Spenderehrung Soldatenhilfswerk 2025

Am 28. Oktober wurde die diesjährige Spenderehrung des Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V. im Gäste-Casino des BMVg im Bendlerblock in Berlin durchgeführt.

Die Moderatorin, Frau Hauptmann Schönemann

In Abwesenheit des Vorsitzenden, General Karsten Breuer, der aufgrund einer wichtigen internationalen Verpflichtung nicht anwesend sein konnte, nahm die Ehrung der Spender in diesem Jahr die stellvertretende Vorsitzende, Frau Generalstabsarzt Dr. Almut Nolte vor. Nach Ihrer Begrüßung wendete sich General Breuer mit einer Videobotschaft an die anwesenden Spender und Gäste. Er dankte den Spendern für Ihren Einsatz und erinnerte an die Gründung und die Aufgaben des Soldatenhilfswerkes. Die Moderation übernahm, wie im letzten Jahr auch, Frau Hauptmann Schönemann von Radio Andernach. Musikalisch wurde die Veranstaltung vom Blechbläserquintett des Stabsmusikkorps der Bundeswehr sowie dem Chor des Bundeswehr-Krankenhauses Berlin, „toninfusion“, untermalt.

Der Chor „toninfusion“ des Bundeswehrkrankenhauses Berlin

Gut 50 Spender nahmen ihre Urkunden aus den Händen von Frau Generalstabsarzt Dr. Nolte entgegen. Zudem wurden den Spendern der besondere Coin, der ausschließlich für diese Spenderehrung erstellt wurde, überreicht.

Oberstleutnant a.D. Wulff, Oberst a.D. Mönninghoff, Generalstabsarzt Dr. Nolte (v.l.n.r.)

Für den „blauer Bund e.V.“, der eine Spende in Höhe von 1500 € an das Soldatenhilfswerk e.V.  nahm Oberst a.D. Thomas Mönninghoff in Vertretung des Präsidenten Generalmajor Jochen Deuer die Ehrung entgegen.

Autor: Oberst a.D. Thomas Mönninghoff

Bilder: Soldatenhilfswerk der Bundeswehr e.V.

Standardisierung der Führungswaffeneinsatzsysteme (FüWES) – Vertragsschluss mit Kanada stärkt Einsatzfähigkeit der Deutschen Marine

Mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens zwischen Deutschland und Kanada wurde am 14. November 2025 ein entscheidender Schritt zur Modernisierung der FüWES aller Überwasserplattformen der Deutschen Marine vollzogen. Das Projekt markiert einen zentralen Meilenstein für die Vereinheitlichung der Technik, digitale Zukunftsfähigkeit der maritimen Streitkräfte gemeinsam mit dem NATO-Partner Kanada.

Einheitliches IT-Herzstück für alle seegehenden Einheiten

Das FüWES gilt als das „IT-Herzstück“ moderner Marineschiffe. Es verknüpft sämtliche operationellen und technischen Subsysteme und ist damit ausschlaggebender Faktor für die Kampfkraft und Führungsfähigkeit einer Einheit.

Ziel des Projektes ist die Standardisierung der bislang heterogenen Systemlandschaft sowie die Rückführung der Systemhoheit an den öffentlichen Auftraggeber. Das Vorhaben wird als KAT-B-Projekt mit einer Laufzeit von rund 25 Jahren und einem Projektvolumen von über eine Milliarde Euro realisiert.

Kooperation mit Kanada – gemeinsamer Weg zu mehr Interoperabilität

Das System, das künftig auf allen deutschen Schiffen und Booten zum Einsatz kommen soll, wurde von der Royal Canadian Navy bei der Firma Lockheed Martin Kanada beauftragt, eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Es zeichnet sich durch hohe Skalierbarkeit, Modularität, die Verwendung von Standard-Hard- und Softwarekomponenten sowie regelmäßige Softwareupdates aus.

Im Rahmen des Regierungsabkommens wird Deutschland umfassende Nutzungsrechte erhalten. Die Kooperation mit dem NATO-Partner Kanada umfasst nicht nur den Systemtransfer, sondern auch gemeinsame Weiterentwicklung, Kostenteilung und operative Zusammenarbeit. Damit wird die Interoperabilität innerhalb des Bündnisses gestärkt und ein nachhaltiger Technologietransfer gesichert.

Die Fregatte F 221 Hessen fährt vor den Schiffen anderer Nationen während einer internationalen Übung in der Ostsee.

Schrittweise Umsetzung – Initialisierung ab 2025

Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung beginnt eine Initialisierungsphase, in der die wesentlichen fachlichen und technischen Grundlagen für die spätere Integration auf den Plattformen geschaffen werden. Diese Phase bildet zudem die Basis für die zeitnahe Einrichtung landgestützter Test-, Referenz- und Schulungsanlagen.

Ab dem Jahr 2027 sind die ersten Maßnahmen zur Einrüstung auf ausgewählten Schiffen und Booten vorgesehen. Langfristig sollen alle bestehenden und künftigen maritimen Überwasserfähigkeitsträger, einschließlich der neuen Fregattenklasse F127, mit dem standardisierten FüWES ausgerüstet werden.

Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Kriegstüchtigkeit

Mit der Einführung des neuen Systems wird die Deutsche Marine in die Lage versetzt, ihre Einsatzfähigkeit, Führungsfähigkeit und digitale Souveränität auch durch die Vereinheitlichung der Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten nachhaltig zu steigern. Die umgehende Ablösung der bestehenden, veralteten Systemlandschaft, und dabei aber auch Bewährtes zu erhalten, ist ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Kriegstüchtigkeit der Seestreitkräfte und zur Sicherstellung ihrer Zukunftsfähigkeit im multinationalen Verbund.

Quelle:  PIZ AIN/Bildrechte: Bundeswehr/Nico Theska