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Neuer Wehrdienst für Deutschland beschlossen

Sinnstiftend, attraktiv, digital: Mit dem Neuen Wehrdienst reagiert Deutschland auf die veränderte sicherheitspolitische Lage und die Anforderungen an die Landes- und Bündnisverteidigung. Die Wiedereinführung der Wehrerfassung und der Wehrüberwachung sorgen für eine personell starke Reserve.

Neuer Wehrdienst – Regierung schafft rechtliche Grundlage

Verteidigungsminister Boris Pistorius hat mit einer einfachgesetzlichen Änderung – das heißt ohne Änderung des Grundgesetzes – ein neues Wehrdienstmodell und die dafür dringend erforderlichen Strukturen und Kapazitäten geschaffen. Hierfür wurde in den Fachabteilungen des BMVg ein Gesetzentwurf erarbeitet, der nach der Ressortabstimmung und Verbändebeteiligung am 27. August 2025 im Kabinett für die Einleitung des parlamentarischen Gesetzgebungsverfahrens beschlossen wurde. Im Besonderen enthält der Gesetzentwurf zahlreiche Maßnahmen für einen attraktiven und sinnstiften Wehrdienst sowie die Wiederaufnahme von Wehrerfassung und Wehrüberwachung.

Pistorius Rede zum neuen Wehrdienst, ©picture alliance/Flashpic

Im Rahmen dieses Gesetzgebungsverfahrens erhielten die Fraktionen die Möglichkeit, Änderungen einzubringen, die in gemeinsamen Gesprächen erörtert wurden. Dies betont das demokratische Verständnis. Die Einigung auf Ebene der Regierungsfraktionen aus CDU/CSU und SPD markierte den nächsten Schritt im Gesetzgebungsverfahren. Der Bundestag hatte sodann am 5. Dezember 2025 über den Gesetzentwurf abgestimmt. Am 19. Dezember hatte das Gesetz zur Modernisierung des Wehrdienstes den Bundesrat passiert und soll nun zum 1. Januar 2026 in Kraft treten.

Modern, freiwillig und mit einer starken Reserve

Das Gesetz sieht vor, dass mit Einführung des Neuen Wehrdienstes zahlreiche attraktivitätssteigernde Maßnahmen vorgenommen werden. So tritt beispielsweise bereits ab einem Jahr Verpflichtungszeit anstelle des bislang „Freiwilligen Wehrdienstes als besonderes staatsbürgerliches Engagement“ der Status einer Soldatin beziehungsweise eines Soldaten auf Zeit, was zu besoldungs- und versorgungsrechtlichen Verbesserungen führt. Aber auch bei geringeren Verpflichtungszeiten erhalten die Soldatinnen und Soldaten bereits eine höhere Besoldung als bisher – vorgesehen sind mindestens 2.600 Euro Einstiegsgehalt. Mit dem Neuen Wehrdienst wird die Reserve gestärkt, weil jeder neue Wehrdienstleistende nach Ende der aktiven Dienstzeit in die Reserve beordert wird. Und während ihrer Dienstzeit stärken die neuen Wehrdienstleistenden aber auch die aktive Truppe, gerade im Bereich der Mannschaften. Der Neue Wehrdienst eröffnet die Möglichkeit, schon mit kurzen Verpflichtungszeiten ab sechs Monaten einen eigenen Beitrag zur Sicherheit Deutschlands zu leisten.

Wie lange er oder sie Wehrdienst leisten möchte, kann jeder und jede für sich selbst entscheiden. Möglich sind als Freiwillig Wehrdienstleistender von sechs bis zu elf Monate als besonderes staatsbürgerliches Engagement, monatlich abgestuft, beziehungsweise als Soldatin oder Soldat auf Zeit ab zwölf Monaten. Bei entsprechender Eignung sind Verpflichtungszeiten als Soldatin oder Soldat auf Zeit bis zu 25 Jahren möglich. Je nach Bildungsgrad, Qualifizierung, Eignung oder Bedarf ist es unabhängig davon möglich, die Laufbahn zu wechseln und später sogar Berufssoldatin oder Berufssoldat zu werden. Das Gesetz sieht weiterhin vor, die Wehrerfassung zu modernisieren. Sie wird an das aktuelle Melderecht angepasst. Die Aufgabe der Wehrerfassungsbehörden geht von den Meldebehörden auf die Bundeswehrverwaltung über. Dies bedeutet eine Entlastung für die Meldebehörden der Länder.

Bereitschaftserklärung für Männer Pflicht

Im Zuge der Wehrerfassung wird es eine für Männer verpflichtende Befragung über deren Bereitschaft und Fähigkeit zur Ableistung des Wehrdienstes, die sogenannte Bereitschaftserklärung, geben. Alle jungen Menschen erhalten nach ihrem 18. Geburtstag einen Brief mit einem QR-Code zugesandt, der zu einem Onlinefragebogen führt. Junge Männer sind verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen. Für Personen anderen Geschlechts ist die Beantwortung der Fragen freiwillig, da sie nicht der Wehrpflicht unterliegen.

In dem Fragebogen werden persönliche Daten, Verfügbarkeit, Bildungsabschlüsse und sonstige Qualifikationen sowie die Bereitschaft zu einer Wehrdienstleistung abgefragt. Nach dem Gesetz über den Neuen Wehrdienst werden die wehrpflichtigen Männer ab Geburtsjahr 2008 einer verpflichtenden Musterung unterzogen. Aufgrund der derzeit im Aufbau befindlichen Musterungskapazitäten werden die Musterungen schrittweise erfolgen und nach und nach auf den gesamten Jahrgang 2008 ausgeweitet. Bis dahin werden diejenigen, die sich bereit erklären Wehrdienst zu leisten, nach Auswertung des Fragebogens und wenn sie für den Dienst in den Streitkräften geeignet erscheinen, zu einem Assessment eingeladen.

Durch Assessment und Musterung wird festgestellt: Ist die Person geeignet und tauglich? Ist sie verfügbar? Wo könnte sie am sinnvollsten eingesetzt werden? Und passt sie zum Bedarf der Streitkräfte? Es ist zudem vorgesehen, dass eine erneute verpflichtende Befragung der Wehrpflichtigen zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen kann. Dadurch werden die Angaben aktualisiert. Das alles geschieht mit der Absicht, ein besseres Lagebild über Eignung und Qualifikation der Wehrpflichtigen zu erhalten.

Neue Bedrohungslage – Neuer Wehrdienst

Angesichts der massiv verschärften Bedrohungslage in Europa infolge des russischen Angriffskriegs gegen die Ukraine richtet sich die Bundeswehr noch konsequenter auf die Landes- und Bündnisverteidigung aus und schafft dafür die erforderlichen Strukturen. Der Neue Wehrdienst stellt ein zentrales Element dieser Entwicklung dar.

Reserve und „Bedarfswehrpflicht“

Bereits in Friedenszeiten muss die Bundeswehr dafür sorgen, dass sie im Ernstfall schnell wachsen kann. Dafür muss sie unbedingt wissen, wen sie heranziehen kann und wie geeignet der- oder diejenige ist. Auf der Grundlage des Gesetzes wird es der Bundeswehr ermöglicht, effektiver und zielgerichtet das Potenzial der zur Verfügung stehenden jungen Menschen sowie der künftigen Reservistinnen und Reservisten zu erfassen. Dies ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, bei einer möglichen Reaktivierung der verpflichtenden Einberufung unmittelbar auf einen belastbaren Datenbestand und bestehende administrative Strukturen zurückgreifen zu können. Die Einsatzbereitschaft der Streitkräfte soll dadurch deutlich verbessert werden.

Der Neue Wehrdienst wird ein freiwilliger Dienst sein. Vorgesehen ist aber, einen Korridor der Aufwuchszahlen für aktive Soldatinnen und Soldaten sowie nicht aktive Reservistinnen und Reservisten der Bundeswehr bis 2035 gesetzlich festzuhalten. Dabei geht es also um den gesamten Personalstand der Bundeswehr. Diese aktuellen Zahlen müssen halbjährlich dem Bundestag berichtet werden. Wird dieser Aufwuchskorridor angesichts der gesetzten Zielvorgaben nicht eingehalten, werden Regierung und Parlament im Rahmen eines Gesetzgebungsverfahrens festlegen, welche Maßnahmen zum Erreichen dieser Ziele ergriffen werden müssen. Dass können zum Beispiel über den Fragebogen hinausgehende verpflichtende Elemente sein. Einen Automatismus für verpflichtende Elemente, oder – wie diskutiert – für ein Losverfahren ist im aktuellen Gesetz nicht enthalten.

Fragen und Antworten zum neuen Wehrdienst finden Sie über folgenden Link:

https://www.bmvg.de/de/neuer-wehrdienst#section-5987018

Erstveröffentlichung auf der Internetseite des Bundesministeriums der Verteidigung, 05.12.2025, www.bmvg.de

Titel: Neuer Wehrdienst für Deutschland beschlossen

 

Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenpositionen – Oktober 2025

Ruhestand:

General Christian Badia, zuletzt Deputy Supreme Allied Commander Transformation im Headquarters Supreme Allied Command Transformation Norfolk/USA, wurde in den Ruhestand versetzt.

Vizeadmiral Frank Lenski, zuletzt Stellvertretender Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte im Marinekommando in Rostock, wurde in den Ruhestand versetzt.

Generalmajor Thorsten Puschmann, zuletzt Vizepräsident Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz, wurde in den Ruhestand versetzt.

Generalmajor Hartmut Renk, zuletzt tätig im Kommando Heer in Strausberg, wurde in den Ruhestand versetzt.

Generalmajor Frank Schlösser, zuletzt Kommandeur Einsatzkräfte und Militärisches Nachrichtenwesen im Kommando Cyber- und Informationsraum in Bonn, wurde in den Ruhestand versetzt.

Generalstabsarzt Dr. Stephan Schmidt, zuletzt Kommandeur Kommando Sanitätsdienstliche Einsatzunterstützung in Weißenfels, wurde in den Ruhestand versetzt.

Brigadegeneral Heiko Krogmann, zuletzt Chef des Stabes und Stellvertreter Amtschef im Amt für Heeresentwicklung in Köln, wurde in den Ruhestand versetzt.

Brigadegeneral Ralf Lungershausen, zuletzt Stellvertretender Kommandeur Logistikkommando der Bundeswehr in Erfurt, wurde in den Ruhestand versetzt.

Flottillenadmiral Helge Risch, zuletzt Abteilungsleiter Personal/Ausbildung/Organisation im Marinekommando in Rostock, wurde in den Ruhestand versetzt.

Brigadegeneral Friedhelm Tränapp, zuletzt Abteilungsleiter 3 Personal/Organisation/SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien/Ausbildung im Kommando Luftwaffe in Köln, wurde in den Ruhestand versetzt.

Personalmaßnahmen in militärischen Spitzenpositionen:

Bundesministerium der Verteidigung:

Generalleutnant Gunter Schneider, zuletzt Abteilungsleiter MEOMedium Earth Orbit im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Hauptabteilungsleiter SK im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Generalleutnant Michael Vetter, zuletzt Abteilungsleiter Cyber- und Informationstechnik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Abteilungsleiter IC im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Konteradmiral Tobias Abry, zuletzt Chef des Stabes im Marinekommando in Rostock, wird nun als Stellvertreter des Hauptabteilungsleiters Streitkräfte im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Generalmajor Wolfgang Ohl, zuletzt Stellvertreter des Abteilungsleiters MEOMedium Earth Orbit im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Stellvertreter des Hauptabteilungsleiters SK im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Konteradmiral Axel Schulz, zuletzt Stellvertreter der Abteilungsleiterin P im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wird nun als Stellvertreter des Hauptabteilungsleiters Aufwuchs im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn eingesetzt.

Flottillenadmiral Christian Bock, zuletzt Unterabteilungsleiter MEOMedium Earth Orbit II im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Unterabteilungsleiter SK I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Brigadegeneral Robert Wilhelm, zuletzt Unterabteilungsleiter EBU II im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wird nun als Unterabteilungsleiter SK II im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn eingesetzt.

Generalarzt Dr. Jörg Ahrens, zuletzt Unterabteilungsleiter EBU III im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Unterabteilungsleiter SK III im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Brigadegeneral Oliver Prost, zuletzt Unterabteilungsleiter Medium Earth Orbit I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Unterabteilungsleiter SK IV im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Brigadegeneral Jürgen Schrödl, zuletzt Unterabteilungsleiter MEOMedium Earth Orbit III im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Unterabteilungsleiter SK V im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Brigadegeneral Dr. Volker Pötzsch, zuletzt Unterabteilungsleiter Cyber- und Informationstechnik I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Leiter der ministeriellen Steuergruppe „Aufbau Innovation“ innerhalb der Abteilung IC im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

 

Heer:

Generalleutnant Dr. Christian Freuding, zuletzt Leiter Planungs- und Führungsstab im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Inspekteur des Heeres im Kommando Heer in Strausberg eingesetzt.

Generalleutnant Heico Hübner, zuletzt Kommandeur 1. Panzerdivision in Oldenburg, wird nun als Stellvertretender Inspekteur des Heeres und Kommandeur Militärische Grundorganisation im Kommando Heer in Strausberg eingesetzt.

Brigadegeneral Christian Hubert Friedl, zuletzt eingesetzt als Kommandeur Deutsch-Französische Brigade in Müllheim im Markgräflerland, wird nun als Kommandeur Pionierschule in Ingolstadt eingesetzt.

Brigadegeneral Wolfgang Jordan, zuletzt Abteilungsleiter Planung und internationale Zusammenarbeit im Kommando Heer in Strausberg, wird nun als Chef des Stabes und Stellvertreter Amtschef im Amt für Heeresentwicklung in Köln eingesetzt.

Brigadegeneral Alexander Krone, zuletzt Kommandeur Kommando Spezialkräfte in Calw, wird nun als Kommandeur 1. Panzerdivision in Oldenburg eingesetzt.

Brigadegeneral Andreas Kühne, zuletzt Unterabteilungsleiter EBU I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Kommandeur Kommando Spezialkräfte in Calw eingesetzt.

Oberst Stephan Behrenz, zuletzt Leiter Arbeitsbereich III im Planungs- und Führungsstab im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Kommandeur Panzerlehrbrigade 9 in Munster eingesetzt.

 

Luftwaffe:

Oberst i.G. Marco Klimpel, zuletzt Teilnehmer am Global Strategy Programme des Royal College of Defence Studies in London/ENG, wird nun als Abteilungsleiter 3 Personal/Organisation/SASPFStandard-Anwendungs-Software-Produkt-Familien/Ausbildung im Kommando Luftwaffe in Köln eingesetzt.

 

Marine:

Vizeadmiral Axel Deertz, zuletzt Stellvertretender Abteilungsleiter EBU im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Stellvertretender Inspekteur der Marine und Befehlshaber der Flotte und Unterstützungskräfte im Marinekommando in Rostock eingesetzt.

Flottillenadmiral Richard Kesten, zuletzt Commander Task Group Maritime Task Force United Nations Interim Foce in Lebanon (UNIFILUnited Nations Interim Force in Lebanon) in Naqura/LIB, wird nun als Chef des Stabes im Marinekommando in Rostock eingesetzt.

Kapitän zur See Christoph Ciliax, zuletzt Referatsleiter Plg I 6 im Bundesministerium der Verteidigung in Bonn, wird nun als Assistant Chief of Staff Support im Marinekommando in Rostock eingesetzt.

 

Cyber- und Informationssicherheit:

Generalmajor Lutz Kuhn, zuletzt Kommandeur Panzerlehrbrigade 9 in Munster, wird nun als Kommandeur Einsatzkräfte und Militärisches Nachrichtenwesen im Kommando Cyber- und Informationsraum in Bonn eingesetzt.

 

Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung:

Brigadegeneral Dr. Frank Utzerath, zuletzt Beauftragter Zeitenwende im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Vizepräsident Bundesamt für Ausrüstung Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr in Koblenz eingesetzt.

 

NATO/EU/VN:

Brigadegeneral Gunnar Brügner, zuletzt in der Ausbildung zum Militärattaché, wird nun als Militärattaché in Washington/USA eingesetzt.

 

Personalmaßnahmen in zivilen Spitzenpositionen:

Bundesministerium der Verteidigung

Ministerialdirigentin Anke Domuradt, bisher Unterabteilungsleiterin Recht und Organisation I im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird als Abteilungsleiterin Recht im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Ministerialdirigent Stefan Sohm, bisher Unterabteilungsleiter Recht und Organisation III im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird als Stellvertreter der Abteilungsleiterin Recht im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Quelle:

Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal

Personalveränderungen in militärischen und zivilen Spitzenpositionen – September 2025

Personalmaßnahmen in militärischen Spitzenpositionen:

Bundesministerium der Verteidigung:
Brigadegeneral Joachim Kaschke, zuletzt eingesetzt als Unterabteilungsleiter I in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Leiter des Steuerungsstabes Leitung im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Oberst i.G.im Generalstabsdienst Ingo Stüer, zuletzt eingesetzt als Referatsleiter II 2 in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin, wird nun als Unterabteilungsleiter I in der Abteilung Politik im Bundesministerium der Verteidigung in Berlin eingesetzt.

Heer:
Brigadegeneral Christian Friedl, zuletzt eingesetzt als Kommandeur Deutsch-Französische Brigade in Müllheim im Markgräflerland, wird nun als Kommandeur Pionierschule in Ingolstadt eingesetzt.

Cyber- und Informationssicherheit:
Flottillenadmiral Axel Ristau, zuletzt Verteidigungsattaché im Militärattachéstab in Washington/USA, wird nun im Kommando Cyber- und Informationssicherheit in Bonn eingesetzt.

NATO/EU/VN:
Brigadegeneral Gunnar Brügner, zuletzt in der Ausbildung zum Militärattaché, wird nun eingesetzt als Militärattaché in Washington/USA.

Quelle:

Bundesministerium der Verteidigung
Autor: Presse- und Informationszentrum Personal

Standardisierung der Führungswaffeneinsatzsysteme (FüWES) – Vertragsschluss mit Kanada stärkt Einsatzfähigkeit der Deutschen Marine

Mit der Unterzeichnung eines Regierungsabkommens zwischen Deutschland und Kanada wurde am 14. November 2025 ein entscheidender Schritt zur Modernisierung der FüWES aller Überwasserplattformen der Deutschen Marine vollzogen. Das Projekt markiert einen zentralen Meilenstein für die Vereinheitlichung der Technik, digitale Zukunftsfähigkeit der maritimen Streitkräfte gemeinsam mit dem NATO-Partner Kanada.

Einheitliches IT-Herzstück für alle seegehenden Einheiten

Das FüWES gilt als das „IT-Herzstück“ moderner Marineschiffe. Es verknüpft sämtliche operationellen und technischen Subsysteme und ist damit ausschlaggebender Faktor für die Kampfkraft und Führungsfähigkeit einer Einheit.

Ziel des Projektes ist die Standardisierung der bislang heterogenen Systemlandschaft sowie die Rückführung der Systemhoheit an den öffentlichen Auftraggeber. Das Vorhaben wird als KAT-B-Projekt mit einer Laufzeit von rund 25 Jahren und einem Projektvolumen von über eine Milliarde Euro realisiert.

Kooperation mit Kanada – gemeinsamer Weg zu mehr Interoperabilität

Das System, das künftig auf allen deutschen Schiffen und Booten zum Einsatz kommen soll, wurde von der Royal Canadian Navy bei der Firma Lockheed Martin Kanada beauftragt, eingeführt und seither kontinuierlich weiterentwickelt. Es zeichnet sich durch hohe Skalierbarkeit, Modularität, die Verwendung von Standard-Hard- und Softwarekomponenten sowie regelmäßige Softwareupdates aus.

Im Rahmen des Regierungsabkommens wird Deutschland umfassende Nutzungsrechte erhalten. Die Kooperation mit dem NATO-Partner Kanada umfasst nicht nur den Systemtransfer, sondern auch gemeinsame Weiterentwicklung, Kostenteilung und operative Zusammenarbeit. Damit wird die Interoperabilität innerhalb des Bündnisses gestärkt und ein nachhaltiger Technologietransfer gesichert.

Die Fregatte F 221 Hessen fährt vor den Schiffen anderer Nationen während einer internationalen Übung in der Ostsee.

Schrittweise Umsetzung – Initialisierung ab 2025

Unmittelbar nach der Vertragsunterzeichnung beginnt eine Initialisierungsphase, in der die wesentlichen fachlichen und technischen Grundlagen für die spätere Integration auf den Plattformen geschaffen werden. Diese Phase bildet zudem die Basis für die zeitnahe Einrichtung landgestützter Test-, Referenz- und Schulungsanlagen.

Ab dem Jahr 2027 sind die ersten Maßnahmen zur Einrüstung auf ausgewählten Schiffen und Booten vorgesehen. Langfristig sollen alle bestehenden und künftigen maritimen Überwasserfähigkeitsträger, einschließlich der neuen Fregattenklasse F127, mit dem standardisierten FüWES ausgerüstet werden.

Beitrag zur Einsatzbereitschaft und Kriegstüchtigkeit

Mit der Einführung des neuen Systems wird die Deutsche Marine in die Lage versetzt, ihre Einsatzfähigkeit, Führungsfähigkeit und digitale Souveränität auch durch die Vereinheitlichung der Ausbildung der Soldatinnen und Soldaten nachhaltig zu steigern. Die umgehende Ablösung der bestehenden, veralteten Systemlandschaft, und dabei aber auch Bewährtes zu erhalten, ist ein wesentlicher Beitrag zur Erhöhung der Kriegstüchtigkeit der Seestreitkräfte und zur Sicherstellung ihrer Zukunftsfähigkeit im multinationalen Verbund.

Quelle:  PIZ AIN/Bildrechte: Bundeswehr/Nico Theska

Kameradschaft NORDWEST besuchte das Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ in WITTMUND

Die Kameradschaft NORDWEST nutzte den 06. November 2025, für eine eigene Veranstaltung mit der Hoffnung, dass viele Mitglieder sich diesen Tag reserviert hatten für die Informationsveranstaltung des BB e.V. welcher verschoben wurde auf den 26. / 27. Februar 2026.

Unser Vorstandsmitglied Frau Oberstlt Helene Luja dient als Staffelchefin im Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ in Wittmund, so hatte die K NORDWEST in 2025 schon längerfristig einen Besuch dorthin geplant. Nach dem eintreffen in Wittmund erhielten wir von Oberstlt Luja einen Einführungsvortrag zum Jagdgeschwader 71 „Richthofen“ bei Kaffee und Kuchen.

Hier einige Daten aus der Chronik des Geschwaders 71:

  • Juni 1959 Indienststellung als erstes Jagdgeschwader (JG 71) der „neuen“ Luftwaffe am Standort Ahlhorn
  • Erster Kommodore des Verbandes ist das Fliegerass Major Erich „Bubi“ Hartmann
  • April 1961 Verleihung des Traditionsnamens “Richthofen“
  • 1963 Umzug nach Wittmund
  • September 2013 Auflösung des JG 71 “R“
  • Oktober 2013 bis zum 30. Juni 2016 als Taktische Luftwaffen- gruppe “Richthofen“
  • Ab 01. Juli 2016 als Taktisches Luftwaffengeschwader 71 “Richthofen“

Geschwader Richthofen

Auftrag des Geschwaders 71: „Beitrag zur Aufrechterhaltung der Unversehrtheit des europäischen NATO- Luftraums im Rahmen der integrierten Luftverteidigung und Unterstützung bei humanitären Einsätzen oder Hilfeleistungen für Luftfahrzeuge in Not“.

Des Weiteren stellen der QRA „Quick Reaction Alert“, zurzeit noch bis Mitte 2026 aus LAAGE. Dies bedeutet in 24 Stunden Bereitschaft mit zwei EUROFIGHTER pro Alarmrotte, mit 15 Minuten bis zum TAKE-OFF.

In einer Rundfahrt über das Flugfeld zeigte uns Frau Oberstlt Luja wie zahlreich und umfangreich die Bauarbeiten in den letzten Jahren in Wittmund sich gestalteten. Zum Abschluss der Rundfahrt durften wir noch ein Trainigsflugzeug besichtigen.

Vorher noch einige wenige Daten zum Waffensystem:

  • Höhe: 5,28 m;    Breite: 10,95 m;    Gewicht 23,5 t (max) / 11 t (leer);
  • Gesamtschub: 120 KN/180 KN;     Geschwindigkeit: Mach 2;    Tankinhalt: 6,125 Liter (ohne Zusatztanks);
  • 13 Außenstationen für Zusatzlasten, 3 für Außentanks;
  • 27 mm Mauser Bordkanone;
  • Automatische Vorflügel und Flugkontrollregelung;
  • 156.000 PS +/-1;
  • Abheben mit 300 km/h;
  • Abflug mit550 km/h;
  • Tiefflug mit800 km/h +;
  • 10 km Höhe in 60 Sekunden;
  • Anflug mit 300km/h oder 85 m/sek;

Der Besuch war ein sehr interessanter Nachmittag und die drei Stunden vergingen wie im „Fluge“. Ein großes Dankeschön noch einmal an unser Vorstandsmitglied Frau Oberstlt Helene Luja, die mit Ihrem Team alles sehr gut vorbereitete und organisierte. Für alle Teilnehmer ein nicht alltägliches Besuchsspektrum mit vielen bleibenden Eindrücken.

Nach einer kurzweiligen Rückfahrt nach Garlstedt, nutze die Kameradschaft noch ein Abendessen im „Plan B“ mit einem Kurzvortrag des stellvertreten Vorsitzenden Oberstlt Normen Willared zu seiner letzten Verwendung in „LILLE“ und jetzigen Tätigkeit in Berlin.

Der Geschäftsführer Oberstlt a.D. Michael Janczyk ging nach dem Essen noch in einer lockeren Gesprächsrunde auf Sorgen und Nöte der Kameradschaft ein, obwohl der Mitgliederstand und die Anzahl der Neuzugänge in 2025 zufrieden stellend sind.

Ein Problem sprach er im Besonderen an, dass alle Mitglieder einmal Ihre Mail Adresse auf der Web – Seite unter Mitgliederanmeldung prüfen sollten !

Bei einigen die schon nicht mehr bei der Bw sind, steht diese Adresse immer noch drin! Die Auswirkungen sind natürlich klar, die Mails gehen ins Nirvana und man bekommt so keine Post. Auch dieser zweite Teil kam bei den Teilnehmern sehr gut an.

Autor: © Oberstlt a.D. Michael Janczyk Geschäftsführer NORDWEST u. Oberstlt Luja Helene

Fotos: © Oberstlt a.D. Michael Janczyk, Oberstlt a.D. Jörg Struckmeier