Bericht des Bundesministerium der Verteidigung zur Rüstungsangelegenheit

Der 14. Bericht zu Rüstung und materieller Einsatzbereitschaft der Bundeswehr liegt nun vor.

Der Generalinspekteur der Bundeswehr, General Eberhard Zorn, und der Staatssekretär im BMVg, Benedikt Zimmer, haben den 14. Rüstungsbericht und den Bericht zur materiellen Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr II/2021 vorgestellt. Das Verteidigungsministerium informiert Parlament und Öffentlichkeit zweimal im Jahr über
Fortschritte und Herausforderungen im Rüstungswesen. Zusammen mit dem Rüstungsbericht wird auch der „Bericht über die materielle Einsatzbereitschaft der Hauptwaffensysteme der Bundeswehr“ veröffentlicht. Dieser besteht aus einem offenen und einem geheimen Teil. Die letzten Berichte erschienen Ende Mai 2021.

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Survivor R wird neuer „Sonderwagen 5“

Rheinmetall stattet die Bundespolizei und die Bereitschaftspolizeien der Länder mit neuem Einsatzfahrzeug aus

Rheinmetall hat einen bedeutenden Auftrag im Bereich des strategischen Schlüsselmarktes Innere Sicherheit erhalten. Das Beschaffungsamt des BMI hat dem Düsseldorfer Technologiekonzern den Zuschlag über die Lieferung des neuen geländegängigen, geschützten Mehrzweckfahrzeugs des Typs Survivor R als neuem „Sonderwagen 5“ erteilt. Der Auftrag umfasst eine feste Liefermenge von 55 Fahrzeugen in den Varianten für die Bundespolizei sowie auch für die Bereitschaftspolizeien der Länder. Der Vertrag umfasst ein hohes zweistelliges MioEUR-Volumen, wobei sich das gesamte Auftragsvolumen durch vereinbarte Optionen für weitere Fahrzeuge noch in den dreistelligen MioEUR-Bereich erhöhen kann.
Mit diesem Erfolg konnte sich Rheinmetall in einer europa-weiten Ausschreibung erfolgreich gegen den Wettbewerber durchsetzen.
Die Survivor R sollen das vor 35 Jahren eingeführte Vorgänger-modell „Sonderwagen 4“ ablösen. Im ersten Schritt ist für 2022 die Lieferung von zwei Musterfahrzeugen geplant, mit denen umfangreiche Erprobungen einschließlich einer vollständigen Schutzzertifizierung durchgeführt werden. Die Auslieferung der Serienfahrzeuge beginnt voraussichtlich 2023 und soll 2026 abgeschlossen sein.
Während der anschließenden Nutzungsphase von bis zu 30 Jahren übernimmt Rheinmetall auch einen in Drei-Jahres-Schritten verlängerbaren Rahmenvertrag für die Wartung und Instandhaltung sowie auch die logistische Betreuung der Fahrzeuge an den Standorten der Bundespolizei und der Bereitschaftspolizeien der Länder.
Für Rheinmetall bedeutet der Auftrag den erfolgreichen Ausbau des wachsenden Marktsegmentes Public Security. Zudem gilt das Vorhaben als Leuchtturmprojekt für weitere europäische Fahrzeugbeschaffungen durch Polizei und andere Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben.
Die deutschen Landespolizeien in Berlin, Nordrhein-Westfalen und Sachsen nutzen eigene Varianten dieses äußerst beweglichen und hervorragend geschützten
Fahrzeugs bereits als Einsatzmittel für ihre Spezialkräfte. Hier musste sich der Survivor R in zahlreichen Einsätzen bis hin zum scharfen Beschuss bewähren und konnte dabei stets erfolgreich Leib und Leben der Einsatzkräfte schützen.
Entwickelt wurde der Survivor R in Kooperation mit dem Spezialfahrzeugbauer Achleitner, der bei dem jetzt beauftragten Großvorhaben als Unterauftragnehmer fungiert. Die Endmontage und Übergabe der Serienfahrzeuge erfolgt bei der Rheinmetall Landsysteme GmbH in Kassel.
Der Survivor R basiert auf einem leistungsstarken 4×4 Lkw-Fahrgestell von MAN.

Rheinmetall – Partner der Sicherheitskräfte

Rheinmetall ist seit vielen Jahren ein Partner der Sicherheitskräfte in Deutschland und Europa. Zum Produktportfolio im Bereich Public Security gehören unter anderem Komponenten für ballistische Schutzausstattung, Spezial-Wirkmittel für polizeiliche Einsätze, Optik und Optronik zur Aufklärung und Überwachung bei Tag und Nacht, Systeme zur Drohnendetektion und -abwehr sowie geschützte Einsatzfahrzeuge.

 

Quelle:

Rheinmetall AG (Text und Bild)

Militärgeschichte 04/2021

Die „Militärgeschichte. Zeitschrift für historische Bildung“ gibt es seit 1986. Im Jahr 2021 hat sie ein optisch und konzeptionell neues Gesicht erhalten. Die Publikumszeitschrift erreicht mit vier Ausgaben pro Jahr und einer Auflage von jeweils rund 17.000 Heften alle Bereiche in den Streitkräften.

Die Zeitschrift dient der historischen Bildung in der Truppe. Sie will den Ausbilder unterstützen, der mit der Vorbereitung und Durchführung von entsprechenden Unterrichtseinheiten betraut ist. Gleichzeitig soll sie aber jeden historisch Interessierten ansprechen und an Militärgeschichte heranführen.

Die „Militärgeschichte“ ist durchgehend bebildert. Sie enthält auf 40 Druckseiten je Ausgabe mehrere kleinere und größere Beiträge zu ausgewählten Themen sowie einen Serviceteil mit Lesetipps, Empfehlungen im Bereich Neue Medien sowie Hinweisen zu Ausstellungen.

Heftinhalt:

  • 20 Jahre Einsatz am Hindukusch
    Die Bundeswehr in Afghanistan
  • Angriff auf das Generalkonsulat
    KSK im Einsatz in Mazar-e-Sharif 2016
  • Kommando Spezialkräfte
    Zwischen Professionalität und Skandalisierung
  • Bundeswehr im Innern
    Die Hamburger Sturmflut 1962

 

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Rheinmetall liefert der Bundeswehr neue AGDUS passiv-Systeme für Gefechtsübungszentrum

Rheinmetall liefert neue Simulationstechnik für das Gefechtsübungszentrum des Heeres aus. Bereits Mitte 2021 hat das Bundesamt für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung der Bundeswehr (BAAINBw) einen entsprechenden Beschaffungsvertrag mit Rheinmetall über insgesamt 440 Systeme „Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS) passiv Fahrzeuge“ der neuesten Generation abgeschlossen. Der Auftragswert liegt im höheren einstelligen MioEUR-Bereich, die Auslieferung soll bis Dezember 2023 abgeschlossen werden. Der Auftrag unterstreicht die hohe Kompetenz Rheinmetalls als Treiber der Digitalisierung im Bereich Ausbildung und Simulation und hier insbesondere bei der Live Simulation.

Das lasergestützte Ausbildungsgerät Duellsimulator (AGDUS) dient dazu, durch simulierte Waffenwirkung eine realitätsnahe Gefechtsausbildung zu ermöglichen. AGDUS passiv besteht aus Sensoren für die Fahrzeuge, die die Lasersignale aufnehmen, sowie einer Zentralelektronik und einer Anzeige- und Bedieneinheit. Die Systeme ermöglichen eine realitätsnahe Gefechtsausbildung durch genaue Bestimmung des simulierten Trefferortes und einer detaillierten Schadenssimulation anhand von fahrzeugspezifischen Schadensmodellen. Alle Daten und Fakten zum laserbasierten Gefecht laufen nahezu in Echtzeit in einer Übungszentrale zusammen und zeigen in Form einer optischen Wirkungsdarstellung das jeweilige Resultat der Treffer.

Bei der bisher genutzten AGDUS passiv-Version handelt es sich um ein kabel-gebundenes System. In der neuen Version wird das Fahrzeugzielsystem AGDUS passiv drahtlos mit der Zentralelektronik verbunden sein. Die Anbindung der für die Detektion notwendigen Sensormodule erfolgt via Funkübertragung. Darüber hinaus gehört ein neu entwickelter Dachsensor zur Ausstattung, der eine Beschussdetektion auch aus überhöhten Stellungen, z.B. von Gebäudedächern, ermöglicht.

Die Sensormodule können entsprechend den Erfordernissen des Trainings angeordnet und erweitert werden. Die Verbindung zwischen Sensoren und der Zentralelektronik erfolgt über ein Kurzstreckenfunksystem. Dieses umfasst auch das sogenannte Verwundungsmodell, das die Folgen eines Treffers für Besatzung und Fahrzeug errechnet. Das Funksystem basiert auf einer patentierten Lösung von Rheinmetall, die ein Mehrfachfrequenzverfahren zur Stabilität der Anbindung nutzt. Die Signale werden gebündelt und zeitgleich über zwei oder mehrere Funkstrecken übertragen (Frequenz Diversity). Durch die parallel betriebene Nutzung von Sender und Empfänger wird die geforderte Stabilität gewährleistet und einem Funkabriss vorgebeugt.

Im modernisierten AGDUS passiv werden Sensormodule und Detektoren der neusten Generation verwendet. Letztere gehören zu den hochempfindlichsten auf dem Markt. Die hohe Empfindlichkeit garantiert auch bei schwierigen Witterungsbedingungen, wie z. B. Nebel, und selbst bei hohen Kampfentfernungen eine verlässliche Detektion – ein echter Mehrwert für jede Ausbildung.


Die Sensormodule können entsprechend den Erfordernissen des Trainings angeordnet und erweitert werden. Die Verbindung zwischen Sensoren und der Zentralelektronik erfolgt über ein
Kurzstreckenfunksystem. Dieses umfasst auch das sogenannte Verwundungsmodell, das die Folgen  eines Treffers für Besatzung und Fahrzeug errechnet. Das Funksystem basiert auf einer patentierten Lösung von Rheinmetall, die ein Mehrfachfrequenzverfahren zur Stabilität der Anbindung nutzt. Die Signale werden gebündelt und zeitgleich über zwei oder mehrere Funkstrecken übertragen (Frequenz Diversity). Durch die parallel betriebene Nutzung von Sender und Empfänger wird die geforderte Stabilität gewährleistet und einem Funkabriss vorgebeugt.

Im modernisierten AGDUS passiv werden Sensormodule und Detektoren der neusten Generation verwendet. Letztere gehören zu den hochempfindlichsten auf dem Markt. Die hohe Empfindlichkeit garantiert auch bei schwierigen Witterungsbedingungen, wie z. B. Nebel, und selbst bei hohen Kampfentfernungen eine verlässliche Detektion ein echter Mehrwert für jede Ausbildung.

 

Quelle:

Rheinmetall AG (Text und Bild)