir dabei hier heimisch zu werden – will sagen der Umzug von der Tillmann Straße hierher zur H-B-S läuft auf vollen Touren.“

Im Anschluss fand die offizielle Schlüsselübergabe vom Gesellschafter Carsten Leopold an den ersten Mieter und Nutzer der CHS Container Handel GmbH Frank Pöser statt.

Zum Abschluss der Veranstaltung hatte Carsten Leopold noch einen Herzenswunsch, mit einem leeren kleineren Farbeimer, lud er alle ca. 300 Gäste zu einer Spenden Aktion für unser Soldatenhilfswerk der Bundeswehr ein.

Noch einige Eindrücke von Modulen der CHS.

Autor: © Oberstlt a.D. Michael Janczyk Geschäftsführer NORDWEST u. Carsten Leopold CHS

Fotos: © Oberstlt a.D. Michael Janczyk Geschäftsführer NORDWEST

Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenpositionen – August 2025

Im August 2025 wurden folgende Personalmaßnahmen wirksam:

Ruhestand:
Generalleutnant Andreas Hoppe, zuletzt eingesetzt als Stellvertreter des Generalinspekteurs der Bundeswehr im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wurde in den Ruhestand versetzt.

Benedikt Zimmer, zuletzt Staatssekretär im Bundesministerium der Verteidigung, wurde in den Ruhestand verabschiedet.

Personalmaßnahmen in militärischen Spitzenpositionen:

Heer:
Generalmajor Jared Sembritzki, zuletzt als Chef des Stabes im Kommando Heer eingesetzt, wird nun als Kommandeur Division Schnelle Kräfte in Stadtallendorf eingesetzt.

Oberst Jörg Tölke, zuletzt eingesetzt als Referatsleiter MEO I 3 im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Kommandeur Panzertruppenschule in Munster eingesetzt.

Luftwaffe:

Brigadegeneral Uwe Angermeyer, zuletzt Kommandeur Unterstützungsverbände im Luftwaffentruppenkommando in Köln, wird nun als Leiter der neu aufgestellten Continuing Airworthiness Management Organisation der Bundeswehr in Köln eingesetzt.

Oberst i.G. Kai Ohlemacher, zuletzt eingesetzt als Referatsleiter EBU II 5 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wird nun als Leiter Bereich Luft im Luftwaffentruppenkommando in Köln eingesetzt.

Personalmaßnahmen in zivilen Spitzenpositionen:

Bundesministerium der Verteidigung
Dr. Jan Stöß, bisher Abteilungsleiter Recht und Organisation im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, ist nun Staatssekretär für Recht und Zentrales im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Jens Plötner, bisher im Auswärtigen Amt und im Bundeskanzleramt in Berlin tätig, ist nun Staatssekretär für Rüstung sowie Innovation und Cyber im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin.

Unterstützungsbereich der Bundeswehr
Ministerialrat Matthias Damm, bisher Referatsleiter Planung II 5 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, ist nun Stellvertretender Amtschef im Planungsamt der Bundeswehr in Berlin.

Quelle: 

Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal

Indienststellung des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr

Seit dem 22. September 2025 gibt es in Koblenz eine neue Bundeswehr-Dienststelle. Mit der feierlichen Indienststellung des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr, das in der Falckenstein-Kaserne beheimatet ist, erreicht der Sanitätsdienst der Bundeswehr einen Meilenstein auf dem Weg der Refokussierung zur Landes- und Bündnisverteidigung.

Der Befehlshaber des Zentralen Sanitätsdienstes, Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann, übergab in einem feierlichen Appell auf der über Koblenz thronenden Festung Ehrenbreitstein das Kommando an Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus und überreichte die Truppenfahne. Parallel dazu erhielt das neue Kommando das Fahnenband des Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr.

„Wer kriegstüchtig sein will und muss, benötigt einen starken und leistungsfähigen Sanitätsdienst – ohne Wenn und Aber“ – machte Generaloberstabsarzt Dr. Ralf Hoffmann in seiner Rede deutlich.

Teil des Unterstützungsbereichs

Seit dem 1. April 2025 ist der Zentrale Sanitätsdienst Teil des zweitgrößten Organisationsbereiches der Bundeswehr. Der neue Unterstützungsbereich bündelt mit 55.000 Mitarbeitenden alle unterstützenden Leistungen für die sogenannte „kämpfende Truppe“. Dies beinhaltet neben den Fähigkeiten der Logistik, des Feldjägerwesens und der ABC-Abwehr vor allem auch die Gesundheitsversorgung in der Bundeswehr. Der Befehlshaber des Unterstützungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Gerald Funke, betonte dazu die Bedeutung des gemeinsamen Ziels: Der gesamte Unterstützungsbereich sei gefordert, wo immer möglich, geschlossen als Enabler aufzutreten, so Funke. Es gelte die Zusammenarbeitsbeziehungen weiter auszuformen und zu vertiefen. Ziel sei eine engere Verzahnung sanitätsdienstlicher, logistischer und operativer Abläufe. „Dies alles passiert mit der festen Überzeugung, dass hier etwas entsteht, von dem die gesamten Streitkräfte profitieren“, erklärt der Befehlshaber des Unterstützungskommandos.

Clemens Hoch, Minister für Wissenschaft und Gesundheit des Landes Rheinland-Pfalz, übermittelte dem Zentralen Sanitätsdienst der Bundeswehr für die nun greifende neue Struktur die besten Wünsche. Er machte in seiner Rede deutlich, dass die medizinische Versorgung der Soldatinnen und Soldaten, aber auch der Zivilbevölkerung nur mit starken Partnern gelingen kann: „Wir brauchen uns, wir brauchen uns gegenseitig zum Schutz der Menschen, für eine gute medizinische Versorgung im Alltag und natürlich auch in möglichen Krisen!“

Der Menschlichkeit verpflichtet

Der 22. September 2025 ist damit die offizielle Geburtsstunde des neuen Sanitätsdienstes als Teil eines großen Unterstützungsverbundes und unter der Führung des neuen Koblenzer Kommandos Gesundheitsversorgung der Bundeswehr. Es wird alle sanitätsdienstlichen Belange der Bundeswehr verantworten und dem Befehlshaber des Sanitätsdienstes beratend zur Seite stehen. Der Kommandeur, Generalstabsarzt Dr. Johannes Backus, dankte allen, die den Schritt in die neue Zukunft möglich gemacht haben und hob die Wichtigkeit des Sanitätsdienstes der Bundeswehr insbesondere im Kontext einer Landes- und Bündnisverteidigung hervor. Die aktuelle weltpolitische Lage lässt die Soldatinnen und Soldaten einen verstärkten Fokus auf ihre medizinische Versorgung in Kriegs- und Krisenszenarien richten. Der Sanitätsdienst der Bundeswehr kann versichern: Er ist einsatzbereit und ein verlässlicher Partner in allen medizinischen Belangen. „Unser Ziel bleibt klar: die Einsatzbereitschaft der Truppe sichern – durch verlässliche, erstklassige medizinische Unterstützung, im Frieden, in der Krise und im Krieg. Dabei gilt für uns immer: Wir sind der Menschlichkeit verpflichtet. Dieses Leitmotiv verbindet Professionalität mit Verantwortung – und macht aus Auftrag Haltung“, erklärt Generalstabsarzt Dr. Backus.

Quelle: Pressestelle KdoGesVersBw Bildrechte: Bundeswehr/Patrick Grüterich

Deutsche Marine und Fraunhofer EMI unterzeichnen Kooperationsvereinbarung für eine strategische Zukunft

Am 22. Juni 2025 unterzeichneten der Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Jan Christian Kaack und das Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut (EMI), vertreten durch Herrn Prof. Dr.-Ing. habil. Stefan Hiermaier eine Kooperationsvereinbarung.

Risiken und Bedrohungen auf See und Unterwasser stellen in Verbindung mit immer schnelleren Technologiezyklen eine rasant zunehmende Herausforderung dar. Daher treibt die Deutsche Marine den Aufbau eines Innovationsökosystems voran, das neben Dienststellen der Bundeswehr unter anderem auch akademische Einrichtungen sowie Institutionen für die Forschung und Technologieentwicklung einbezieht.

Vor diesem Hintergrund beabsichtigen das Marinekommando und das Fraunhofer EMI zukünftig einen engen wissenschaftlich-fachlichen Austausch und gegebenenfalls auch die Initiierung gemeinsamer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten zu relevanten Fragestellungen der Deutschen Marine im Themenfeld „Wirkung, Schutz und Kurzzeitdynamik im Kontext unterschiedlicher Bedrohungsszenarien“.

Die Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Marine und dem Fraunhofer EMI dient insbesondere auch dem Informationsaustausch zur Nutzung innovativer Technologien mit Relevanz für die Marine sowie der Erprobung von Funktionsdemonstratoren und bei der Bearbeitung von Projekten in den oben genannten Themengebieten. Die Kooperation umfasst ebenfalls die Begleitung von Übungen oder praktischen Erprobungen.

Hintergrundinformation:

Das Fraunhofer EMI wurde 1959 gegründet und untersucht hoch-dynamische Prozesse einschließlich Kollisions- und Impakt-Phänomene sowie die Physik der Explosionswirkung. Im Institut werden Sicherheitskonzepte in den Bereichen Verteidigung, Sicherheit & Resilienz, Automotive, Raumfahrt und Luftfahrt erforscht. Leichtbaustrukturen unter dynamischen Lasten gehören genauso zum Spektrum wie die Entwicklung neuer satelliten-gestützter Plattformen zur Erdbeobachtung, maßgeschneiderte Lösungen für Messtechnik und Sensorik sowie anwenderorientierte Software-Entwicklung.

Quelle: PIZ Marine/Bildrechte: Bundeswehr