Versorgungsbataillon 4

Das zur Panzerbrigade 12 „OBERPFALZ“ gehörende Versorgungsbataillon 4 ist mit seinen fünf Kompanien im bayerischen Roding, Pfreimd und Cham stationiert.

Auftrag

Das Versorgungsbataillon 4

  • stellt die logistische Unterstützung einer mechanisierten Brigade im gesamten Aufgabenspektrum des Heeres sicher,
  • stellt hierzu mit einer verstärkten Versorgungskompanie die Folgeversorgung der Heereskräfte eines Gefechtsverbandes sicher,
  • stellt mit dem gesamten Bataillon, verstärkt um die in der Grundgliederung fehlenden Systemfähigkeiten Instandsetzung und verstärkt um eine weitere Versorgungskompanie Typ A (jeweils aus einem der weiteren Versorgungsbataillon des Heeres), die Folgeversorgung bis zu einer mechanisierten Brigade und deren zugeordneten Truppenteilen sicher,
  • erarbeitet unter Nutzung der jeweiligen Führungs- und Informationssysteme und Verfahren Beiträge zum nationalen und internationalen Meldewesen und legt bewertete logistische Daten als Beitrag zur logistischen Lage vor,
  • überwacht die Einhaltung der Bestimmungen auf dem Gebiet der Schutzaufgaben,
  • stellt die Aufgaben Controlling, Kosten- und Leistungsverantwortung und Aufwandsbegrenzung für den eigenen Verband sicher,
  • unterstützt durch den Stab den Bataillonskommandeur bei der Führung des Verbandes.

Gliederung

Dem Kommandeur Versorgungsbataillon 4 in Roding sind unterstellt:

  • 1. Kompanie (RODING)
  • 2. Kompanie (PFREIMD)
  • 3. Kompanie (RODING)
  • 4. Kompanie (RODING)
  • 5. Kompanie (Grundausbildungskompanie) (CHAM)

Geschichte

Am 01.12.1958 wurde das Instandsetzungsbataillon 440, das spätere Nachschubbataillon 4, in Regensburg aufgestellt.
Ein halbes Jahr später, am 01.06.1959, erfolgte in Amberg die Aufstellung des Versorgungsbataillon 126, des späteren Instandsetzungsbataillon 4. Zum 01.10.2003 ging aus diesen Wurzeln das Logistikbataillon 4 hervor.

Eine weitere Umgliederung zum Versorgungsbataillon erfolgte am 18.07.2014. Das Versorgungsbataillon 4 ist daher ein über fünf Jahrzehnte gewachsener logistischer Verband, dessen Heimat fest mit der Oberpfalz verwachsen ist. Dies liegt nicht zuletzt an der beispielhaft Gastfreundschaft der Bevölkerung gegenüber unseren Soldaten und den damit verbundenen lebendigen Patenschaften. Der Einsatz und hiermit verbunden die logistische Ausbildung und Inübunghaltung bilden dabei die Leitlinien für unser Handeln. Wir sind der Dienstleister für die Sicherstellung aller logistischen Erfordernisse unserer Panzerbrigade 12 „Oberpfalz“ und blicken bereits auf mehrere erfolgreiche Auslandseinsätze zurück.

  • 1959 Aufstellung des Verbandes als Versorgungsbataillon 126 in Amberg als Bataillion der Panzerbrigade 12
  • 1972 Umgliederung in Versorgungsbataillon 4 und Unterstellungswechsel zur 4. Jägerdivision, später 4. Panzergrenadierdivision in Regensburg
  • 1975 Umbenennung in Nachschubbataillon 4
  • 1986 Umzug nach Regensburg
  • 1993 Unterstellungswechsel zum Gebirgsnachschubregiment 8 der 1. Gebirgsdivision sowie Umgliederung im Rahmen der Heeresstruktur 5 mit Einbindung als Krisenreaktionskraft
  • 1996 Umgliederung in Rahmen „Neues Heer für neue Aufgaben“, dabei Angliederung Gebirgsnachschubbataillon 82.
  • 1997 Umzug nach Roding in die Arnulf – Kaserne
  • 2003 Umgliederung Nachschubbataillon 4, Instandsetzungsbataillon 4 und Gebirgsnachschubbataillon 82 zum heutigen Logistikbataillon 4
  • 2009 Einnahme Zielstationierung
  • 2013 Auflösung 6. Kompanie
  • 2014 Umgliederung zum Versorgungsbataillon 4
  • 2020 Unterstellung der Grundausbildungskompanie

Herkunft des Kasernennamen

Der Namensgeber der Kaserne, Arnulf, war ostfränkischer König (887-899) und letzter Kaiser (896-899) aus dem Hause der Karolinger und Stifter einer Pfalzkapelle in Roding.

Kommandeure
2003 – 2005 Oberstleutnant Witthauer
2005 – 2007 Oberstleutnant Abraham
2007 – 2009 Oberstleutnant Klaffus
2009 – 2011 Oberstleutnant Pickel
2011 – 2014 Oberstleutnant Gottsche
2014 – 2016 Oberstleutnant Schramm
2016 – 2019 Oberstleutnant Witoschek
2019 – heute Oberstleutnant Hanisch

 

Aktuelles Verbandsabzeichen

Absicht bei der Gestaltung des Verbandsabzeichens Logistikbataillon 4 war es, auch nach außen hin sichtbar die Zeichen des Versorgungsbataillons 126, des letzten Versorgungsbataillons der Panzerbrigade 12, „Oberpfalz“ sowie des Nachschubbataillons 4 und Instandsetzungsbataillons 4 zu übernehmen.

Die Farbe Rot der Spitze ist mit Genehmigung der Stadt dem Stadtwappen von Roding entnommen. Die bewusste Aufnahme der Zahl 4 in der Spitze spiegelt deutlich die beiden zusammengeführten Verbände, das Nachschubbataillon 4 und das Instandsetzungsbataillon 4, wieder. In beiden Verbandsabzeichen war jeweils die Zahl 4 vorhanden.

Der Löwe und die Rauten stammen aus dem Wappen des Bezirks „Oberpfalz“. Der Pfälzer Löwe steht als Wappentier für Erhabenheit und Mut und die Rauten symbolisieren die Zugehörigkeit zum Freistaat Bayern. Hier finden sich die drei Standorte des Logistikbataillons 4, Roding, Pfreimd und Regensburg, wieder, die alle in der Oberpfalz liegen.

Auf blauem Grund, der Truppengattungsfarbe der Logistiktruppen, steht die Nachschubschwinge, die sich aus der Hermes-Schwinge ableitet; diese ist die Referenz an den griechischen Götterboten, der als Gott der Wege und des Verkehrs, der Kaufleute und Diebe und der Redekunst in der Mythologie verehrt wurde. Die Instandsetzungstruppe wird symbolisiert durch das zusammengesetzte Zeichen aus Zahnkranz, Schraubenschlüssel und Kanone.

 

Quelle: Heer, www.deutschesheer.de