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Der Befehlshaber des Unterstützungskommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Gerald Funke, empfing in dieser Woche seinen niederländischen Counterpart, Generalleutnant Jan-Willem Maas, zu einem offiziellen Besuch in Bonn.
Das Verteidigungsunterstützungskommandos der Streitkräfte des Königsreichs der Niederlande (DOSCO) und das Unterstützungskommando der Bundeswehr verfolgen vergleichbare Ansätze und Aufgabenprofile bei der Unterstützung ihrer Streitkräfte. Die Niederlande zählen dabei zu den engsten und verlässlichsten Partnern Deutschlands im militärischen Bereich.
Im Mittelpunkt der Gespräche in Bonn standen aktuelle Herausforderungen der logistischen und militärischen Unterstützung, Fragen der Interoperabilität sowie Möglichkeiten zur weiteren Intensivierung der Zusammenarbeit. Beide Generäle verbindet seit Jahren ein vertrauensvoller und enger fachlicher Austausch.
Zum Besuchsprogramm gehörten auch Vorführungen auf Truppenübungsplatz in Putlos. Dort erhielt die niederländische Delegation Einblicke in militärischen Fähigkeiten des Unterstützungsbereichs mit besonderem Fokus auf das Spezialpionierwesen mit dem Feldlagerbetrieb sowie mit mobilen Betankungsfähigkeiten. Für beide Streitkräfte sind die Unterstützungsfähigkeiten begrenzte Ressourcen, deren gemeinsame Nutzung operative Vorteile mit sich bringt. Gerade in Litauen zeigt sich: Unsere Streitkräfte kämpfen gemeinsam, also unterstützen wir auch gemeinsam.
Generalleutnant Funke betonte die Bedeutung des kontinuierlichen Dialogs: „Unsere Streitkräfte stehen vor vergleichbaren Herausforderungen. Gerade deshalb ist der enge und vertrauensvolle Austausch mit meinem niederländischen Partner von herausragendem Wert. Gemeinsam stärken wir unsere Fähigkeiten, unsere Einsatzbereitschaft und unsere Fähigkeit zur Unterstützung im Bündnis.“
Der Besuch von Generalleutnant Maas setzt die enge deutsch-niederländische Zusammenarbeit konsequent fort und unterstreicht den gemeinsamen Anspruch, Unterstützungs- und Logistikfähigkeiten im multinationalen Rahmen weiterzuentwickeln – das verdeutlichte auch Generalleutnant Maas:
„Military support does not stop at national borders. NATO readiness depends on our ability to operate, sustain, and adapt together with trusted and reliable partners. Strengthening our cooperation with Germany is therefore not only practical, but essential. Shared values create the foundation; strong personal relationships create the trust to succeed together.“
Quelle/Bildrechte: Unterstützungskommando der Bundeswehr Presse- und Informationszentrum
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Technik war und ist eine zentrale Triebkraft militärischer Transformation. Der Blick der Forschung war jedoch lange auf Rüstung, Forschung und Entwicklung beschränkt. Dieses Buch wählt einen anderen Ansatz – es rückt die Kategorie Wissen ins Zentrum: das Wissen über Technik und Techniken des Wissens im militärischen Kontext.
Unter den Leitbegriffen Technikwissen und Wissenstechniken untersuchen die Beiträge des Bandes Wissensformen der Militärtechnik in ihren Verschränkungen in deutschen Streitkräften seit dem späten 19. Jahrhundert. Das Buch ermöglicht ein neues Verständnis dafür, wie Militär nicht nur Technik nutzt, sondern aktiv Wissensordnungen produziert. So eröffnen sich neue sozial- und geschichtswissenschaftliche Perspektiven auf die Verflechtung von Technik, Wissen, Militär und Krieg.
Das Buch
Der von Christian Kehrt, Markus Pöhlmann und Frank Reichherzer herausgegebene Band versammelt 15 Beiträge, die epochal und thematisch ein breites Feld beleuchten: vom Kriegsschiffbau Mitte des 19. Jahrhunderts über die „Dicke Bertha“ im Ersten Weltkrieg bis zum Computereinsatz bei Nachrichtendiensten in den 1970er-Jahren und von der Kartografie im Deutschen Kaiserreich über Technikspionage im Zweiten Weltkrieg bis zu Visionen über Kybernetik in der NATO. Eine Auswahlbibliografie ermöglicht einen Einstieg in das Feld von Wissen, Technik und Militär.
Angaben zum Buch
Technikwissen und Wissenstechniken. Konstellationen von Militär, Wissen und Technik seit der Hochmoderne. Hrsg. im Auftrag der Technischen Universität Braunschweig und des Zentrums für Militärgeschichte und Sozialwissenschaften der Bundeswehr von Christian Kehrt, Markus Pöhlmann und Frank Reichherzer. Berlin/Boston: De Gruyter Oldenbourg 2026 (= Beiträge zur Militärgeschichte, 85), 310 Seiten, 39,95 EUR, ISBN 978-3-11-138052-0; E-Book im EPUB-Format: 39,95 Euro, ISBN 978-3-11-138116-9
Weitere Informationen zum Buch finden sie auf der Website des ZMSBw.
Quelle: Pressestelle ZMSBw/Bildrechte: ZMSBw
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