Neue Impulse für die Innere Führung, das Traditionsverständnis und die politische Bildung der Bundeswehr

Das FES-Landesbüro NRW lädt am 25. März herzlich zum nächsten Sicherheitspolitischen Forum NRW nach Bonn ein.

Die Innere Führung mit ihrem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ ist ein Markenzeichen der Bundeswehr und hat zentrale Bedeutung für die Verankerung der Truppe in der Gesellschaft. In der Bundeswehr, wie in der deutschen Öffentlichkeit, ist seit 2017 eine kontroverse Debatte über das soldatische Selbstverständnis, über Fragen der Traditionspflege sowie über grundsätzliche Führungsfragen entbrannt.
Dokumentierte Fälle von Mobbing und Erniedrigung von Soldat_innen während der Ausbildung, die Entdeckung von Wehrmachtsdevotionalien in einzelnen Kasernen, der Skandal um einen rechtsextrem eingestellten Offizier mit Terrorplänen sowie Medienberichte über ein mögliches rechtes Netzwerk in der Bundeswehr haben strukturelle Defizite in der Führungs- und Organisationskultur in den Blickpunkt der gesellschaftspolitischen Debatte gerückt.
In Folge dieser Debatte wurde zur Stärkung der Inneren Führung das Programm „Innere Führung Heute“ gestartet, ein neuer Traditionserlass herausgegeben und beschlossen, die Politische Bildung für Angehörige der Streitkräfte zu stärken.
Vor dem Hintergrund dieser Entwicklung wollen wir im Rahmen des Sicherheitspolitischen Forums NRW im Dialog von Politik, Bundeswehr und Wissenschaft folgende Fragen diskutieren:

  • In welcher Form besteht Handlungsbedarf, das Konzept der Innere Führung mit dem Leitbild des „Staatsbürgers in Uniform“ weiter zu entwickeln?
  • Welche aktuellen Herausforderungen beeinträchtigen die praktische Umsetzung der Inneren Führung als Führungsphilosophie der Bundeswehr?
  • Was sind die zentralen Ziele des Programms „Innere Führung Heute“ und des neuen Traditionserlasses?
  • Welchen Beitrag können Maßnahmen der Politischen Bildung leisten und wie soll die Politische Bildung für Angehörige der Bundeswehr konkret gestärkt werden?

Wir laden herzlich ein, diese und Ihre Fragen gemeinsam mit unseren Podiumsgästen zu diskutieren!

Wir bitten Interessierte um Anmeldung über diesen Link.


Geplanter Ablauf:

  • 17.30 Uhr Begrüßung
    Arne Cremer, Landesbüro NRW der Friedrich-Ebert-Stiftung
  • 17.45 Uhr Vortrag
    Generalmajor Reinhardt Zudrop, Kommandeur des Zentrums für Innere Führung
  • 18.15 Uhr Diskussionsimpulse
    Wolfgang Hellmich MdB, Vorsitzender des Verteidigungsausschusses des deutschen Bundestags
    Dr. Sabine Mannitz, Leibniz-Institut Hessische Stiftung Friedens- und Konfliktforschung
  • 18.45 Uhr Anschließende Podiumsdiskussion
    Moderation: Hans-Joachim Schaprian, Oberst a.D.
  • 19.45 Uhr Veranstaltungsausklang bei abschließendem Imbiss

Kameradschaft Aachen/Eschweiler besucht Theaterwerkstätten

Nachdem wir im letzten Jahr aufgrund des großen Andrangs mit zwei Besuchergruppen die interessante und kurzweilige Führung im Theater AACHEN mit „Blick hinter die Kulissen“ genießen durften, kam verständlicherweise der Wunsch auf, nun in der Folge einmal einen Blick in die Werkstätten des Theaters zu werfen.

Daher haben wir eine

Führung durch die Werkstätten des AACHENer Theaters

für den 14. und 19. Februar 2019

geplant.

Nicht dem Stadttheater, einer im Jahre 1825 eröffneten Kultureinrichtung für Schauspiel und Musiktheater der Stadt Aachen mit seinem Sitz in einem von Karl Friedrich Schinkel und Johann Peter Cremer entworfenen klassizistischen Gebäudekomplex am Aachener Kapuzinergraben, sondern dem nicht weit entfernt liegende MÖRGENS, einer weiteren Spielstätte des Stadttheaters, gilt diesmal unser Interesse.

Hier im MÖRGENS, einem ehemaligen Fabrikgelände, sind ausgedehnte Magazine untergebracht. In diesen lagern Kulissen und Requisiten abgespielter Produktionen. So entstand ein Fundus mit einem riesigen Bestand an (zum Teil schon sehr alten) Kostümen oder den dazugehörigen Accessoires. Auf diesen kann dann bei Bedarf immer wieder, ggf. nach leichtem Verändern, zurückgegriffen werden.

Neben den Magazinen befinden sich hier die vielen Werkstätten wie Malersaal, Schreinerei, Schlosserei, Schneiderei, Maskenbildnerei (Kaschierwerkstatt), Elektrowerkstatt sowie die Büros der Verwaltung.

Besonders interessant scheint die Kaschierwerkstatt zu sein. Egal ob falsche Zähne, Hände oder Glatzen – ein Bühnenplastiker muss neben dem Herstellen von Schminkmasken auch zahlreiche andere Fertigkeiten besitzen. Er löst Fragen, wie stellt man künstliche Haut her? Eignet sich der Gips- oder der Alginatabdruck besser zum Abformen von Gesicht und Körper? Aus Styropor lässt er Felsen entstehen, die aussehen wie massiver Marmor öder schwerer Granit, die aber fast nichts wiegen dürfen. Oder ein Helm, der tatsächlich nur aus Stoff geschnitten ist, wirkt auf der Bühne im richtigen Licht so, als sei er aus robustem und starkem Metall. Diese Leichtigkeit hat vor allem für die Darsteller in mehrstündigen Vorstellungen große Vorteile. Liebe zum Detail ist also das Credo der hier arbeitenden „Künstler“ und somit spielen sie mit ihren Produkten eine doch wichtige Rolle am Theater und in der Welt der Illusionen.

Dies alles und weitere Aspekte erleben wir dann unter sachkundiger Führung durch die Magazine und Werkstätten des Stadttheaters AACHEN.

Wie immer finden der Ausklang und die Nachbereitung der Führung in einer originellen AACHENer Lokalität statt. Diesmal haben wir das Bistro „Aposto“ in der alten Post ausgewählt. Dort können wir in ungezwungener Atmosphäre bei einem Cocktail oder sonstigen Angeboten unsere Eindrücke von diesem Besuch vertiefen.

 

Autor und Bild: OTL a.D. Joseph Steibel

Haus Rissen – Themenabend „Populismus“

Der Begriff des Populismus ist in der politischen Debatte allgegenwärtig. Inzwischen mutiert er immer öfter zu einem Kampfbegriff, der verwendet wird, um die Position des jeweiligen politischen Gegners zu beschreiben und zu verurteilen. So verkommt „Populismus“ zu einem Schimpfwort, das ein Maximum an Diskreditierung erzielen soll.
In der Politikwissenschaft weist der Begriff des Populismus allerdings klare Merkmale auf:Populisten vereinfachten Dinge zu demagogischen Zwecken. Sie argumentierten aus der Vorstellung heraus, «die da oben» seien böse und «wir da unten» sind gut. Populisten gehen ferner von der Vermutung aus, es gäbe einen einheitlichen Volkswillen, den sie selbst erkannt hätten, den «die da oben» aber nicht zur Kenntnis nähmen. Vor allem der Dresdner Professor für Politische Systeme und Systemvergleich, Werner J. Patzelt, trug mit dieser Begriffsbestimmung zur Klärung der Debatte bei. Allerdings geriet er selbst in den politischen Deutungskampf um Positionen und Begriffe bzw. fechtet diesen aktiv aus.

HAUS RISSEN möchte diese Debatte aufnehmen und hat Herrn Prof. Dr. Werner J. Patzelt eingeladen, seine Analysen und Stellungnahmen einmal ausführlich vorzustellen und mit Ihnen den Komplex Populismus und die Zukunft der liberalen Demokratie sowie der politischen Parteien zu diskutieren.

Zu unserem Themenabend „Populismus“ am Donnerstag, den 31. Januar 2019, um 19:30 Uhr (Einlass ab 19:00 Uhr) laden wir Sie herzlich zu uns in das HAUS RISSEN, Rissener Landstraße 193, 22559 Hamburg, ein.

Die Teilnahmegebühr für Vortrag mit anschließender Diskussion und einem kleinen Imbiss beträgt € 25,- (Förderkreismitglieder € 15,- / junge Menschen in der Ausbildung und Arbeitslosengeldbezieher € 5,-) und ist an der Abendkasse zu entrichten. Unsere externen Gäste haben die Möglichkeit, in unserem neuen Hotel VILLA RISSEN hier auf dem Campus zu übernachten (Zimmerpreise EZ ab 89 €, DZ ab 99 € zzgl. Frühstück).

Bitte lassen Sie uns mit dem  Antwortfax bis zum 28. Januar 2019 wissen, ob wir mit Ihnen rechnen dürfen.

Wir freuen uns, Sie am 31. Januar bei uns zu sehen und sind bis dahin

 

Quelle:

Dr. Philipp-Christian Wachs
Geschäftsführender Vorstand
Haus Rissen

Was bietet eigentlich meine örtliche Kameradschaft im blauer Bund e.V.?

Unsere Kameradschaften, derzeit sind es 8, bieten regelmäßig Veranstaltungen an.

Für das I. Quartal 2019 sind folgende Veranstaltung der Kameradschaften geplant. Für einzelne Veranstaltungen ist eine Anmeldung nötig. Dieses wird dem Mitglied der jeweiligen Kameradschaft aber zeitgerecht über eine persönliche Einladung mitgeteilt.

AACHEN/ESCHWEILER

BAD NEUENAHR/AHRWEILER

  • 22.01.2019: Vortragsabend zum Thema „Transatlantische Handelspolitik – Was kommt nach TTIP?“ in BAD NEUENAHR
    Vortragender Herr Jacob Schrot, Politikwissenschaftler

BONN

  • 16.01.2019: Logistischer Stammtisch mit Vortrag „Technische Bedrohung für Einsatzfahrzeuge“ in BONN
    Vortragender Herr Oberst a.D. Wagner

MITTELDEUTSCHLAND

ULM/DORNSTADT

  • 15.01.2019: Vortragsveranstaltung in Zusammenarbeit mit der GSP DORNSTADT zum Thema: „Neue Herausforderungen der Bundeswehr am Beispiel der Entwicklungen in der zivil-militärischen Zusammenarbeit auf Grundlage von Entwicklungen der jüngeren Vergangenheit“
    Vortragender Herr Generalleutnant Knappe
  • 22.01.2019: Neujahrsstammtisch im Gasthof Rössle in 89250 AUFHEIM bei ULM-SENDEN,
  • 11.02.2019: Vortrag „Das Kommando Informationstechnik der Bundeswehr (KdoITBw) – Einsatz, Betrieb und Schutz des IT-Systems der Bw weltweit und im Cyberraum“ in Zusammenarbeit mit der GSP DORNSTADT
    Vortragender Herr Brigadegeneral Moosmann
  • 11.03.2019: Vortrag „Die Bedeutung der Entwicklungspolitik für die Sicherheitspolitik der Bundesrepublik Deutschland“in Zusammenarbeit mit der GSP DORNSTADT
    Vortragender Herr Dr. Thomas Helfen, Referatsleiter Frieden u. Sicherheit im BMZ

 

Vortragsveranstaltung im Haus Rissen im Januar 2019

Auch im Jahr 2019 wird sich Deutschland mit komplexen und weitreichenden geopolitischen Herausforderungen auseinandersetzen müssen. Zunehmender Staatszerfall und ausufernde Gewalt im Nahen Osten und Nordafrika und daraus resultierende Flüchtlingsbewegungen, aber auch das zunehmende Machtstreben Russlands und Chinas prägen das geopolitische Umfeld unserer Zeit. Deutschland ist seit Jahrzehnten tief in die transatlantische Sicherheitsstruktur eingebettet. Doch spätestens seit der Präsidentschaft Donald Trumps besteht Skepsis an der momentanen Zuverlässigkeit der transatlantischen Partnerschaft. Worauf muss sich also Deutschland in den kommenden Monaten einstellen und wie sollte die Bundesregierung darauf antworten?

In seinem Vortrag „Die Globale (Un)Ordnung – Herausforderungen für Deutschland in 2019“ wird Herr Ernst Uhrlau, von 2005 bis 2011 Präsident des Bundesnachrichtendienstes, in einer Tour d’Horizon einen Ausblick auf das kommende Jahr geben und mit Ihnen über die Folgen für Deutschland diskutieren.

Zu diesem Themenabend am Donnerstag, den 24. Januar 2019 um 19:30 Uhr im HAUS RISSEN, Rissener Landstraße 193, 22559 Hamburg laden wir Sie herzlich ein.

Die Teilnahmegebühr für Vortrag mit anschließender Diskussion und einem kleinen Imbiss beträgt € 25,- (Förderkreismitglieder € 15,- / junge Menschen in der Ausbildung und Arbeitslosengeldbezieher € 5,-) und ist an der Abendkasse zu entrichten. Bitte lassen Sie uns mit dem Antwortfax bis zum 21. Januar 2019 wissen, ob wir mit Ihnen rechnen  dürfen.
Wir freuen uns, Sie am 24. Januar bei uns zu sehen.

 

Quelle:

Dr. Philipp-Christian Wachs
Geschäftsführender Vorstand
Haus Rissen

 

Transatlantische Handelspolitik – Was kommt nach TTIP?

Die Kameradschaft Bad Neuenahr-Ahrweiler lädt gemeinsam mit der GSP zu einem Vortragsabend am Dienstag, 22.01.2019 um 19:30 Uhr im Hotel Krupp, Poststraße 4, Bad Neuenahr, ein.

 

 

Es spricht Herr Jacob Schrot zum Thema:

 

Transatlantische Handelspolitik –

Was kommt nach TTIP?

 

Kaum im Amt erfüllte US-Präsident Donald J. Trump sein erstes Wahlkampfversprechen, indem er den Ausstieg der Vereinigten Staaten aus dem transpazifischen Freihandelsabkommen TPP vollzog. Auch das transatlantische Freihandelsabkommen TTIP liegt „im Kühlschrank“, wie EU-Handelskommissarin Cecilia Malmström ernüchtert feststellte. Viel steht für beide Seiten des Atlantiks auf dem Spiel: knapp 14 Millionen Arbeitsplätze hängen direkt von der transatlantischen Handelsbeziehung ab. Europa und Amerika kombinieren rund ein Drittel des globalen Handels und fast die Hälfte des weltweiten Bruttoinlandsproduktes. Der begonnene Handelskrieg zwischen den USA und China ist auch in Europa schon zu spüren. Hinzu kommen Sorgen, dass die Vereinigten Staaten die Welthandelsordnung und die Integrität der Welthandelsorganisation in ihrer Gesamtheit untergraben könnten. Deutschland als Export- und Handelsmacht hängt in besonderer Weise von der Stabilität der internationalen Ordnung ab. Wird Amerika als Mutterland des Kapitalismus zum wichtigsten Gegner des Freihandels? Ist die Kritik von Präsident Trump an derzeitigen Handelspraktiken völlig unberechtigt? Wie soll Europa auf all diese Entwicklungen reagieren?

 

Jacob Schrot hat in den USA und Deutschland Politikwissenschaft, transatlantische Beziehungen und US-Außenpolitik studiert. Er war Stipendiat der Konrad-Adenauer-Stiftung und des Aspen Instituts. Hauptberuflich arbeitet er im Deutschen Bundestag, wo er das Büro von Dr. Stephan Harbarth MdB, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, und von Dr. Dietlind Tiemann MdB, leitet. Darüber hinaus ist er Gründer der Initiative junger Transatlantiker, Mitglied im AK „Junge Außenpolitiker“ der Konrad-Adenauer-Stiftung sowie des Netzwerkes Außenpolitik der Körber Stiftung.

 

Quelle:
Oberst a.D. Geipel
1.Vorsitzender der Kameradschaft Bad Neuenahr/Ahrweiler