Versorgungsbataillon 7

Das zur Panzerbrigade 21 gehörende Versorgungsbataillon 7 ist mit seinen vier Kompanien in Unna, Augustdorf und Stadtallendorf stationiert.

Auftrag

Das Versorgungsbataillon 7 stellt die logistische Unterstützung einer mechanisierten Brigade im gesamten Aufgabenspektrum des Heeres sicher, stellt hierzu mit einer verstärkten Versorgungskompanie die Folgeversorgung der Heereskräfte eines Gefechtsverbandes sicher,
stellt mit dem gesamten Bataillon, verstärkt um die in der Grundgliederung fehlenden Systemfähigkeiten Instandsetzung und verstärkt um eine weitere Versorgungskompanie Typ A (jeweils aus einem der weiteren Versorgungsbataillon des Heeres), die Folgeversorgung bis zu einer mechanisierten Brigade und deren zugeordneten Truppenteilen sicher, erarbeitet unter Nutzung der jeweiligen Führungs- und Informationssysteme und Verfahren Beiträge zum nationalen und internationalen Meldewesen und legt bewertete logistische Daten als Beitrag zur logistischen Lage vor, überwacht die Einhaltung der Bestimmungen auf dem Gebiet der Schutzaufgaben, stellt die Aufgaben Controlling, Kosten- und Leistungsverantwortung und Aufwandsbegrenzung für den eigenen Verband sicher, unterstützt durch den Stab den Bataillonskommandeur bei der Führung des Verbandes.

Gliederung

Dem Kommandeur Versorgungsbataillon 7 in Unna sind unterstellt:

  • 1./ Versorgungsbataillon 7 – Versorgungs-und Unterstützungskompanie in Unna
  • 2./ Versorgungsbataillon 7 – Versorgungskompanie Typ A in Augustdorf
  • 3./ Versorgungsbataillon 7 – Versorgungskompanie Typ B in Unna
  • 4./ Versorgungsbataillon 7 – Versorgungskompanie Typ C in Stadtallendorf
  • 5./ Versorgungsbataillon 7 – Ergänzungstruppenteil in Unna

Geschichte

Das heutige Versorgungsbataillon 7 wurde am 1. August 1956 in dem ehemaligen Flugabwehrkanonen-Bestandslager in Unna-Massen unter der Bezeichnung Feldzeugbataillon 512 als Kader aufgestellt. Am 3. September 1956 verstärkten die ersten Freiwilligen den Kader auf etwa Kompaniestärke. Die Sollstärke des Bataillons wurde durch die am 16. Januar 1957 eintreffenden Rekruten, ebenfalls alles Freiwillige, erreicht. Am 22. März 1957 wurden diese Rekruten nach der Grundausbildung vereidigt. Es war die erste Vereidigung im Bereich des neuen Bataillons. Der Auftrag des Bataillons war die Instandsetzung von Rad- und Kettenfahrzeugen sowie leichter und schwerer Waffen.
Im Zuge der Einnahme der Heeresstruktur 2 wurde am 1. Juni 1959 das Bataillon in „Instandsetzungsbataillon 470“ umbenannt. Entsprechend erhielten die Kompanien die Nummern 471, 472 und 473.

1966 wurden die Versorgungsteile der bis dahin selbstständigen Einheiten in der neuen Stabs- und Versorgungskompanie zusammenfasst und das Bataillon nannte sich nun „mittleres Instandsetzungsbataillon 470“. Außerdem wurden dem Bataillon zwei Ausbildungskompanien unterstellt. 1968 wurde als 6. Kompanie des Bataillons die Abschub- und Bergekompanie aufgestellt.
War das Bataillon bisher in den Baracken in Massen untergebracht, so konnten im Dezember 1966 die Wohnblöcke der neuen Kaserne in Königsborn bezogen werden. Der technische Bereich allerdings verblieb in Massen, da dieser Teil der neuen Kaserne noch nicht fertiggestellt war. Das Personal der beiden Kompanien musste 1 ½ Jahre lang täglich nach Massen und zurück transportiert werden, um die Instandsetzung von Schadgerät sicherzustellen. Nach fast 12 Jahren Einsatz in Massen marschierte am 5.Juli 1968 das gesamte Bataillon zu Fuß durch Massen nach Unna-Königsborn. Damit war der Umzug des Bataillons endgültig vollzogen.

Als Folge der Einnahme der Heeresstruktur 3 erfolgte 1972 ein Unterstellungswechsel für das Bataillon vom Instandsetzungskommando 3 (bis 1967 Instandsetzungsregiment 3) zum Instandsetzungskommando 1, des I. Korps in Münster. Gleichzeitig mit dem Unterstellungswechsel erfolgte eine Umgliederung und Umbenennung.
Das mittlere Instandsetzungsbataillon 470 wurde wieder Instandsetzungsbataillon 470. Die Ersatzteilkompanie verließ den Bataillonsverband, die Abschub- und Bergekompanie wurde nun 5. Kompanie.
Nach Eingliederung in die 7. Panzerdivision im Januar 1974 erhielt das Bataillon 1975 den Namen Instandsetzungsbataillon 7. Im Rahmen der Einnahme der Heeresstruktur 5 wurde 1993 das Instandsetzungsbataillon 7 in das neu aufgestellte Instandsetzungsregiment 7 (ab 1997 Logistikregiment 7) eingegliedert.

Beginnend 1997 wurde das System der Heeresstrukturen durch den Transformationsprozess abgelöst. Im Zeitraum 1997 bis 2003 bezeichnete man die Gliederung im Heer „Neues Heer für neue Aufgaben“. Durch umfangreiche politische und militärische Zwänge ergab sich in 2003 die Notwendigkeit einen weiteren erheblichen Transformationsprozess durchzuführen. Das Heer strukturierte sich wieder um und nennt sich seitdem „Heer der Zukunft“. Dieser Prozess führte für das Instandsetzungsbataillon 7 dazu, das es mit dem Logistikregiment 7 im Jahr 2002 in der Logistikbrigade 100 aufging.
Aufgrund der Umsetzung der neuen Kräftestrukturen (Unterstützungskräfte, Stabilisierungskräfte und Reaktionskräfte) wurde die Logistikbrigade 100 im Jahr 2006 aufgelöst und das Instandsetzungsbataillon 7 wurde der Panzerbrigade 21 in Augustdorf und damit der 1. Panzerdivision unterstellt.
Im Rahmen der Transformation wurde das Bataillon zum 1.Oktober 2007 in Logistikbataillon 7 umgegliedert. Das Bataillon gehört zu den Eingreifkräften der Bundeswehr.

Aktuelles Verbandsabzeichen

Das Bataillonswappen beinhaltet das Feldzeugzeichen in Blau (Waffenfarbe), das Westfälische Ross als Zeichen der regionalen Verbundenheit sowie den Hammer und Schlegel um die besondere Verbindung zum Bergbau deutlich zu machen. Traditionell wurde das Wappen des ehemaligen Instandsetzungsbataillon 7 auch durch das Logistikbataillon 7, bzw. Versorgungsbataillon 7 übernommen.

 

 

Quelle: Heer, www.deutschesheer.de